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Donnerstag, 19. Juli 2018

Geiselnahme von 40 Personen in Algerien / Ende französischer Aggression in Mali gefordert

Sie wollen das Ende der „französischen militärischen Aggressionen in Mali gegen Moslems“: Islamistische Gruppen haben in Algerien bis zu 40 Personen als Geiseln genommen haben. Wie üblich, wenn staatliche Stellen sich solchen Aggressionen gegenüber sehen, werden die islamistischen Geiselnehmer der Terrororganisation „Al-Kaida“ zugeschrieben (was Beobachter aber für Unsinn halten). Die Geiselnehmer fordern jedenfalls das „Ende der französischen Aggression“ in Mali. Frankreich war über mehr als 100 Jahre eine der brutalsten und grausamsten Kolonialmachten in Afrika.

Unter französischer Terrorherrschaft in diversen afrikanischen Kolonien kamen Hunderttausende Menschen um – alleine in Algerien noch in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts über 300.000 Menschen (Stichwort: Algerienkrieg).

Der Einsatz Frankreichs in Mali gilt als Umstritten: Es gibt kein offizielles UNO-Mandat und die UNO hat sich bislang auch nicht groß zum Thema geäußert. Auf der anderen Seite kritisieren Menschenrechtler, dass die im Norden Malis aktiven Rebellen ganze Regionen unsicher machen würden und den Menschen die Luft zu Atmen nehmen würden, so sei es deshalb selbst zu Ernährungsengpässen der Zivilbevölkerung gekommen.

Derzeit ist es schwierig, sich ein Bild über die Krisenregion zu machen. Allerdings ist der Konflikt zwischen Rebellen und malischer Regierung schon so weit eskaliert, dass sogar selbst die Türkei Lebensmittelspenden nach Mali gebracht hat.
In einer Notiz auf der Webseite der involvierten islamischen Gruppe der Alakhbar heißt es auf arabisch konkret (Übersetzung: kriegsberichterstattung.com):

„Maskierte Personen haben Geiseln genommen, darunter ein zehntel Europäer. Die Geiselnehmer sind in Konfrontation mit der algerischen Armee. Quellen besagen, wonach die Armee derzeit Pläne ausarbeitet, um die Geiseln zu befreien, dass aber die Geiselnehmer bislang in der Lage waren, die Angriffe abzuwehren. So seien die Gefangenen in drei Abschnitte aufgeteilt worden, teilten die Geiselnehmer mit. Unter den Gefangenen seien Franzosen, Amerikaner, Japaner, Spanier und Ibratani, welche in Oasen festgehalten würden, teilte Abu Bara, einer der Entführer, in einem Interview mit Al Jazeera mit. Ziel sei es, eine Nachricht an die algerische Regierung zu senden, die Aggressionen gegen Muslime in mali zu stoppen und Häftlinge (in Mali) wieder freizulassen. Auch forderten die Geiselnehmer, die Einkesselungstaktik der algerischen Armee gegen die Geiselnehmer (in Algerien) zu beenden, damit man mit den Geiseln das Gebiet verlassen könne und der Beginn ernsthafter Verhandlungen angesetzt werden könne“.

Algerien wird traditionell als Ausgangsbasis für französische Angriffe auf afrikanische Staaten oder Gruppen genutzt. Wo genau die Geiseln festgehalten werden, ist bislang nicht bekannt. Westliche Medien berichten von einem angeblichen BP-Gasfeld in welchem die Geiselnehmer angeblich Sprenggürtel tragen würden.
Quelle und weitere Informationen: http://www.alakhbar.info



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