Skip to main content
Samstag, 22. September 2018

Strauss-Kahn mit schweren Sexfallen Vorwürfen gegen Sarkozy-Lager

Dass Nicolaz Sarkozy, der französische Präsident, nicht unbedingt für das steht, was man unter politischer Integrität, moralischem Anstand, versteht, darüber gibt es zahlreiche Belege. Nun attackiert auch der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds, IWF, Dominique Strauss-Kahn, Sarkozy scharf.

Er wiederholte rechtzeitig zur Präsidentenwahl in Frankreich seinen Vorwurf, das Regierungslager um Sarkozy habe ihm vergangenes Jahr im New Yorker Hotel Sofitel eine Sexfalle gestellt, um ihn als Präsidentschaftskandidat in diesem Jahr aus dem Weg zu räumen.

Auch wenn Strauss-Kahn sicherlich in diesem Leben nicht mehr als Mönch in die Geschichtsbücher eingehen wird. Man kann sich nicht dagegen wehren, seinen Vorwürfen gegen den derzeitigen Präsidenten Nicolaz Sarkozy zumindest Gehör zu schenken: Strauss-Kahns Sicht der Dinge klingen durchaus in vielen Punkten plausibel. Dieses umso mehr, als dass die Putzfrau im Sofitel Hotel sogar von der US-Justiz schließlich als nicht glaubhaft dargestellt wurde und Strauss-Kahn wieder frei kam. Die Putzfrau hatte über ein Telefonat mit einem Kriminellen über höhere Summen gesprochen, die sie aus Strauss-Kahns Verhaftung aus dessen Lager erpressen wolle.

Doch das, was die US-Justiz mit Strauss-Kahn im Mai 2011 veranstaltete, die Verhaftung eines der mächtigsten Männer der Welt im Flugzeug, seine Inhaftierung mit Mördern und Totschlägern in einem Hochsicherheitstrakt, seine öffentliche Demütigung, seine öffentliche Hinrichtung durch die US-Justiz – sie hat Dominique Strauss-Kahn politisch wie persönlich komplett gerichtet. Es gibt nur einen, dem das gefallen konnte: Dem amtierenden Präsidenten Nicolaz Sarkozy.

Denn bis zu Strauss-Kahn spektakulärer Verhaftung im Mai 2011 galt Strauss-Kahn als ernstzunehmender Rivale um die in diesen Wochen durchgeführte Wahl des neuen französischen Präsidenten. Am Rande: Man wüsste zu gerne, was die USA gemacht hätten, wenn einer ihrer Präsidentschaftskandidaten ebenfalls öffentlich so von einer europäischen Justiz symbolisch wegen eines Verbrechens-Verdachtes hingerichtet worden wäre, wie es die USA mit Dominique Strauss-Kahn gemacht haben…



Kommentare (1)


Igor Soukharyev 29. April 2012 um 0:00

Ist jemand überrascht? Nur ein Fakt: der Kündigungsantrag wurde von DSK im Gefängnis gestellt, unter „deutlicher Bedrohung des Selbstmordes“. Und hätte er nicht unterschrieben, wäre „deutliche Bedrohung“ in Kraft getreten?

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Donnerstag, 12. April 2018

Razzia beim Trump-Anwalt: Wie das FBI in seiner Hexenjagd auf Trump den Rechtsstaat zerstört

Kommentar – Es ist schon unglaublich,wie fachlich unwissend, flach und teils sogar falsch Deutschlands, aber auch die sonstigen weltweiten Massenmedien, über die aktuelle Razza bei einem Rechtsanwalt des US-Präsidenten Donald Trump, bei Michael Cohen, berichten. Sie schwafeln davon, wonach die amerikanische Bundespolizei FBI wegen Trump eine Razzia bei seinem Anwalt gemacht habe. Ganz so, als ob die Razzia wegen Trump […]

Mittwoch, 03. Januar 2018

Wie viel Politik darf Polizei mit Anzeige gegen Beatrix von Storch machen?

Kommentar – Es klingt ja sensationslüstern: „Polizei zeigt AfD-Vize von Storch an – Anzeigen auch gegen Weidel“. Das schreiben derzeit Hunderte deutsche Massenmedien genüsslich. Darunter ist auch der öffentlich-rechtliche Rundfunksender MDR, welcher die genannte Schlagzeile exakt so in seinem gebührenfinanzierten Nachrichtenportal MDR.de veröffentlichte. Mit MDR.de macht der ostdeutsche Sender den Lokalmedien seit Jahren zunehmend Konkurrenz. Dabei profitiert der krawalligste deutsche […]

Sonntag, 24. Dezember 2017

Die Christian Lindner Sackgasse im Merkel-Reich

Kommentar – Christian Lindner, der FDP-Vorsitzende, kann gut aussehen. Wir denken nur an das ungewöhnliche Wahlplakat des Mannes, wie er in sich versunken im smarten Hemd nicht etwa den Wähler, seinen Auftraggeber anschaut, sondern gen Boden schweift. Sein Blick gleitet auf dem Wahlplakat, das von Stuttgart bis Berlin metergroß an diversen Wänden klebte, etwas narzisstisch gen Nirgendwo. Damals, kurz vor […]

Dienstag, 19. Dezember 2017

Sachsens Nazi-Panzer den man gegen Demonstranten einsetzen wollte am Pranger: Der Survivor R

Kommentar – Sachsen ist in vielerlei Hinsicht Deutschlands außergewöhnlichstes Bundesland wenn es im Produzieren von Negativmeldungen geht: Nirgends wurden Flüchtlinge so beschimpft, wie in Sachsen. [1, 2, 3] Zudem gründete sich in Sachsen eine Partei, welche auf Grund ihrer wenig weltoffenen und teils ins Fanatische abgleitenden völkischen Auffassung weltweit für Schlagzeilen sorgte: Pegida vom Pegida Förderverein e.V. in Dresden und Legida […]

Freitag, 10. November 2017

Saudi-Arabien gleitet in Terrorstaat ab unter Diktatoren-Sohn Mohammed bin Salman

Kommentar – Die ganze angebliche Anti-Korruptionswelle in Saudi-Arabien klingt zu gut, als dass wir sie glauben möchten. Deswegen möchten wir nicht dem geschickt inszenierten Saubermann-Image des herrschenden saudischen Diktators Salman bin Abdulaziz Al Saud, des 81-jährigen „König von Saudi-Arabien, Hüter der beiden Heiligen Moscheen“ folgen. Der Grund liegt auf der Hand: Schaut man sich die saudische Politik der vergangenen Jahre, […]

Samstag, 28. Oktober 2017

US-Großinquisitor Robert Mueller eröffnet wegen Russland-Kontakten erstes Strafverfahren

Kommentar – Es erinnert an die Verfolgung von Kommunisten in den USA in den 1950er Jahren: Jeder, der auch nur den Anschein erweckte, zum kommunistischen Regime in der Sowjetunion Kontakte zu haben, musste damit rechnen, seinen Job zu verlieren oder gar ein Strafverfahren an den Hals zu bekommen. Und im Mittelalter erledigte den Job des Oberstaatsanwalts der religiöse Großinquisitor. Wie […]