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NATO und Märchen über Chemiewaffen in Syrien – USA fertig um Syrien einzunehmen

Deutschland möchte rund 400 Soldaten der Bundeswehr an die türkische Grenze zu Syrien schicken – angeblich nur um die türkische Grenze zu schützen. Gleichzeitig heißt es, wolle Deutschland gemeinsam mit den Niederlanden und möglicherweise auch den USA die umstrittenen amerikanischen Patriot-Abwehrraketen („anti-missile defences“; „Patriot air defence systems“) der Türkei zur Verfügung stellen. Kritiker – auch in der Opposition des Deutschen Bundestages – sehen solche Pläne des westlichen Kriegsbündnisses NATO an der UNO vorbei mit Sorge. Denn: Immer öfters sind Töne zu hören, wonach die NATO mit den USA kurz davor stehe, in Syrien einzumarschieren. Als Begründung gibt man an, man habe stichhaltige Beweise, wonach Syrien kurz davor stehe die „Rote Linie“ zu überschreiten und angeblich Chemiewaffen einsetzen wolle. Derweil ist die zentrale und wichtiste internationale syrische Nachrichtenquelle, die Nachrichtenagentur SANA nicht mehr online erreichbar – seit Donnerstag früh. Beobachter gehen davon aus, dass Geheimdienste des Westens, wie schon einmal im Juli 2012, das syrische Internet angreifen und zentrale Webseiten dadurch offline gehen.

Beweise gibt es für einen Chemiewaffeneinsatz – wie im Irak-Krieg der NATO – mal wieder keine. Obendrein wäre ein weiterer Einmarsch der NATO in einem arabischen Land ein völkerrechtlich illegales Verhalten an der UNO vorbei. Zudem hatte der syrische Präsident Baschar al-Assad offiziell erklärt, sein Land werde keine Chemiewaffen gegen die terroristisch agierende islamische „Freie Syrische Armee“ einsetzen. Die FSA ist für tausende Tote und Hunderte Bombenanschläge in Syrien verantwortlich und hat bereits tausende Christen aus Syrien vertrieben und Hunderte umgebracht. Die USA finanzieren die terroristisch agierende „Freie Syrische Armee“ mittlerweile mit über 200 Mio. US-Dollar. Obendrein liefern die USA gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien über die Türkei Kriegsgerät an die FSA. Das heißt: Der Westen rüstet terroristische Gruppen in Syrien auf und beschwert sich anschließend, wenn ein Staat sich gegen Terror wehrt.

Wie in der Vergangenheit, sind derzeit fast alle englischsprachigen Massenmedien kräftig dabei, Kriegsstimmung und Kriegspropaganda gegen Syrien zu verbreiten. Traditionell sind da die australischen Massenmedien ganz vorne dabei. Australien ist alles andere als pazifistisch. Man könnte sogar sagen, dass die Australier regelrecht kriegsversessen sind. Stets möchte man der Krone in London und in Washington folgen. So heizt die australische Tageszeitung „The Australien“ die Stimmung kräftig für einen Krieg ein: „US ‚ready in days to take Syria“ heißt die fette Schlagzeile. Übersetzt: „Die USA sind in ein paar Tagen fertig, um Syrien einzunehmen“. Kein Wort vom Völkerrecht, kein Wort der Kritik an solchen illegalen US-Plänen.

Obendrein streut das US-Außenministerium um Hillary Clinton („US secretary of state“) mal wieder Ammenmärchen über den bösen Wolf Syrien, welcher angeblich Chemiewaffen einsetzen wolle, weshalb man im Westen fast keine andere Möglichkeit sehe, als im nächsten arabischen Land, dieses Mal in Syrien, einzumarschieren. Schon im Irak-Krieg schaffte es vor zehn Jahren der damalige US-Präsident Georg Bush (Republikaner) mit der dreisten Lüge, Irak wolle Atombomben oder Chemiewaffen einsetzen, die Öffentlichkeit auf seine Seite zu ziehen. Steigbügelhalter waren die Massenmedien rund um den Globus, die anschließend den Reuigen gaben, als herauskam, dass es gar keine stichhaltigen Belege für Bush‘ Behauptungen gab.

