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Freitag, 21. September 2018

Berlin: Terroranschlag in Schwulensauna Apollo oder normales Feuer? „Versuchten Türe einzutreten“

Brandanschlag oder nur normales Feuer in der Steam Works Sauna, über Jahrzehnte auch als "Apollo Sauna" bekannt? Diese Fragen stellt sich derzeit nicht nur die Polizei.

War es ein Terroranschlag auf die unter Schwulen über Jahrzehnte als Apollo Sauna bekannten Berliner Homosexuellen-Institution oder war es wirklich nur ein Feuer, welches ausbrach, ohne einen bösen Vorsatz? Ein Zeuge berichtete uns dramatische Szenen.

Drei Tote kostete Sonntagabend ein Feuer in der Steam Works Sauna, die aber immer noch unter den Namen „Apollo Sauna“, beziehungsweise „Apollo-City-Sauna“ bekannt ist.

Der Sonntag gehört in der bekannten Berliner Schwulensauna neben dem Samstag als der am meisten frequentierte Tag.

Die Steamworks ist nur fünf Gehminuten zum Wittenbergplatz entfernt. Enstprechend ist die Sauna seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Berliner Schwulenszene.

Bis zu über 150 Gäste sollen sich Sonntags vor allem ab späterem Nachmittag in der bekannten Sauna in den unzähligen Kabinen, dem Spa-Bereich und an der Bar aufhalten.

Die meisten Gäste kommen aber nicht nur zum Saunieren, sondern vor allem um einen Sexpartner zu finden.

Und nun Tote durch einen Brand? Das soll es in den über 30 Jahren, wo es die Sauna nun in bester City-Lage gibt, noch nie gegeben haben.

Die ASG Apollo-Sauna GmbH (Geschäftsführer: Marcel Maskos) wirbt auf ihrer Homepage damit, wonach das Steam Works, ehemals ApolloSplashClub, „coolen Typen und heißen Jungs“ auf über 2000 Quadratmetern Spaß, Freude und Entspannung pur biete.

Doch seit Jahren werde die Sauna auch, berichtet ein Besucher, umgebaut. Bestimmte Saunagebiete seien deshalb immer wieder als Baustelle deklariert gewesen. Seit kurzem biete die Sauna zudem eine 24-Stunden-Rundumöffnung.

Den Gästen stehen nach Angaben der Sauna folgende Einrichtungen zur Verfügung:

„Barbereich, Trockensauna, Dampfsauna, Whirlpool, Relaxbereich, Cruising-Area, Darkroom Labyrinth, Foam Area, Luxus-Kabinen mit 1500 digitalen Videos, Solarium, Computerbereich mit Internet, Massagen von BODYKING classic und BODYKING splash.“

Doch trotz der relativ guten Ausstattung, welche auch Hetero-Sexvideos umfasst, hat es nun drei Tote durch einen Brand gegeben. Ob es ein Terroranschlag war, beispielsweise durch einen islamischen Schwulenhasser, oder ob der Brand durch ein unsachgemäßes Verhalten von einem Besucher ausgelöst wurde, ist nicht klar.

Als mögliche, aber eher unwahrscheinliche Ursache, werden zudem mögliche technische Probleme genannt.

Fakt ist aber: Die Sauna habe, erzählt uns der Stammgast, in den Kabinen kaum brennbares Material:

Die Matratzen, welche für Sexkontakte und zum Ausruhen gedacht sind, seien aus einer Weichplastikschicht. Brennbar seien allenfalls die Laken, welche aus hygienischen Gründen für jeden Gast neu aufgezogen würden.

Terroranschlag oder normale Brandursache? Diese Fragen stellen sich derzeit nicht nur Polizei und Politik, sondern vor allem Homosexuelle in Berlin und weltweit.

In Berlin gibt es nur zwei große in der globalen Homosexuellenszene weltberühmte Schwulensaunen: Den schicken und modernen Boiler am Mehringdamm und eben die in der Schwulenszene immer noch als Apollosauna bekannte Berliner Einrichtung, dem Steam Works, wo nun der Brand ausgebrochen ist.

