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Donnerstag, 29. September 2022

26 Tote bei Anschlagserie mit Autobomben im Irak

Der Irak kommt nicht zur Ruhe. Schon wieder haben wahnsinnige Attentäter in mindestens vier irakischen Städten nach bisherigen Berichten 26 Menschen in den Tot gerissen. Den explodierenden Autobomben war kein Entkommen. Neben den Toten soll es fast hundert Verletzte geben.

Von den Anschlägen im Irak betroffen war unter anderem die nordirakische Stadt Kirkuk. Alleine hier seien nach bisherigen Kenntnissen drei Autobomben in die Luft gegangen, die zehn Menschen das Leben kosteten. In Kirkuk seien mindestens 40 Menschen verletzt worden. Die Bomben seien in der Nähe des Polizeihauptquartiers explodiert. Zum Standard der Attentäter gehören, seit der westlichen Invasion vor zehn Jahren, Anschläge in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Beim neuesten Attentat am Dienstag seien hier zwei Menschen und acht weitere verletzt worden.

Anschlägen wurden zudem in den Städten Hilla und Kerbela verübt. Kerbela, südlich von Bagdad, gilt den Schiiten als heilige Stadt. Hier sind während der neuen Anschlagserie 13 Menschen gestorben und 48 verletzt worden.

Seitdem die U.S.-Truppen sich seit wenigen Monaten auf Anordnung des U.S.-Präsidenten Barack Obama (Demokraten) aus dem Irak nach bald zehn Jahren zurückziehen, kollidieren im Irak die unterschiedlichsten Mächte durch gegenseitige Gewalt-Attentate stärker denn je. Vor allem die unterschiedliche Sichtweise auf die künftige politische Ausrichtung des Iraks zwischen Schiiten und Sunniten gilt als Hauptgrund für die Anschlagsserien. Beobachter sprechen davon, dass die Schiiten häufiger Opfer der fanatischen Terroristen seien.

Hinzu kommt: Die Arabische Liga, die immer tiefer in kontroverseste politische Themen verwickelt ist (wie der Zustimmung von Massenbombardements auf Libyen durch die NATO sowie aktuell ernsthafte Überlegungen über eine Invasion in Syrien), trifft sich erstmals vom 27. bis 29. März im Irak. Das letzte Treffen war im Jahr 1992. Es wird berichtet, die irakische Regierung um den Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki habe rund 450 Millionen Dollar für Sicherheits- und Infrastrukturmaßnahmen dieses Treffens investiert.



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