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Donnerstag, 26. November 2020

Irakische Armee kündigt weitere Militärschläge im Osten an

Krieg im Irak. Bild: pixabay.com | Creative Commons

Als im Jahr 2003 die USA militärisch im Irak einmarschierten, wurde das Land wie es im Zweiten Weltkrieg (WWII) 1945 mit Deutschland gemacht wurde, einfach aufgeteilt: Die komplette Nordhälfte wurde von der US-Army besetzt, die Mitte unter Führung Polens besetzt und der Süden von Großbritannien. [1]

Das Interesse der USA und Großbritanniens am Irak war aber schon damals nicht neu. Vielmehr gibt es jahrzehntelange Verbindungen rund ums Öl.

Das ist bis heute nicht viel anders. Nur mit einem Unterschied: Unterwarfen sich zahlreiche Länder in Jahrhunderten auf Grund militärischer Unterlegenheit mehr oder weniger passiv unter das britische Joch, gibt es im Irak wie in Afghanistan seit vielen Jahren massiven Widerstand gegen westliche Einflussnahme und Demokratisierung.

Während die einen behaupten, die Widerständler führten eine Art Bürgerkrieg für ihre Länder, um Freiheit vom Westen zu erringen und die islamische Kultur zu schützen, sagen andere: Es gehe in den Hunderten Terroranschlägen nicht um Freiheitswerte, sondern plumpe böse menschenverachtende Gewalt mit dem Ziel, die Länder ins muslimische Mittelalter zurückzubefördern und eine Demokratisierung der Gesellschaften zu verhindern.

Video-Verweis: „WWI Sykes – Picot-Abkommen: Britischer Ölimperialismus – Faisal I von Irak – Gertrude Bell“ (im Original: „WWI Sykes–Picot Agreement: British Oil Imperialism – Faisal I of Iraq – Gertrude Bell“) von dbzffff, auf Youtube vom 29. Mai 2014.

Jetzt kündigte einmal mehr das irakische Parlament an, man wolle „zur Sicherung und Säuberung der östlichen Distrikte von Al-Tawz in der Provinz Salah al-Din“ eine „Operationen zur Beseitigung der Gesetzlosen“ durchführen: [2]

„Die acht Brigaden des beliebten Volkes und der irakische Armee, sowie die Krisenreaktionsoperationen Salah al-Din Luft unterstützt durch die Luftwaffe“ wolle „an diesem Morgen… Operationen im Osten“ sichern.

Dabei wolle man vor allem die Verbindung zwischen der irakischen Hauptstadt Bagdad und Kirkuk stärken.

Der irakische „Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung parlamentarischer Interessen“ erklärte am Dienstag, man wolle die Operationen gegen die „Separatisten“ mit großer Konsequenz durchführen.

Zudem sagte er: Das Parlament in Bagdad schätze, dass man es mit 500 bis 1500 bewaffneten Kämpfern und Bürgern zu tun habe, gegen welche man vorgehen wolle. Im Zuge der militärischen Kampfhandlungen würde man zudem davon ausgehen, dass gut 50.000 Menschen fliehen würden.

Einzelnachweise

(1) Irak, in: Wikipedia.

(2) انطلاق عمليات تطهير مناطق شرق قضاء الطوز, übersetzt „Beginn der Rodungsarbeiten in den östlichen Distrikten von Al-Toaz“, In: alalam.ir vom 7. Februar 2018.



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