Sowohl im Boiler wie in der Apollo, beziehungsweise dem Steam Works, gibt es am Eingang, teils auch in den Umkleidekabinen, Kameras. Sie sollen Gäste und Besucher überwachen. Beide Saunen sind international frequentiert, die ehemalige Apollo seit Jahrzehnten.

Während die Boiler Sauna über drei Etagen geht und sogar ein kleines Restaurant mit Terrasse bietet, gilt die Steam Works-Sauna, beziehungsweise Apollo, eher als eine Sauna Zweiter Klasse, beziehungsweise als die Sauna für derbere und ungezügeltere Sexkontakte, erzählt uns der Stammgast.

In beiden Saunen sei es aber, trotz der Tatsache dass überall Kondome herumliegen sollen, längst Alltagspraxis, dass unsafer Sex praktiziert werde. Die neuen einfach anmutenden Eintabletten-Therapien scheinen dem Vorschub zu leisten.

Denn mit nur noch einer Tablette am Tag kann ein HIV-Infizierter die Virenlast sogar unter die Nachweisgrenze drücken und ist theoretisch nicht mehr ansteckbar, könnte sogar gefahrenlos Kinder zeugen. Weder über Blut, noch über Sperma ist HIV bei ordnungsgemäßer Einnahme dann übertragbar.

Doch nicht nur die neuen hoch effizienten Therapien verführen immer mehr Schwule zu unsafem Sex. Hinzu kommen die weit verbreiteten Chems, also Drogen.

Beides zusammen verführt vor allem unzählige junge Schwule zwischen 18 und 35 zu unsafem Verhalten. Vor allem unter Drogeneinfluss glauben sie, das Virus könne ihnen schon nichts anhaben und sie könnten übers Wasser laufen. Doch nach wie vor gilt: Ein einziger unsafer Sexkontakt genügt für eine HIV-Übertragung.

Saunen wie der Boiler und noch mehr die ehemalige Apollo, dürften Hotspots für HIV-Übertragungen in Berlin sein – neben sonstigen einschlägigen unter Schwulen beliebten Sex-Läden.

Beim Drogenkonsum in Berliner Schwulensaunen gelte dabei das Kiffen noch als harmlos, erzählt uns der Steam Works-Stammgast.

So mancher Besucher würde bei Chempartys das umstritten G konsumieren. Es könnte angeblich beim Tod von George Michael eine Rolle gespielt haben, wird behauptet. Hinzu kämen Crystal Meth („Tina“) oder Kokain, was auch in Schwulensaunen der eine oder andere Besucher gerne mal zu sich nehme.

Zwar würde der überwiegende Teil der Schwulensaunen-Besucher auch in Berlin, erzählt uns der Steam Works-Stammgast, keine Drogen nehmen. Doch gebe es eben immer wieder trotz Drogenverbots in der Sauna, Hartnäckige, die sich nicht daran hielten.

Das sei aber auch für die Betreiber nur sehr schwer bis gar nicht überprüfbar. Dies gelte vor allem deshalb, da die Einzelkabinen als Ruheräume, beziehungsweise eben Sexräume, verschließbar seien.

Eine Rolle bei dem Brand könnte aber auch gespielt haben, dass zunehmend Saunabesucher in der Sauna auch im Kellergeschoss – dem Hotspot der Sauna – rauchen sollen. Und das, wo es im oberen Geschoss, welches auf Erdgeschoss-Höhe ist, einen abgetrennten Raucherbereich gebe.

Vor allem arabische Besucher, die sich nicht selten, wie deutsche Escorts auch, in der Sauna prostituierten, täten sich oft schwer, mit dem Rauchen in Nicht-Raucherzonen aufzuhören.

Allerdings gebe es, erzählt uns der Steam Works-Stammgast außerdem, ebenso im ausgebauten großflächigen Kellergeschoss der Sauna in den Einzelkabinen Aschenbecher „ohne Ende“. Dies bedeute: Faktisch könne in der Sauna fast überall geraucht werden.

