Skip to main content
Dienstag, 27. Oktober 2020

USA setzen Massenvernichtungswaffe GBU-43/B-Bombe und keine ‘Mutter aller Bomben‘ in Afghanistan ein

Westliche Massenmedien schildern Kriege des Westens immer noch gerne so, als sei es ein Spiel. Aktuelles Beispiel ist die unsägliche Umschreibung einer Massenvernichtungswaffe als "Mutter". (Bild: pixabay.com | CC0 Public Domain)

Zwar schreiben weltweit Massenmedien, selbst angeblich seriöse Zeitungen wie die Süddeutsche Zeitung, die von den USA derzeit eingesetzte Bombe „GBU-43 / B Massive Ordnance Air Blast Bombe“ (MOAB) sei angeblich die „Mutter aller Bomben“. Doch das ist falsch und beruht auf einer verzerrenden Darstellung einer Nachrichtenagentur.

Grund: Die Mutter von Waffen müsste am Anfang der betroffenen Waffengattung stehen, was die „GBU-43“ definitiv nicht ist. Sie ist nicht die Mutter aller Waffen, sondern in ihren Auswirkungen eine Bombe, die fast so zerstörerisch ist wie eine kleine Atombombe. Es ist also eine Massenvernichtungswaffe, auch wenn der Westen penibel darauf Wert legt, das natürlich von sich zu weisen.

Der Unterschied einer Atombombe zu einer GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast (MOAB) ist der: Man kann nach dem Einsatz einer GBU-43/B-Bombe in dem betroffenen Gebiet wieder leben – theoretisch zumindest. Denn viel bleibt von dem Gebiet nach dem Abwurf nicht übrig als wüstes zerstäubtes und zertrümmertes Brachland.

Die GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast (MOAB) wurde erstmal öffentlich bekannt 2003, beziehungsweise 2001 im Krieg der USA gegen militärische verbliebene Einheiten des von den USA aus dem Amt gebombten und dann liquidierten irakischen Staatschefs Saddam Hussein eingesetzt.

Im Zentrum des Einsatzes der GBU-43/B stand aber der Kampf gegen die islamische Terrororganisation Al Quaida, gewissermaßen der Vorgänger des heutigen ISIS, kurz IS. Die neue bombe war die amerikanische Antwort auf den verheerenden Terroranschlag 9/11. Bekannt wurde damals das Einsatzgebiet Tora Bora in Afghanistans Bergen runter zu Pakistan.

Der Terroranschlag 9/11 Er war von Al Quaida-Fürst Osama bin Laden koordiniert worden und kostete über 3000 Amerikaner im World Trade Center in New York City das Leben.

Was macht aber die neun Meter lange Bombe GBU-43/B so gefährlich? Sie bildet, ähnlich wie eine Atombombe, nach Abwurf einen Pilz über dem Gebiet, wo sie zum Einsatz kam. So gewaltig ist ihre Aufschlagskraft. Sie dringt tief in Höhlen und Berge ein und kann in einem Umfeld von Hunderten Metern Leben zerstören. Es ist müßig darüber zu spekulieren, ob nun Chemische Waffen gefährlicher sind, oder eine solche Bombe.

Chemische Waffen können unter anderem deshalb so schrecklich sein, da sie lebenslange Verstümmelungen bei deutlich mehr Menschen hinterlassen, als wenn eine GBU-43/B zum Einsatz kommt. Eine abgeworfene und gezündete Monsterbombe wie die GBU-43/B zerstört einfach alles. Das Leben wird komplett ausgelöscht.

Würde eine solche Bombe vom syrischen Machthaber Bashar al-Ásad eingesetzt, gäbe es wohl einen noch größeren von den USA und dem sonstigen Westen angeführten Aufschrei, als wenn Chemische Waffen eingesetzt würden.

Wobei Assad nun in einem Interview den angeblichen Einsatz von Chemischen Waffen in Syrien als 100-prozentige Erfindung des Westens bezeichnete.

US-Präsident Trump konnte offensichtlich, wie so viele US-Präsidenten vor ihm, nicht vor der Verlockung zurückschrecken, mit schlimmsten Massenvernichtungswaffen, wie der nun bekannt gewordenen GBU-43/B, Krieg zu führen.

Dabei gehört es wieder einmal zu den faszinierenden Umständen, dass die westlich dominierte Geschichtsschreibung den USA fast einen Freibrief gibt selbst für die so schreckliche GBU-43/B -Bombe.

