Offizier angezeigt wegen Putsch-Witz: „Politziege Ursula von der Leyen mal wieder…“

Kommentar – Ursula von der Leyen (CDU) ist auf dem Weg zur unbeliebtesten Verteidigungsministerin der deutschen Bundeswehr in der Nachkriegsgeschichte zu werden.

Die Frau aus Niedersachen mit der Hühnchen-Frisur und dem modischen Schick des vergangenen Jahrhunderts fiel bislang als Armeechefin vor allem durch eines auf:

Durch Stänkereien gegen die deutschen Soldaten. Durch ein Klima der Angst, welches unter ihrer Führung in der Bundeswehr eingekehrt ist. Durch Vorwürfe, die medienwirksam lanciert werden, um dann hinterher im Nichts aufzugehen.

Beispiele: Mal heißt es, die Bundeswehr-Soldaten und ihre Führung in den Kasernen seien zu rechts. Dann wurden Vorwürfe lanciert, die Bundeswehr sei sexuell diskriminierend oder gar immer noch schwulenfeindlich. Der Vorwurf der Frauenfeindlichkeit gehört in allen Armeen zu den Standardvorwürfen. So natürlich auch bei von der Leyen.

Der Hammer war aber, als Ursula von der Leyen ihrer Truppe vorwarf, diese habe ein gestörtes Verhältnis zur Vergangenheit. Also zum Ersten Weltkrieg (WWI) und zum Zweiten Weltkrieg (WWII). Zu bigott seien die heutigen Soldaten gegenüber den gefallenen Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkrieges.

Sie seien zu bigott gegenüber Soldaten, welche millionenfach auf Anweisung von deutschen Politikern in den Krieg zogen, dort millionenfach in Kriegsgefangenschaft gerieten, umgebracht wurden, oder bis ans Lebensende verkrüppelt zurückkamen.

Pflegeheime zeugen noch heute  von Opfern des von internationalen Politikern (nicht Soldaten!) angezettelten Zweiten Weltkrieges (wobei es nicht nur deutsche Politiker waren). Über Jahrzehnte bezahlte deshalb der deutsche Staat an Betroffene kommunal ausgeschüttet eine Kriegsopferfürsorge.

Eine Mitarbeiterin aus München erzählt kriegsberichterstattung.com: „Ich hatte hier noch bis vor wenigen Jahren Opfer des Zweiten Weltkrieges, Soldaten, die keine Nase mehr hatten, keine Lippen, keine Augenlider mehr, künstliche Ohrennachbildungen.“

Eines dieser Opfer, ein Soldat, habe es ausgerechnet am Weihnachtstag 1944 mit erst 20 Jahren getroffen. Er habe mit Kameraden in einem Panzer gesessen, welcher von Gegnern getroffen worden sei. Alle Kameraden seien verbrannt, nur er habe schwer verletzt überlebt.

Immerhin: Der deutsche Staat zahlt für solche Opfer alle zwei Jahre einen kostenlosen dreiwöchigen Urlaub. Kinder erhalten je eine monatliche Erziehungsbeihilfe von 300 Euro, bis es erwachsen ist – zusätzlich zum sonstigen Kindergeld. Schwerstbehinderte Soldaten haben Anrecht auf eine Haushaltsbeihilfe, ein vom Staat bezahltes Auto, die Kostenübernahme für sämtliche Therapien, Operationen, den behindertengerechten Umbau des Bads oder des ganzen Hauses.

Doch klar ist: Kriege sind schlimm. Und noch so viel Geld kann einem die Gesundheit nicht mehr zurückbringen. Die Opfer sind häufig nicht nur lebenslange Opfer von den militärischen Gegnern, sondern auch von Politikern, die sie in Kriege geschickt haben.

„Von der Leyen hat ein gestörtes Verhältnis zur Bundeswehr, zu Soldaten, zum Krieg, auch zu vergangenen“

Bislang hat man bei Ursula von der Leyen den Eindruck: Nicht die Bundeswehr hat ein gestörtes  Verhältnis zu sich, sondern sie gegenüber der Bundeswehr, zum Krieg, auch zu vergangenen Kriegen, wie dem Zweiten Weltkrieg oder dem Ersten Weltkrieg. Ihr Verhältnis scheint auch gestört zu Soldaten, zu gefallenen Soldaten, oder aus Kriegen verkrüppelt und geschundenen Soldaten.

