Waffenruhe in Syrien auf der Kippe und unsicher

Im Ölstaat Syrien ruhen die Waffen. Die gegnerischen Truppen belauern sich gegenseitig, keiner traut dem anderen. Wie lange nur hält diese Waffenruhe an, fragen sich viele? Der syrische Präsident Baschar al Assad hält bislang jedoch sein Wort, ebenso seine militärischen Gegner.

Nur: Es gibt mittlerweile nach mehreren Berichten Hunderte Söldner im Land, die gegen Geld, das möglicherweise aus Saudi-Arabien kommt, vielleicht aber auch aus Frankreich, in Syrien aktiv am Sturz der Assad-Regierung arbeiten. Sie hätten also das größte Interesse an einer gewaltsamen Unterbrechung der Waffenruhe. So könnten sie wieder scharf schießen und die Weltöffentlichkeit noch weiter gegen Assad in Stellung bringen.

Denn ihr Ziel ist klar: Die NATO solle mal wieder ihre Mordmaschinerie anwerfen und das Assad-Regime eliminieren – ganz so wie das westliche Kriegsbündnis es bereits in Libyen im Jahr 2011 vorgeführt hat. Dass die Assad-Gegner wirklich demokratisch orientiert sind, darf bislang eher bezweifelt werden. Ihre Gegnerschaft zu den von Assad geschützten christlichen Gruppen teilten sie jedenfalls schon mehrmals mit.

Ruhe vor dem Sturm? Militärs und Söldner sind in Stellung….

Die Waffenruhe, die nun in Syrien seit wenigen Stunden gilt, gleicht deshalb eher einer möglichen Ruhe vor dem Sturm. Niemand wagt derzeit irgendeine Prognose.

Aktuell verstecken sich Hunderttausende Menschen in Syrien in ihren Häusern, aus Angst, dass der militärische Terror auf beiden Seiten – den staatlichen Militärs, wie der Söldner und illegalen „Freien Syrischen Armee“, bald wieder losgehen könnte. Die Rede ist beispielsweise davon, dass beide gegnerische Seiten nach wie vor Panzer, Scharfschützen und anderes Kriegsgerät immer noch in Position hielten.

Ob diese Berichte stimmen, oder nicht, weiß kein Mensch. Besonders Gegner von Assad sind Meister im Manipulieren der Weltöffentlichkeit. Sie streuen oft gezielt falsche Informationen mittels des Internets, mittels irgendwelcher angeblicher Kriegsaufnahmen, die von nicht wenigen West-Medien ungeprüft als Tatsachen-Spiegel verbreitet werden.

Eines ist klar: Auch wenn einige Kriegstreiber im Westen es nicht erwarten können, bis endlich die NATO wieder ihre todbringenden Angriffe fliegt: Gelingt es nicht, die Krisenherde in Syrien und zwischen Israel und Iran zu befrieden, könnte schon bald die ganze Region brennen. Keinesfalls ist es dann ausgeschlossen, dass nicht auch Deutschland in diesen gefährlichen Konflikt mit seiner Bundeswehr hineingezogen wird. Deshalb fordern wir: Give peace a chance. Syrien ist ein altes und wunderschönes Land. Es sollte nicht in die Hölle auf Erden verwandelt werden, wie das in Libyen mit Hilfe der NATO geschehen ist.

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