Dass westliche Journalisten dabei überhaupt sich getrauen, ein Wort wie „Mutter“ für eine Massenvernichtungsbombe in den Mund zu nehmen, ist an Peinlichkeit und Staatshörigkeit nicht mehr zu überbieten.

Jeder Journalist sollte wissen, dass „Mutter“ immer positiv belegt ist. Deshalb sind solche Formulierungen für eine Bombe absolut unangebracht und eine Katastrophe. Eine Waffe wie die GBU-43/B gehört längst international verboten. Wird sie aber nicht, da sie eben die Kriegsnation USA einsetzt, welche immer noch von dem Mythos lebt, sie wäre der große Befreier im Zweiten Weltkrieg gewesen.

Das waren die USA zwar auch, doch gleichzeitig nutzten sie dies, um ihre weltweit militärisch-aggressive Dominanz auszubauen und Europa für bald 100 Jahre in den Windschatten zu stellen.

Mit der GBU-43/B werden derzeit Menschenleben, angeblich Terroristen, in der afghanischen Provinz Nangarhar, in der Nähe zur pakistanischen Grenze, ausgelöscht.

Die Bombe ist schlimmer als 11 Tonnen gezündetes Dynamit (TNT). Die Sprengkraft hat eine Druckwelle von mehr als einer Meile. Damit ist sie eine der stärksten Massenvernichtungswaffen, welche es gibt.

Es gehört ebenso zur großartigen Kunst der USA und dem sonstigen dämlich hinterherschleimenden Westen, dass man eine solch zerstörerische Waffe allen Ernstes auch noch als „unkonventionelle Waffe“ umschreibt. Und dass diese Kriegspropaganda angebliche Qualitätsmedien und angebliche Qualitätsjournalisten einfach so aus dem politischen PR-Sprachgebrauch übernehmen.

Eine Waffe ist nicht verharmlosend nur „unkonventionell“, wenn sie 9 Meter lang ist und 103 Zentimeter dick, also ein Meter. Das ist nicht unkonventionell, sondern monströs, bösartig, zerstörerisch, teuflisch. Eine Massenvernichtungswaffe eben.

In der Bombe werde, heißt es, ebenso der Sprengstoff H6 verbaut, welcher in Australien verwendet werde, um mit Torpedos Unterwasserkrieg führen zu können.

Die MOAB-Bombe ist, wie viele Waffen heute, mit einem GPS-System ausgestattet, um auf bis zu drei Meter genau sein Ziel treffen zu können. Die amerikanischen Militärs schmeißen die Bomben von Hercules C-130-Flugzeugen ab.

Angesichts der massiven Zerstörungsmacht der MOAB-Bombe sind Kommentare der US-Kriegsführung, man versuche, so weit als möglich zivile Opfer zu vermeiden, geradezu lächerlich.

Zivile und unschuldige Opfer können Massenvernichtungswaffen wie die „GBU-43 / B Massive Ordnance Air Blast Bombe“ (MOAB) niemals vermeiden.

Noch im Wahlkampf hatte Donald Trump 2016 erklärt, wie schrecklich er Kriegführen finde. Und nun scheint er Spaß daran gefunden zu haben. Er scheint Blut geleckt zu haben.

Mal eine Feuersalve auf Syrien, selbst wenn die Untersuchungen der UNO zu den Ursachen des angeblichen Einsatzes von Chemischen Waffen noch laufen. Dann lässt er Zerstörer vor Nordkorea auflaufen. Und seit Wochen wird der Süden Afghanistans ins Bombenvisier der USA genommen.

Wenn am Ende eine bessere Welt stünde, könnte man ja noch versuchen, dies irgendwie positiv zu finden.

Doch die USA haben mit ihren Kriegen in den vergangenen 15 Jahren nur noch mehr Unheil über die Welt gebracht. Wir leben nicht sicherer, sondern unsicherer. Millionen Menschen sind seitdem auch in Europa auf der Flucht.

Aus dem Umfeld der US-Armee verlautet, man werde so lange mit der GBU-43 / B-Waffe kämpfen, bis der Islamische Staat, eine auch unter Muslimen als fanatisch eingeschätzte Terrororganisation, zerstört sei.