Ein Krieg ist eine derbe, üble, brutale Sache und kein Familientreffen am idyllischen Hühnerhof in Niedersachsen. Natürlich gibt es da rauere Umgangsformen. Wie soll man sonst im Kampffeld all diesen Wahnsinn, der Menschen in den Irrsinn treiben kann, überstehen?

Von der Leyen will zwar Kriegs- und Verteidigungsministerin sein, aber nur nach dem Motto: Bitte mach mich nicht nass. Die Frisur soll ja schließlich auch künftig noch halten.

Doch jetzt der Oberknüller: Von der Leyen, beziehungsweise ihr Verteidigungsministerium in Berlin, das im Ruf steht, „eine Reihe von eitlen Sesselpfurzern“ zu beschäftigen (O-Ton Bundeswehr-Soldat), soll jetzt gar gegen einen Offizier Strafantrag gestellt haben.

Ob die verrückte Idee dazu von der Leyen hatte, oder eine Hofschranze, welche ihr schaden will, ist unklar. Klar ist aber, das Image von der Leyens wird darunter weiter leiden. Sie gilt schon heute als eine Verteidigungsministerin auf Abruf.

Grund für die Anzeige gegen den Offizier: Der Soldat soll im Spaß vor seiner Mannschaft gesagt haben, man müsse da mal einen Putsch gegen die Führung in Berlin machen.

Dass das humorvoll gemeint war, müsste eigentlich selbst dem dämlichsten und eitelsten Beamten im Verteidigungsministerium klar sein, die penibel selber darauf wert legen sollen, stets pünktlichst gegen 16 oder 17 Uhr ihre Ärsche aus den Ministeriums-Büros zu schieben.

Überstunden sollen im Verteidigungsministerium verpönt sein – auch Dank der starken dortigen Arbeitnehmervertretung. Überstunden überlässt man den Herren und Damen an den diversen Kriegsknotenpunkten – in Mali, Afghanistan oder in Ländern wie der Türkei. Dort wo es brennt eben.

Brennen sollen ja immer nur die anderen, nur man selber nicht, scheint das Motto bei vielen im Berliner Verteidigungsministerium und ihren Zuträgern und Zuträgerinnen zu sein.

Der neue Vorwurf des Verteidigungsministeriums geht dieses mal gegen einen Oberstleutnant, der in der Rhön-Kaserne in Wildflecken arbeitet oder arbeitete. Also dort, wo es rau zur Sache geht. Denn dort gibt es einen derben Truppenübungsplatz. Im Beamtendeutsch haben sich die Berliner Politiker dafür den Begriff „Gefechtssimulationszentrum Wildflecken“ ausgedacht.

Hier, wo also simuliert werden soll, da wurde der Witz über von der Leyen gerissen. Und zwar am 12. Mai 2017 soll das Unaussprechbare, was aber mittlerweile fast jeder in der Truppe denkt, gesagt worden sein:

Erlöst uns von dieser peinlichen Ministerin von der Leyen! Wie in jeder Firma, wo die Aussage in der Hitze des Alltags mal fallen kann, wonach man gegen die Oberen mal putschen müsse, so hatte das wohl ähnlich der Oberstleutnant gesagt.

Als humorvoller Witz eben. Nicht als reale Aufforderung zum militärischen Putsch gegen die ewige CDU-Nervensäge von der Leyen oder die sonstigen intriganten Mitarbeiter in der Militärführung.

Angeblich hätten rund 40 Soldaten und Soldatinnen die Aussage des Oberstleutnants gehört. Und einer oder eine darunter scheint sich als Ratte betätigt zu haben und scheint es weiter an die Hofschranzen in Berlin über eine örtliche Führungskraft in der Rhön-Kaserne in Wildflecken gepetzt zu haben.

