Skip to main content
Donnerstag, 16. Januar 2020

Mindestens 2000 Schwerverletzte und Krüppel

Caroline's water broke at 4:30 in the afternoon and at 3:43 am my son Nico Giovanni Doiy was born weighing in at 6 pounds 6 ounces, 20 inches long with one set of very healthy lungs. Photo by Jason Doiy

Der Bürgerkrieg in Libyen, angeheizt durch Tausende Luftangriffe des westlichen Kriegsbündnisses NATO, forderte nicht nur bis zu 50.000 Tote, sondern auch Tausende Verletzte, darunter mindestens 2000 Schwerverletzte, die wohl ihr Leben lang nie wieder gesund werden und Krüppel bleiben.

Einige Hundert, wenn nicht Tausende der Verletzten, dürfte die NATO, die auch von Deutschland finanziert wird, auf ihrem Gewissen haben. Sie hatte die schlimmsten Bombenangriffe seit Ende des Zweiten Weltkrieges auf den einstigen souveränen Staat Libyen geflogen. Federführend waren – mal wieder – Großbritannien, Frankreich und die USA. Frankreich und Großbritannien haben jahrhundertelange Erfahrung in der Kriegsführung – waren sie doch die brutalsten Kolonialmächte, auch in Afrika, die die Welt jemals gesehen hat.

Die beiden europäischen Nationen hatten den Krieg gegen Libyen maßgeblich vor einem halben Jahr vor der UNO initiiert. Ihr Argument lautete: Sie würden lediglich eine Luftverbotszone zum Schutze der Zivilisten einrichten, um Gaddafi-Truppen davon abzuhalten, gegen Zivilisten vorzugehen. Dass es sich dabei um eine dreiste Lüge gegen die Weltöffentlichkeit handelte, sollten die Menschen bereits wenige Tage nach den ersten NATO-Massenbombardements merken.

Hunderte Schwerverletzte siechen dahin

Während Hunderte schwerverletzte Anhänger des von der NATO gestürzten ehemaligen libyschen Staatschefs Muhammad al Gaddafi, in Libyen oftmals in Gefangenschaft dahinsiechen, hilft zwar Deutschland – aber nur den schwerverletzten pro-westlichen libyschen Kämpfern. Sie haben vor zwei Monaten Gaddafi mit Hilfe der NATO aus der Hauptstadt Tripolis vertrieben.

Jeder Mensch ist nach dem deutschen Grundgesetzt gleich, heißt es gerne in der deutschen Politik. Das scheint aber nicht für Schwerverletzte zu gelten. Denn verletzte Gaddafi-Kämpfer lässt nach diversen Medienberichten die deutsche Bundesregierung dahinsiechen – in Libyen. Damit zeigt die deutsche Bundesregierung aus CDU und FDP einmal mehr, wie menschenverachtend einseitig ihre Politik sein kann. Und die einstige Pazifistenpartei Deutschlands – die GRÜNEN? Sie schweigen. Auch das ist einer der Gründe, warum immer mehr Menschen die PIRATEN wählen.  Sie empfinden die deutsche Bundespolitik als moralisch verwerflich, nicht mehr glaubhaft.

Derweil sind in Hamburg fünf libysche Patienten zwischen 23 und 30 Jahren für medizinische Behandlungen eingetroffen. Ein 29-Jähriger habe schwere Hirnverletzungen, heißt es. Der Zustand der vier anderen Patienten sei „relativ stabil“. Bislang ist von ungefähr 40 Menschen die Rede, die mit Hilfe der deutschen Bundeswehr über den Nachbarstaat Tunesien nach Deutschland geflogen werden sollen. Das teilte das Auswärtige Amt mit.