Peinlich und unseriös: Westliche Massenmedien verbreiten Dinge als Tatsachen, die keine sind

Besonders schlimm: Hätten früher wenigstens die deutschen Massenmedien noch das Konjunktiv in ihrer Sprachregelung benutzt, wie „Syrien stehe nach einer Mitteilung des US-Außenministeriums kurz davor, Chemiewaffen zu benutzen“, werden heute solche Meldungen gleich als Tatsache heraus gefeuert, wie auf ntv.de: „Syrien steht kurz bevor“… lesen wir dort.

In Syrien droht nun das gleiche Desaster wie im Irak-Krieg: Die Massenmedien des Westens, auch aus Deutschland, sind mal wieder unisono Kriegspropaganda-Maschinerien. Kräftig Stimmung für eine weiteren westlichen Krieg macht auch direkt US-Außenministerin Hillary Clinton („Demokraten“) selber. Sie quittierte bereits die kriegsverbrecherische Hinrichtung von Libyens Staatschef Muhammed al Gaddafi sowie das parallel stattfindende und von der NATO unterstützte Massaker an rund 60 seiner Gefolgsleute (Menschenrechts-Bericht lesen) vor laufender Kamera mit einem Lächeln.

Ganz vorne in der Kriegstreiberfront ist, wie schon im Libyen-Massaker-Krieg der NATO (geschätzte 50.000 Tote), auch der NATO Secretary-General, Anders Fogh Rasmussen. Er sagte nach einem Treffen der 28 NATO-Mitglieder in Brüssel, er würde lieber heute als morgen in Syrien einmarschieren.

Die NATO ist zum monströsesten Kriegsmonster seit Bestehen der Menschheit angewachsen. Die NATO giert danach, regelmäßig seine neuesten Hightech-Produkte ausprobieren zu dürfen. Weltweit sind bereits beispielsweise um die 7.000 Drohnen (Drones) im Einsatz. Die meisten stammen aus westlichen Ländern. Politiker sprechen gerne von „Aufklärungsflugzeugen“, doch in Wirklichkeit ist die Masse der Drones bewaffnet.

So berichtete die angesehene Tageszeitung Wall Street Journal, alleine US-Präsident Barack Obama habe in den ersten drei Jahren seiner Amtszeit fast 3.000 Menschen weltweit mit Drohnen illegal umbringen lassen. Drohnen fliegen in der Regel in zehn bis zwölf Kilometern Höhe, sind mit hochauflösenden Kameras ausgestattet und können die Gesichter von „Zielpersonen“ am Erdboden erkennen. Auf Wunsch können Dronen ferngesteuert – beispielsweise aus den USA – mit einer Zielrakete diese „Zielpersonen“ umbringen. Ein Entkommen ist nicht möglich.

Während der Westen nach weiterem arabischem Blut in Syrien durstet hat er den Massenmord der Israelis an rund 8.500 Arabern in den palästinensischen Gebieten in den vergangenen 25 Jahren fast komplett verschwiegen. Dabei hat auch Israel längst die „Rote Linie“ überschritten.



Kommentare (4)


native speaker 10. Dezember 2012 um 19:18

The translation of Later is correct by the way-
in deutsch: die Übersetzung ist in Ordnung ! 😉
Im very glad to read such a comments about Syria- but I think the truth you can´t find…

Antworten

Redaktion 6. Dezember 2012 um 21:42

Danke für den Hinweis! Wir haben das korrigiert und bitten die nicht ganz fehlerfreie Übersetzung zu entschuldigen.

Antworten

EinLeser 6. Dezember 2012 um 18:47

„Derweil scheint der Westen auch das Internet in Syrien anzugreifen: Am Donnerstag Morgen war die syrische Nachrichtenagentur SANA nicht mehr online erreichbar.“

Wer sagt, Ihnen, dass das der Westen war?

Weiter unten titeln Sie:
„Peinlich und unseriös: Westliche Massenmedien verbreiten Dinge als Tatsachen, die keine sind“

Offenbar gehören Sie auch zu den westlichen Massenmedien

Antworten

EinLeser 6. Dezember 2012 um 18:43

„US ‚ready in days to take Syria“ heißt besser als von der Redaktion übersetzt, dass die USA in ein paar Tagen soweit sind, Syrien einzunehmen.

Wenn man Meinungsführerschaft übernehmen will, sollte man wenigstens in der Lage sein, englische Texte ohne Google zu übersetzen.

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