Skip to main content
Sonntag, 19. Januar 2020

Iran ‚verteidigt‘ Stopp von Google und Google Mail im Iran und wirft Westen heimliche Kriegsführung vor

Während die EU das iranische Volk noch stärkeren Sanktionen aussetzen möchte, leidet die Digitalwirtschaft ebenfalls. So vermeldete kriegsberichterstattung.com als eines der ersten Online-Nachrichtenportale in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits gegen Mitternacht zu Montag, wonach der Iran Google und den Email-Service Google Mail, abklemmen wolle. Das ist jetzt geschehen. Derweil berichten einige Iraner, sie könnten trotzdem noch auf Google zugreifen. Das gehe jedoch nur noch von ganz wenigen Computern.

Zwischenzeitlich hat der Iran erklärt, warum er sowohl Google, als auch den Webservice von Google, Google Mail, abgeklemmt habe. Man wirft dem Westen vor, über das Internet heimlich Krieg gegen den Iran zu führen und die dortige Regierung schwächen zu wollen. Gerüchteweise seien deshalb auch Facebook und Twitter im Iran offline genommen worden.

Des Weiteren behauptet der Iran, die westlichen Produzenten des Mohammed-Videos „Unschuld der Moslems“ (Übersetzung des Videos „Unschuld der Moslems HIER klicken) hätten mit ihrem Anti-Moslem-Film die innere Sicherheit des Irans und zahlreicher islamischer Länder gefährden wollen und auch gefährdet.

Kritiker werfen dem Iran dennoch vor, er behindere mit der Offline-Nehmung von Google im Iran, beziehungsweise der Internetsperrung, erheblich die Informationsfreiheit seiner Bürger und weite die Internetzensur noch weiter aus.
Dem entgegnete der Iran, er würde seinen Bürgern nun eine eigene Internet-Suchmaschine präsentieren, die den Bedürfnissen der Iraner besser gerecht würde, als westliche Internet-Suchmaschinen wie Google.

Doch so oder so: Der Internet-Gigant Google dürfte seine weltweite Expansion online und offline weiter vorantreiben. Es ist kaum davon auszugehen, dass die Sperrung im Iran das Wachstum des Unternehmens nachhaltig gefährdet. Dennoch ist es für die gesamte Digitalwirtschaft schmerzlich, wenn einzelne Regierungen die Freiheit des Internet dermaßen beschneiden, wie nun nach China auch im Iran geschehen.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Samstag, 28. Dezember 2019

Italien, Mailand:

Organisierte Rip Deal Kriminalität stiehlt österreichischem Makler 23.000 Euro

Ein österreichischer Immobilienmakler einer bekannten internationalen Maklerkette wurde im Frühjahr 2019 Opfer eines Immobilien Rip Deals. Das schrieb er uns nun, sichtlich immer noch unter Schock. Im Rahmen des Finanzbetrugs wurde er in einem Kaffee in Mailand von den Gangstern um 23.000 Euro in bar betrogen. Der Rip Deal wurde im Rahmen der Organisierten Kriminalität mal wieder über die Niederlande […]

Samstag, 28. Dezember 2019

Gegen US-Strafverfolgung

Brief an Journalist Julian Assange von NoWar2019

Die vierte Jahreskonferenz der NGO-Organisation «World BEYOND War» (worldbeyondwar.org), hat bereits am 4. und 5. Oktober 2019 in Limerick, Irland, einen Brief verfasst, welcher die US-Strafverfolgung des Journalisten und Verlegers Julian Assange massiv kritisiert. Wir haben diesen Brief aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und geben ihn euch hier zur Kenntnis: „Wir sind Ihnen dankbar für die Arbeit, die Sie […]

Freitag, 11. Oktober 2019

Menschenrechte

Kasachstan lässt Serikzhan Bilasham frei: Er darf China aber nicht mehr kritisieren

Egal ob in entlegensten Ortschaften in Afrika oder eben im russischen Nachbarland Kasachstan: China ist überall und macht überall Geschäfte. Das hat nun auch Serikzhan Bilasham zu spüren gekommen. Er war verhaftet worden, da er öffentlich zu laut in Kasachstan die mangelnden Menschenrechte in China anprangerte. Fünf lange Monate hielt man den Menschenrechtler per «Hausarrest» in einem anonymen Haus im […]

Samstag, 28. September 2019

US-Politik pervers

Joe Bidens Sohn kassierte 45.000 Euro monatlich in Ukraine und Trump soll Amtsenthoben werden

Welcher Normalsterbliche schafft es in seinem Leben auf einen Monatslohn von rund 45.000 Euro, was umgerechnet 540.000 Euro in einem Jahr wäre? So viel Geld wird oft nicht einmal an deutsche Geschäftsführer bezahlt. Die Chefs von Unternehmen mit über 2000 Mitarbeitern bekommen hierzulande häufig Gehälter zwischen 300.000 und 350.000 Euro im Jahr – maximal. Doch ausgerechnet der Sohn des demokratischen […]

Freitag, 06. September 2019

Vertreiber

Diktator Robert Mugabe, Schlächter der Weißen, ist in Simbabwe mit 95 gestorben

Simbabwes Diktator, Robert Mugabe, ist tot. Er starb mit 95 Jahren in seinem Heimatland. Er galt für viele Schwarze als Ikone des Freiheitskampfes. So war er einer von Hunderttausenden, die vor allem in den 1970er Jahren für die Unabhängigkeit Simbabwes von der brutalen Kolonialmacht Großbritannien kämpften. Erst 1980 konnte das Ziel erreicht werden und Simbabwe erlangte seine Unabhängigkeit. Simbabwe liegt […]

Samstag, 03. August 2019

Peking

Chinas Ex Premier Li Peng mit 91 gestorben – er ließ 1989 den Aufstand auf dem Tian’anmen-Platz niederschlagen

Er war über viele Jahre das Gesicht Chinas in der Welt: Premierminister Li Peng. Jetzt starb er auf Grund einer Krankheit mit 91 Jahren in Peking. Das schreibt die auch an deutschen Flughäfen kostenlos ausliegende englischsprachige China Daily Tageszeitung. Li Peng sei bereits am 22. Juli 2019 um 11.11 Uhr verstorben. Er sei, heißt es in klassischer kommunistisch sozialistischer Staatssprache, […]