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Iran ‚verteidigt‘ Stopp von Google und Google Mail im Iran und wirft Westen heimliche Kriegsführung vor

Während die EU das iranische Volk noch stärkeren Sanktionen aussetzen möchte, leidet die Digitalwirtschaft ebenfalls. So vermeldete kriegsberichterstattung.com als eines der ersten Online-Nachrichtenportale in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits gegen Mitternacht zu Montag, wonach der Iran Google und den Email-Service Google Mail, abklemmen wolle. Das ist jetzt geschehen. Derweil berichten einige Iraner, sie könnten trotzdem noch auf Google zugreifen. Das gehe jedoch nur noch von ganz wenigen Computern.

Zwischenzeitlich hat der Iran erklärt, warum er sowohl Google, als auch den Webservice von Google, Google Mail, abgeklemmt habe. Man wirft dem Westen vor, über das Internet heimlich Krieg gegen den Iran zu führen und die dortige Regierung schwächen zu wollen. Gerüchteweise seien deshalb auch Facebook und Twitter im Iran offline genommen worden.

Des Weiteren behauptet der Iran, die westlichen Produzenten des Mohammed-Videos „Unschuld der Moslems“ (Übersetzung des Videos „Unschuld der Moslems HIER klicken) hätten mit ihrem Anti-Moslem-Film die innere Sicherheit des Irans und zahlreicher islamischer Länder gefährden wollen und auch gefährdet.

Kritiker werfen dem Iran dennoch vor, er behindere mit der Offline-Nehmung von Google im Iran, beziehungsweise der Internetsperrung, erheblich die Informationsfreiheit seiner Bürger und weite die Internetzensur noch weiter aus.
Dem entgegnete der Iran, er würde seinen Bürgern nun eine eigene Internet-Suchmaschine präsentieren, die den Bedürfnissen der Iraner besser gerecht würde, als westliche Internet-Suchmaschinen wie Google.

Doch so oder so: Der Internet-Gigant Google dürfte seine weltweite Expansion online und offline weiter vorantreiben. Es ist kaum davon auszugehen, dass die Sperrung im Iran das Wachstum des Unternehmens nachhaltig gefährdet. Dennoch ist es für die gesamte Digitalwirtschaft schmerzlich, wenn einzelne Regierungen die Freiheit des Internet dermaßen beschneiden, wie nun nach China auch im Iran geschehen.



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