Nicht zu vergessen ist dabei jedoch: ISIS ist in Syrien zentraler Bestandteil der vom Westen über Jahre finanzierten und aufgerüsteten angeblichen „Freien Syrischen Armee“.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Sonntag, 18. Oktober 2020

Covid 19

Wir sind an der Seite der Corona Shutdown Gegner – Freiheit größer als das Virus

Kommentar – Die Schweizer sind nicht gerade für Rambazamba bekannt. Viele leben in ihrem lokalen Wohlstand. Die Altersvorsorge klappt mit dem Dreisäulenprinzip besser als in Deutschland und vielen anderen EU-Staaten. Das Arbeitslosengeld ist in der Schweiz erheblich höher – maximal 400 Franken brutto pro Tag und bis zu maximal 21,7 Arbeitstage-Geldern pro Monat. Doch ein drohender zweiter Lockdown wegen Corona […]

Dienstag, 13. Oktober 2020

"Menschliche Tiere"-Aktion

Autobahn A3: Umweltaktivisten-Terror um „Wald statt Asphalt“ verursacht fast tödlichen Unfall

Kommentar – Unter dem angeblichen Einsatz für die Umwelt besetzen sogenannte Umweltaktivisten in Europa Parlamente, Banken, blockieren illegal Straßen und jetzt haben linksradikale selbsternannte „Umweltaktivisten“ in Deutschland auch noch fast ein Menschenleben auf dem Gewissen. Zumindest schaut es derzeit nach Medienberichten danach aus. So hatten Anarchisten, die glauben, für sie gelte offensichtlich das Recht nicht, sich irrerweise von einer Autobahnbrücke […]

Donnerstag, 24. September 2020

Diktaturen

Bahrain lässt Jugendliche nach acht Jahren Haft frei

Auch wenn viele einen Friedensvertrag zwischen Israel und Bahrain feiern, eingetütet durch U.S.-Präsident Donald Trump, so bleibt doch festzuhalten: Bahrain ist ein diktatorisches Regime. Das zeigt sich einmal mehr an einer Meldung von Amnesty International Deutschland (AI). So teilte Amnesty mit: Am 23 Mai 2020 sei Ebrahim Ahmed Radi al-Moqudad (15 Jahre bei der Festnahme im Jahr 2012; heute also […]

Samstag, 01. August 2020

Anti-Korruptions Demonstrationen

Amnesty International fordert Palästinensische Aktivisten müssen von Behörden in Ramallah freigelassen werden.

Am 19. Juli 2020 nahmen die im Westjordanland stationierten palästinensischen Streitkräfte in der Stadt Ramallah 19 Aktivisten fest, die friedlich gegen die Korruption im Land protestierten. Dies teilte nun Amnesty International Deutschland mit und schreibt: „Während drei von ihnen wieder freigelassen wurden, wurden 16 angeklagt, zehn von ihnen befinden sich weiterhin in Haft“. Alle zehn Palästinenser sind aus Protest gegen […]

Montag, 30. März 2020

Vom Wahnsinn & Co

Gewinner Coronakrise: Ganz klar China, der Westen durchgeht Katharsis

Kommentar – Die Corona-Krise im Westen wird wahrscheinlich Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz kosten und Zehntausende, wenn nicht Hunderttausende Unternehmen, darunter viele Einzelunternehmen, Mittelständler oder Konzerne in den Konkurs treiben. Doch es gibt auch Gewinner der Krise: Käufer billiger Aktien und billiger Bitcoins beispielsweise oder Besitzer von Immobilien, welche die Nerven behalten. Ein großer Gewinner dürfte ebenso China sein, möglicherweise zudem […]

Samstag, 14. März 2020

Argentinien nimmt deutsche Urlauber in Zwangs Quarantäne wegen Corona Virus | Einreiseverbot für Deutsche in Bolivien

So hatte sich ein Berliner seinen 14-tätigen Urlaub in Argentinien nicht vorgestellt: Als er vor zwei Tagen von Argentinien nach Deutschland zurückfliegen wollte, hatte er erfahren, dass seine Airline kurzfristig den Flug gestrichen hatte. Doch nicht nur das. In einer Mail an Freunde schreibt er am Freitag den 13. März: So sei sein Rückflug von Argentinien nach Deutschland kurzfristig gestrichen […]

Du kannst das Setzen nicht funktionaler Cookies hiermit unterbinden. Hier klicken um dich auszutragen.
Translate »