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Donnerstag, 22. August 2019

Strauss-Kahn mit schweren Sexfallen Vorwürfen gegen Sarkozy-Lager

Dass Nicolaz Sarkozy, der französische Präsident, nicht unbedingt für das steht, was man unter politischer Integrität, moralischem Anstand, versteht, darüber gibt es zahlreiche Belege. Nun attackiert auch der ehemalige Chef des Internationalen Währungsfonds, IWF, Dominique Strauss-Kahn, Sarkozy scharf.

Er wiederholte rechtzeitig zur Präsidentenwahl in Frankreich seinen Vorwurf, das Regierungslager um Sarkozy habe ihm vergangenes Jahr im New Yorker Hotel Sofitel eine Sexfalle gestellt, um ihn als Präsidentschaftskandidat in diesem Jahr aus dem Weg zu räumen.

Auch wenn Strauss-Kahn sicherlich in diesem Leben nicht mehr als Mönch in die Geschichtsbücher eingehen wird. Man kann sich nicht dagegen wehren, seinen Vorwürfen gegen den derzeitigen Präsidenten Nicolaz Sarkozy zumindest Gehör zu schenken: Strauss-Kahns Sicht der Dinge klingen durchaus in vielen Punkten plausibel. Dieses umso mehr, als dass die Putzfrau im Sofitel Hotel sogar von der US-Justiz schließlich als nicht glaubhaft dargestellt wurde und Strauss-Kahn wieder frei kam. Die Putzfrau hatte über ein Telefonat mit einem Kriminellen über höhere Summen gesprochen, die sie aus Strauss-Kahns Verhaftung aus dessen Lager erpressen wolle.

Doch das, was die US-Justiz mit Strauss-Kahn im Mai 2011 veranstaltete, die Verhaftung eines der mächtigsten Männer der Welt im Flugzeug, seine Inhaftierung mit Mördern und Totschlägern in einem Hochsicherheitstrakt, seine öffentliche Demütigung, seine öffentliche Hinrichtung durch die US-Justiz – sie hat Dominique Strauss-Kahn politisch wie persönlich komplett gerichtet. Es gibt nur einen, dem das gefallen konnte: Dem amtierenden Präsidenten Nicolaz Sarkozy.

Denn bis zu Strauss-Kahn spektakulärer Verhaftung im Mai 2011 galt Strauss-Kahn als ernstzunehmender Rivale um die in diesen Wochen durchgeführte Wahl des neuen französischen Präsidenten. Am Rande: Man wüsste zu gerne, was die USA gemacht hätten, wenn einer ihrer Präsidentschaftskandidaten ebenfalls öffentlich so von einer europäischen Justiz symbolisch wegen eines Verbrechens-Verdachtes hingerichtet worden wäre, wie es die USA mit Dominique Strauss-Kahn gemacht haben…



Kommentare (1)


Igor Soukharyev 29. April 2012 um 0:00

Ist jemand überrascht? Nur ein Fakt: der Kündigungsantrag wurde von DSK im Gefängnis gestellt, unter „deutlicher Bedrohung des Selbstmordes“. Und hätte er nicht unterschrieben, wäre „deutliche Bedrohung“ in Kraft getreten?

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