Skip to main content
Donnerstag, 04. Juni 2020

Somalia: Terroristen töteten am Sonntag mit Bombenanschlägen 30 Menschen

Mogadischu – Die Somalier kommen nicht zur Ruhe: Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters seien am Sonntag in einer somalischen Stadt bei zwei parallel gezündeten Bombenanschlägen 30 Menschen umgekommen. Erst am Freitag waren weitere 23 Menschen durch Bombenanschläge in Somalias Hauptstadt Mogadischu umgekommen.

Zum Bombenanschlag in Somalia bekannte sich die Verbrechergruppe al Shabaab. Die beiden Bomben explodierten einmal an einer viel genutzten Kreuzung sowie in einem Restaurant und zwar in der Nähe der Stadt Baidoa.

Die Verbrecherorganisation Al Shabaab versucht seit Jahren durch terroristische Anschläge Somalia, ein islamisch geprägtes Land, zu destabilisieren und die Regierung zu stürzen. Al Shabaab fordert zudem, man müsse in Somalia die strengste Form des Islams einführen und den im frühen Mittelalter geschriebenen Koran zum einzig legitimen Gesetz für Somalia erheben.

Baidoa liegt ungefähr 245 Kilometer nordwestlich der somalischen Hauptstadt Mogadischu. Neben den 30 durch die beiden Bombenanschläge am Sonntag Getöteten kommen nach Polizeiangaben rund 40 weitere Menschen mit zum Teil schwersten Verletzungen.

Viele der Toten seien bis zur Unkenntlichkeit verkohlt, heißt es. Als Täter kämen nach Polizeiaussagen jeweils zwei Selbstmordattentäter in Frage. Im Fokus seien „gezielt Regierungsbeamte und Regierungskräfte“ gestanden. Dies erklärte der somalische Regierungssprecher Scheich Abdiasis Abu Musab, welcher für die Al Shabaab-Militäroperationen zuständig ist, gegenüber Reuters.

Bereits am Freitag hatten zwei Autobomben in Mogadischu 23 Menschen getötet. Die eine Bombe wurde in der Nähe eines Parks gezündet und zwar am Checkpoint der National Intelligence and security agency (NISA). Dort waren in Folge des Anschlags vier NISA-Mitarbeiter umgekommen. Die zweite Bombe ging am Haupteingang des SYL Hotels hoch. Vor allem die Bombe am SYL Hotel in Mogadischu hat viele überrascht.

Grund: Das Hotel liegt in einem streng bewachten Bezirk, in welchem auch der Präsidentenpalast von Somalia liegt, die Villa Somalia. Das SYL Hotel wird besonders gerne von Regierungs-Mitgliedern und Journalisten besucht.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Montag, 30. März 2020

Vom Wahnsinn & Co

Gewinner Coronakrise: Ganz klar China, der Westen durchgeht Katharsis

Kommentar – Die Corona-Krise im Westen wird wahrscheinlich Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz kosten und Zehntausende, wenn nicht Hunderttausende Unternehmen, darunter viele Einzelunternehmen, Mittelständler oder Konzerne in den Konkurs treiben. Doch es gibt auch Gewinner der Krise: Käufer billiger Aktien und billiger Bitcoins beispielsweise oder Besitzer von Immobilien, welche die Nerven behalten. Ein großer Gewinner dürfte ebenso China sein, möglicherweise zudem […]

Samstag, 14. März 2020

Argentinien nimmt deutsche Urlauber in Zwangs Quarantäne wegen Corona Virus | Einreiseverbot für Deutsche in Bolivien

So hatte sich ein Berliner seinen 14-tätigen Urlaub in Argentinien nicht vorgestellt: Als er vor zwei Tagen von Argentinien nach Deutschland zurückfliegen wollte, hatte er erfahren, dass seine Airline kurzfristig den Flug gestrichen hatte. Doch nicht nur das. In einer Mail an Freunde schreibt er am Freitag den 13. März: So sei sein Rückflug von Argentinien nach Deutschland kurzfristig gestrichen […]

Samstag, 28. Dezember 2019

Italien, Mailand:

Organisierte Rip Deal Kriminalität stiehlt österreichischem Makler 23.000 Euro

Ein österreichischer Immobilienmakler einer bekannten internationalen Maklerkette wurde im Frühjahr 2019 Opfer eines Immobilien Rip Deals. Das schrieb er uns nun, sichtlich immer noch unter Schock. Im Rahmen des Finanzbetrugs wurde er in einem Kaffee in Mailand von den Gangstern um 23.000 Euro in bar betrogen. Der Rip Deal wurde im Rahmen der Organisierten Kriminalität mal wieder über die Niederlande […]

Samstag, 28. Dezember 2019

Gegen US-Strafverfolgung

Brief an Journalist Julian Assange von NoWar2019

Die vierte Jahreskonferenz der NGO-Organisation «World BEYOND War» (worldbeyondwar.org), hat bereits am 4. und 5. Oktober 2019 in Limerick, Irland, einen Brief verfasst, welcher die US-Strafverfolgung des Journalisten und Verlegers Julian Assange massiv kritisiert. Wir haben diesen Brief aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und geben ihn euch hier zur Kenntnis: „Wir sind Ihnen dankbar für die Arbeit, die Sie […]

Freitag, 11. Oktober 2019

Menschenrechte

Kasachstan lässt Serikzhan Bilasham frei: Er darf China aber nicht mehr kritisieren

Egal ob in entlegensten Ortschaften in Afrika oder eben im russischen Nachbarland Kasachstan: China ist überall und macht überall Geschäfte. Das hat nun auch Serikzhan Bilasham zu spüren gekommen. Er war verhaftet worden, da er öffentlich zu laut in Kasachstan die mangelnden Menschenrechte in China anprangerte. Fünf lange Monate hielt man den Menschenrechtler per «Hausarrest» in einem anonymen Haus im […]

Samstag, 28. September 2019

US-Politik pervers

Joe Bidens Sohn kassierte 45.000 Euro monatlich in Ukraine und Trump soll Amtsenthoben werden

Welcher Normalsterbliche schafft es in seinem Leben auf einen Monatslohn von rund 45.000 Euro, was umgerechnet 540.000 Euro in einem Jahr wäre? So viel Geld wird oft nicht einmal an deutsche Geschäftsführer bezahlt. Die Chefs von Unternehmen mit über 2000 Mitarbeitern bekommen hierzulande häufig Gehälter zwischen 300.000 und 350.000 Euro im Jahr – maximal. Doch ausgerechnet der Sohn des demokratischen […]

Translate »