Kommentare (1)


Bundeswehr fliegt Kriegsopfer aus Libyen nach Deutschland 18. Oktober 2011 um 17:20

[…] Bundesländer planen eigene Steuerreform Emotionen: 55* In Blogs gefunden: NATO LibyenAngriffe: Mindestens 2000 Schwerverletzte und Der Zustand der vier anderen Patienten sei relativ stabil Bislang ist von ungefähr 40 Menschen […]

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Samstag, 28. Dezember 2019

Italien, Mailand:

Organisierte Rip Deal Kriminalität stiehlt österreichischem Makler 23.000 Euro

Ein österreichischer Immobilienmakler einer bekannten internationalen Maklerkette wurde im Frühjahr 2019 Opfer eines Immobilien Rip Deals. Das schrieb er uns nun, sichtlich immer noch unter Schock. Im Rahmen des Finanzbetrugs wurde er in einem Kaffee in Mailand von den Gangstern um 23.000 Euro in bar betrogen. Der Rip Deal wurde im Rahmen der Organisierten Kriminalität mal wieder über die Niederlande […]

Samstag, 28. Dezember 2019

Gegen US-Strafverfolgung

Brief an Journalist Julian Assange von NoWar2019

Die vierte Jahreskonferenz der NGO-Organisation «World BEYOND War» (worldbeyondwar.org), hat bereits am 4. und 5. Oktober 2019 in Limerick, Irland, einen Brief verfasst, welcher die US-Strafverfolgung des Journalisten und Verlegers Julian Assange massiv kritisiert. Wir haben diesen Brief aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und geben ihn euch hier zur Kenntnis: „Wir sind Ihnen dankbar für die Arbeit, die Sie […]

Freitag, 11. Oktober 2019

Menschenrechte

Kasachstan lässt Serikzhan Bilasham frei: Er darf China aber nicht mehr kritisieren

Egal ob in entlegensten Ortschaften in Afrika oder eben im russischen Nachbarland Kasachstan: China ist überall und macht überall Geschäfte. Das hat nun auch Serikzhan Bilasham zu spüren gekommen. Er war verhaftet worden, da er öffentlich zu laut in Kasachstan die mangelnden Menschenrechte in China anprangerte. Fünf lange Monate hielt man den Menschenrechtler per «Hausarrest» in einem anonymen Haus im […]

Samstag, 28. September 2019

US-Politik pervers

Joe Bidens Sohn kassierte 45.000 Euro monatlich in Ukraine und Trump soll Amtsenthoben werden

Welcher Normalsterbliche schafft es in seinem Leben auf einen Monatslohn von rund 45.000 Euro, was umgerechnet 540.000 Euro in einem Jahr wäre? So viel Geld wird oft nicht einmal an deutsche Geschäftsführer bezahlt. Die Chefs von Unternehmen mit über 2000 Mitarbeitern bekommen hierzulande häufig Gehälter zwischen 300.000 und 350.000 Euro im Jahr – maximal. Doch ausgerechnet der Sohn des demokratischen […]

Freitag, 06. September 2019

Vertreiber

Diktator Robert Mugabe, Schlächter der Weißen, ist in Simbabwe mit 95 gestorben

Simbabwes Diktator, Robert Mugabe, ist tot. Er starb mit 95 Jahren in seinem Heimatland. Er galt für viele Schwarze als Ikone des Freiheitskampfes. So war er einer von Hunderttausenden, die vor allem in den 1970er Jahren für die Unabhängigkeit Simbabwes von der brutalen Kolonialmacht Großbritannien kämpften. Erst 1980 konnte das Ziel erreicht werden und Simbabwe erlangte seine Unabhängigkeit. Simbabwe liegt […]

Samstag, 03. August 2019

Peking

Chinas Ex Premier Li Peng mit 91 gestorben – er ließ 1989 den Aufstand auf dem Tian’anmen-Platz niederschlagen

Er war über viele Jahre das Gesicht Chinas in der Welt: Premierminister Li Peng. Jetzt starb er auf Grund einer Krankheit mit 91 Jahren in Peking. Das schreibt die auch an deutschen Flughäfen kostenlos ausliegende englischsprachige China Daily Tageszeitung. Li Peng sei bereits am 22. Juli 2019 um 11.11 Uhr verstorben. Er sei, heißt es in klassischer kommunistisch sozialistischer Staatssprache, […]