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Freitag, 19. Oktober 2018

„Mörder-Hirn“ jetzt von Forschern entdeckt

Gehirne von Mördern und anderen Verbrechern würden häufig auffällige Ähnlichkeiten aufweisen. Das berichtet jetzt bild.de unter Bezug auf das Magazin „P.M.“ Die Erkenntnis: Normalerweise seien die beiden Hälften des menschlichen Gehirns im Zentrum des Kopfes getrennt.

Es gäbe jedoch auch seltene Fälle, in denen es eine Fehlentwicklung gebe. Hier seien beide Hälften zusammengewachsen. Eine solche Fehlentwicklung würde schon in den frühesten Lebensmonaten auftreten. Nun wollen die Forscher herausgefunden haben, dass solche Menschen besonders überdurchschnittlich häufig Verbrechen, auch Mord, begingen. Sie seien auffällig asozial und psychopathisch in ihrem Verhalten.

So kommt denn auch der amerikanische Psychologe Adrian Raine vom Kriminologischen Institut der University Pennsylvania zu der Meinung: „Die Saat der Sünde wird bereits früh im Leben ausgebracht.“

Das sehen jedoch viele Wissenschaftler auch anders. So etwa der Kognitionsforscher Stephan Schleim von der Universität Groningen. Er sagt: „Es gibt keinen Eins-zu-eins-Zusammenhang zwischen einer Region im Gehirn und einem bestimmten psychologischen Prozess.“ Vielmehr ist sich die Wissenschaft einig, dass in der Regel auch das soziale Umfeld und früheste Erlebnisse einen erheblichen Einfluss auf späteres Verhalten haben.

Auf der anderen Seite fragt man sich: Was ist mit all den Soldaten, die im Krieg auch morden, manchmal morden müssen? Es ist kaum zu glauben, dass deren Gehirn wesentlich anders aussieht, als das all der anderen Menschen.



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