Ein Homosexueller aus Neukölln, der einen Terroranschlag in der ehemaligen Apollo Sauna nicht ausschließt, erzählte uns: Seitdem Tausende Flüchtlinge aus islamisch geprägten Gesellschaften in Berlin Asyl suchten, steige der offene Hass auf Schwule in der Stadt deutlich. Dies sehe er Tag für Tag:

„Ich merke das schon in der U-Bahn, wie mich solche Typen abschätzig anschauen und ganz offen und ungeniert über mich Witze machen. Die nächste Stufe ist dann das Messer, welches solche unzivilisierten Flüchtlinge in uns Schwule schieben.“

Neben den drei Toten in der ehemaligen Apollosauna sollen zahlreiche Männer zum Teil mit schweren Rauchervergiftungen aus der Sauna an der Kurfürstenstraße geborgen worden sein. Einen Terroranschlag jetzt schon auszuschließen, wäre sicherlich naiv.

Zumal die Sauna sich nur einen Katzensprung von der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Berliner Europaplatz entfernt befindet. Also dort, wo vor zwei Monaten auf dem Weihnachtsmarkt ein islamischer Terrorist aus Tunesien mit einem Lkw-Anschlag 12 Menschen ermordete.

Seinen Anfang soll der Brand Sonntagabend um 22.30 Uhr genommen haben. 80 Feuerwehrleute und die Polizei sollen mit 30 Einsatzwägen, darunter Notarztwägen, vor Ort gewesen sein. Der Einsatz dauere Montagfrüh gegen 10 Uhr noch an, berichtet uns ein Zeuge. Er hatte sich zum Zeitpunkt des Brandes in der Sauna befunden.

Insgesamt sollen sich zum Zeit des Brandausbruchs noch rund 30 Personen in der Sauna aufgehalten haben. Ein Zeuge schrieb uns Montagefrüh um 9.30 Uhr:

„Ja, das Feuer verbreitete sich sehr schnell. Wir haben es nicht mehr geschafft, die Kabinentüren einzutreten. Jetzt stehe ich mit einem Handtuch bekleidet auf der Straße. Sachen, Schlüssel, Geld verbrannt. Mein Mann verreist. Ich komme weder in die Wohnung, noch in den Laden. Ich werde gleich erst nochmal mit der Polizei sprechen“.

Wie steht es um die Sicherheit in Schwulenläden angesicht einer Terrorgefahr durch islamische Fanatiker?

Eine Frage stellt sich nun aber auch: Wie ist es überhaupt um die Sicherheit von Berlins Schwulenläden bestellt? Dies betrifft vor allem Einrichtungen, welche in Kellerräumen über teils Dutzende Sexkabinen oder großzügige Darkrooms für Sexanbahnungen verfügen.

Also wie im Falle der Saunen Boiler oder Steam Works in Berlin, aber auch im Falle der berühmten Connection-Disco, ebenfalls in Berlin. Gibt es genügend Rauchmelder? Gibt es Sprinkleranlagen? Gibt es ausreichend Notausgänge und Notrufknöpfe?

Denn eines dürfte klar sein: Ein Anschlag auf die Berliner Schwulenszene ist, egal was nun die Untersuchungen im Falle der Steam Works-Sauna bringen, nicht eine Frage des ob, sondern eher eine Frage des wann.

Bleibe zu hoffen, meint ein bekannter Berliner Politiker, „dass sich die Szene und die  Behörden, in deren Aufsichtsgebiet diese Läden liegen, darauf vorbereiten“. Im Antiterror-Kampf müssten Szenetreff-Punkte für Homosexuelle mit Prio Eins in der Sicherheitspolitik behandelt werden.

Schwule und Schwulenläden seien in Städten wie Berlin, aber auch in Köln, München oder Hamburg, neben jüdischen Mitbürgern oder prominenten Politikern, die am meisten durch gezielte islamisch-fanatische Terrorangriffe gefährdete Gruppe. Grund:

Homosexuell oder bisexuell Orientierte ließen sich bereits im Vorfeld sehr einfach einkreisen und ausspionieren. Deren gastronomischen oder sonstigen Vergnügungs-Einrichtungen dienten als perfekte Folie für Hasser des westlichen offeneren Lebensstils. Wie viele Schwule es in Berlin gibt, ist nicht bekannt. Schätzungen gehen aber von über 100.000 Bürgern aus.



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