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Mittwoch, 19. September 2018

Ukraine widerspricht Merkel

Die ukrainische Regierung hat die Bitte der deutschen Bundesregierung zurückgewiesen, wonach der ehemaligen ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko in Deutschland eine medizinische Behandlung ermöglicht werden sollte.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel habe wohl, teilte die ukrainische Regierung mit, vergessen, dass sie Bundeskanzlerin von Deutschland und nicht von der Ukraine sei. Außerdem sei es rechtlich in der Ukraine nicht möglich, eine inhaftierte Person im Ausland medizinisch versorgen zu lassen.

Die Ukraine wird derzeit von deutschen Politikern stark kritisiert, da sie ganz offensichtlich mit der siebenjährigen Haftstrafe von Julia Timoschenko eine politisch missliebige Person aus dem Weg räumen wolle. Die Ukraine behauptet, Timoschenko habe der Ukraine nachteilige Gasliefer-Verträge mit Russland beschert und müsse dafür nun sieben Jahre lang im Gefängnis büßen – wie weitere Kabinettsmitglieder ihrer einstigen Regierung.

In Deutschland mehren sich die Stimmen, die einen Boykott gegen das ukrainische Regime mit Beginn der Fußball EM am 8. Juni fordern. Es dürfe und könne nicht sein, dass man anlässlich eines internationalen Sportereignisses dem Regime seine offensichtliche Unrechtspolitik und Willkürlichkeit im Umgang mit der einstigen ukrainischen Demokratie-Ikone einfach so durchgehen lasse. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte, wie zahlreiche andere deutsche Politiker, die Ukraine für die mangelnde medizinische Versorgung von Timoschenko, aber auch für das unverhältnis hohe Strafmaß, scharf attackiert.

Timoschenko leidet unter einem Bandscheibenvorfall und kann nicht mehr gehen. Sie weigert sich in der Ukraine medizinisch sich einer Behandlung zu unterziehen, da sie befürchtet, das Regime könne sie mit Krankheiten vorsätzlich infizieren. Ihre Tochter appellierte mit dramatischen Worten an Deutschland, ihrer Mutter zu helfen: „Wenn man ihr jetzt nicht hilft, stirbt sie“. Timoschenko befindet sich seit wenigen Tagen im Hungerstreik gegen das ukrainische Regime.



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