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Sonntag, 26. Januar 2020

Somalia: Terroristen töteten am Sonntag mit Bombenanschlägen 30 Menschen

Mogadischu – Die Somalier kommen nicht zur Ruhe: Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters seien am Sonntag in einer somalischen Stadt bei zwei parallel gezündeten Bombenanschlägen 30 Menschen umgekommen. Erst am Freitag waren weitere 23 Menschen durch Bombenanschläge in Somalias Hauptstadt Mogadischu umgekommen.

Zum Bombenanschlag in Somalia bekannte sich die Verbrechergruppe al Shabaab. Die beiden Bomben explodierten einmal an einer viel genutzten Kreuzung sowie in einem Restaurant und zwar in der Nähe der Stadt Baidoa.

Die Verbrecherorganisation Al Shabaab versucht seit Jahren durch terroristische Anschläge Somalia, ein islamisch geprägtes Land, zu destabilisieren und die Regierung zu stürzen. Al Shabaab fordert zudem, man müsse in Somalia die strengste Form des Islams einführen und den im frühen Mittelalter geschriebenen Koran zum einzig legitimen Gesetz für Somalia erheben.

Baidoa liegt ungefähr 245 Kilometer nordwestlich der somalischen Hauptstadt Mogadischu. Neben den 30 durch die beiden Bombenanschläge am Sonntag Getöteten kommen nach Polizeiangaben rund 40 weitere Menschen mit zum Teil schwersten Verletzungen.

Viele der Toten seien bis zur Unkenntlichkeit verkohlt, heißt es. Als Täter kämen nach Polizeiaussagen jeweils zwei Selbstmordattentäter in Frage. Im Fokus seien „gezielt Regierungsbeamte und Regierungskräfte“ gestanden. Dies erklärte der somalische Regierungssprecher Scheich Abdiasis Abu Musab, welcher für die Al Shabaab-Militäroperationen zuständig ist, gegenüber Reuters.

Bereits am Freitag hatten zwei Autobomben in Mogadischu 23 Menschen getötet. Die eine Bombe wurde in der Nähe eines Parks gezündet und zwar am Checkpoint der National Intelligence and security agency (NISA). Dort waren in Folge des Anschlags vier NISA-Mitarbeiter umgekommen. Die zweite Bombe ging am Haupteingang des SYL Hotels hoch. Vor allem die Bombe am SYL Hotel in Mogadischu hat viele überrascht.

Grund: Das Hotel liegt in einem streng bewachten Bezirk, in welchem auch der Präsidentenpalast von Somalia liegt, die Villa Somalia. Das SYL Hotel wird besonders gerne von Regierungs-Mitgliedern und Journalisten besucht.



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