„Munitiöse Depeschen nach Berlin“

Denn das Angst-System funktioniert natürlich mittlerweile beim Bund: Aus Angst, sich dem Vorwurf auszusetzen, man habe der Berliner Kriegsführung nicht munitiös alles sofort mitgeteilt, gibt es augenscheinlich immer mehr Depeschen nach Berlin. Zur Führung. Zur Führerin mit der Sturmhaube. Und ihren Hofschranzen hinter ihr.

Das Magazin sputniknews.com beruft sich auf das Hamburger Nachrichtenmagazin Der Spiegel und schreibt folgendes:

„Danach habe (der Offizier) von der Leyen dafür kritisiert, dass sie aus seiner Sicht die Truppe nach der Aufdeckung der rechtsextremen Zelle rund um Franco A. be. Er sei es leid, dass alle Soldaten ‚wegen zwei durchgeknallten Oberleutnanten‘ pauschal abgeurteilt würden. Er selber erwarte für seinen Dienst zwar keinen Dank, wolle aber ‚nicht auch noch dafür beschimpft werden‘, hieß es.“

Dann habe er eben als Witz gesagt, die Soldaten müssten „endlich den Mund aufmachen oder putschen“. Daraufhin, habe, lautet die Version des Anwalts des Offiziers, „der ganze Saal“ gelacht. Heißt: es sei für alle Soldaten klar gewesen, dass die Putschaussage gegen von der Leyen als Witz gemeint gewesen sei.

Nun sei die Staatsanwaltschaft Bonn damit beschäftigt, sich darüber Gedanken zu machen, ob sie dem Antrag des Verteidigungsministeriums Folge leistet und ein offizielles Strafverfahren gegen den Offizier einleiten solle. Man hat ja sonst nichts zu tun.

Im Raum stünde, lancieren Medien, angeblich eine mögliche Geldstrafe oder gar eine Gefängnisstrafe.

Doch auf eines kann sich auch „eine Politziege von der Leyen“, wie sie von Bundeswehrsoldaten gerne genannt wird, nicht berufen: Auf den Paragraphen der Majestätsbeleidigung. Der wurde ja erst kürzlich abgeschafft.

Wir meinen: Eigentlich schade die Entwicklung der Ursula von der Leyen. Angefangen hatte ja alles mit ihr positiv. Als eine, die der Mannschaft zu mehr Geld und besseren Verteidigungswaffen verhelfen wollte.

Doch immer mehr fallen von der Leyen und die hinter ihr geparkten Hofschranzen und Hofschranzinnen durch widerliche politische Winkelzüge auf. Mit ihnen möchte man offensichtlich auf Kosten der Soldaten bei Medien und im Politbetrieb punkten.

Doch beschäftigt werden von der Leyen und ihre Entourage nicht bei den Medien. Sondern beim Bund. Bei den Soldaten. Und da kommt eine Politik, welche im Verdacht steht, sie falle permanent den eigenen Leuten in den Rücken, gar nicht gut an.

Leseempfehlung: „Warum wir deutsche Soldaten brauchen und warum die Politik ihnen mehr Respekt entgegenbringen sollte“

2 Replies to “Offizier angezeigt wegen Putsch-Witz: „Politziege Ursula von der Leyen mal wieder…“”

  1. Das Niveau dieses Textes würde nicht mal ein Spezial-U-Boot erreichen. Aber so ist das wohl bei den meisten Armeen und deren Verteidigern – eine Ansammlung von den besten der besten.

  2. Parlament und Führungsoffiziere der Bundeswehr sollten überlegen,eine Verleumdungsklage gegen Ministerin
    v. d. Leyen zu formulieren
    Tatbestand:
    – Diffamierung der Bundeswehr
    – Wehrkraftzersetzung
    – üble Nachrede
    Selten eine so haltlose Anklage gegen einen Offizier wegen „putschens“ in der Bundeswehr gesehen.
    Hat denn die Ministerin keine anderen Aufgaben und Pflichten ?
    Mein Urteil: Ungeeignet für dieses Amt

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