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Montag, 25. Juni 2018

Mindestens 2000 Schwerverletzte und Krüppel

Caroline's water broke at 4:30 in the afternoon and at 3:43 am my son Nico Giovanni Doiy was born weighing in at 6 pounds 6 ounces, 20 inches long with one set of very healthy lungs. Photo by Jason Doiy

Der Bürgerkrieg in Libyen, angeheizt durch Tausende Luftangriffe des westlichen Kriegsbündnisses NATO, forderte nicht nur bis zu 50.000 Tote, sondern auch Tausende Verletzte, darunter mindestens 2000 Schwerverletzte, die wohl ihr Leben lang nie wieder gesund werden und Krüppel bleiben.

Einige Hundert, wenn nicht Tausende der Verletzten, dürfte die NATO, die auch von Deutschland finanziert wird, auf ihrem Gewissen haben. Sie hatte die schlimmsten Bombenangriffe seit Ende des Zweiten Weltkrieges auf den einstigen souveränen Staat Libyen geflogen. Federführend waren – mal wieder – Großbritannien, Frankreich und die USA. Frankreich und Großbritannien haben jahrhundertelange Erfahrung in der Kriegsführung – waren sie doch die brutalsten Kolonialmächte, auch in Afrika, die die Welt jemals gesehen hat.

Die beiden europäischen Nationen hatten den Krieg gegen Libyen maßgeblich vor einem halben Jahr vor der UNO initiiert. Ihr Argument lautete: Sie würden lediglich eine Luftverbotszone zum Schutze der Zivilisten einrichten, um Gaddafi-Truppen davon abzuhalten, gegen Zivilisten vorzugehen. Dass es sich dabei um eine dreiste Lüge gegen die Weltöffentlichkeit handelte, sollten die Menschen bereits wenige Tage nach den ersten NATO-Massenbombardements merken.

Hunderte Schwerverletzte siechen dahin

Während Hunderte schwerverletzte Anhänger des von der NATO gestürzten ehemaligen libyschen Staatschefs Muhammad al Gaddafi, in Libyen oftmals in Gefangenschaft dahinsiechen, hilft zwar Deutschland – aber nur den schwerverletzten pro-westlichen libyschen Kämpfern. Sie haben vor zwei Monaten Gaddafi mit Hilfe der NATO aus der Hauptstadt Tripolis vertrieben.

Jeder Mensch ist nach dem deutschen Grundgesetzt gleich, heißt es gerne in der deutschen Politik. Das scheint aber nicht für Schwerverletzte zu gelten. Denn verletzte Gaddafi-Kämpfer lässt nach diversen Medienberichten die deutsche Bundesregierung dahinsiechen – in Libyen. Damit zeigt die deutsche Bundesregierung aus CDU und FDP einmal mehr, wie menschenverachtend einseitig ihre Politik sein kann. Und die einstige Pazifistenpartei Deutschlands – die GRÜNEN? Sie schweigen. Auch das ist einer der Gründe, warum immer mehr Menschen die PIRATEN wählen.  Sie empfinden die deutsche Bundespolitik als moralisch verwerflich, nicht mehr glaubhaft.

Derweil sind in Hamburg fünf libysche Patienten zwischen 23 und 30 Jahren für medizinische Behandlungen eingetroffen. Ein 29-Jähriger habe schwere Hirnverletzungen, heißt es. Der Zustand der vier anderen Patienten sei „relativ stabil“. Bislang ist von ungefähr 40 Menschen die Rede, die mit Hilfe der deutschen Bundeswehr über den Nachbarstaat Tunesien nach Deutschland geflogen werden sollen. Das teilte das Auswärtige Amt mit.



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Kommentare (1)


Bundeswehr fliegt Kriegsopfer aus Libyen nach Deutschland 18. Oktober 2011 um 17:20

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