Skip to main content
Sonntag, 19. Januar 2020

Atomtest in Nordkorea – Pjöngjang verteidigt Raketenprogramm als ziviles Satellitenprogramm

Nordkorea bleibt nach wie vor unberechenbar. Erst kürzlich kündigte der neue junge Staatsführer in der Hauptstadt Pjöngjang an, er würde das Land von Grund auf umkrempeln und eventuell politisch öffnen. Jetzt scheint es eine Kehrtwende zu geben: Nordkorea möchte einen Atomtest durchführen.

Nordkorea begründet seinen angekündigten Atomtest mit der Notwendigkeit, gegen den „imperialistischen Erzfeind“ USA sich wehren können zu müssen. Dass die USA in ihrer Außenpolitik auch unter dem US-Präsidenten Barack Obama (Demokraten) ebenfalls recht wenig berechenbar sind, zeigen die zahlreichen kriegerischen Aktionen weltweit, in welche die USA verwickelt sind – mit Tausenden Toten alleine in den vergangenen vier Jahren.

Allerdings kommt die Ankündigung Nordkoreas nicht ganz überraschend. So hatte der UN-Sicherheitsrat erst am Dienstag eine weitere Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea beschlossen. Damit wird das asiatische Land weiter an den wirtschaftlichen Abgrund gestoßen.

Dass die UN ihre Sanktionen verschärften, beruht auf einem Raketentest Anfang Dezember 2012, welchen Nordkorea durchgeführt hatte. Während die UN militärische Absichten sehen, spricht Nordkorea in einer Stellungnahme von zivilen Absichten im Rahmen des Ausbaus der Satellitentechnik. So ist auf der Seite der nordkoreanischen Nachrichtenagentur „KOREAN CENTRAL NEWS AGENCY of DPRK (Democratic People’s Republic of Korea)“ zu lesen:

„…. Satellite Kwangmyongsong… last year fully demonstrated its space science and technology and its overall national power…. In the wake of desperate efforts on the part of the U.S. and its followers to block the victorious advance of the DPRK, they cooked up a ‚resolution‘ of the UN Security Council on Tuesday in wanton violation of the inviolable sovereignty of the DPRK…. The U.S.-sponsored ‚resolution‘ is run through with hostile steps aiming at banning DPRK’s satellite launch for peaceful purposes and tightening ’sanctions‘ against it to block its economic development and hamstring its work for developing economy and bolstering up defence capability… The above-said countries insist that the DPRK’s satellite launch is problematic, asserting that ‚it uses ballistic missile technology‘ though they know better than any others about the fact that ballistic missile technology is the only means for launching satellite and they launch satellites more than any others.“

Übersetzt bedeutet dies, wonach der nordkoreanische „Satellit Kwangmyongsong…. im vergangenen Jahr demonstrierte, dass Nordkorea im Rahmen der Weltraumforschung und Technik seine große nationale Kompetenz zeigte“. Doch sei es offensichtlich, schreibt die nordkoreanische Nachrichtenagentur etwas pathetisch, dass die USA und ihre Verbündeten letztlich vor allem „danach trachteten, die siegreichen fortgeschrittenen Bemühungen der nordkoreanischen Staatspartei DPRK (Democratic People’s Republic of Korea) einen unabhängigen Staat aufzubauen, zu verletzten“. Auch behauptet Nordkorea, das Raketenprogramm sei letztlich kein Raketenprogramm sondern ein Satellitenprogramm und diene ausschließlich zivilen Mitteln.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Samstag, 28. Dezember 2019

Italien, Mailand:

Organisierte Rip Deal Kriminalität stiehlt österreichischem Makler 23.000 Euro

Ein österreichischer Immobilienmakler einer bekannten internationalen Maklerkette wurde im Frühjahr 2019 Opfer eines Immobilien Rip Deals. Das schrieb er uns nun, sichtlich immer noch unter Schock. Im Rahmen des Finanzbetrugs wurde er in einem Kaffee in Mailand von den Gangstern um 23.000 Euro in bar betrogen. Der Rip Deal wurde im Rahmen der Organisierten Kriminalität mal wieder über die Niederlande […]

Samstag, 28. Dezember 2019

Gegen US-Strafverfolgung

Brief an Journalist Julian Assange von NoWar2019

Die vierte Jahreskonferenz der NGO-Organisation «World BEYOND War» (worldbeyondwar.org), hat bereits am 4. und 5. Oktober 2019 in Limerick, Irland, einen Brief verfasst, welcher die US-Strafverfolgung des Journalisten und Verlegers Julian Assange massiv kritisiert. Wir haben diesen Brief aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und geben ihn euch hier zur Kenntnis: „Wir sind Ihnen dankbar für die Arbeit, die Sie […]

Freitag, 11. Oktober 2019

Menschenrechte

Kasachstan lässt Serikzhan Bilasham frei: Er darf China aber nicht mehr kritisieren

Egal ob in entlegensten Ortschaften in Afrika oder eben im russischen Nachbarland Kasachstan: China ist überall und macht überall Geschäfte. Das hat nun auch Serikzhan Bilasham zu spüren gekommen. Er war verhaftet worden, da er öffentlich zu laut in Kasachstan die mangelnden Menschenrechte in China anprangerte. Fünf lange Monate hielt man den Menschenrechtler per «Hausarrest» in einem anonymen Haus im […]

Samstag, 28. September 2019

US-Politik pervers

Joe Bidens Sohn kassierte 45.000 Euro monatlich in Ukraine und Trump soll Amtsenthoben werden

Welcher Normalsterbliche schafft es in seinem Leben auf einen Monatslohn von rund 45.000 Euro, was umgerechnet 540.000 Euro in einem Jahr wäre? So viel Geld wird oft nicht einmal an deutsche Geschäftsführer bezahlt. Die Chefs von Unternehmen mit über 2000 Mitarbeitern bekommen hierzulande häufig Gehälter zwischen 300.000 und 350.000 Euro im Jahr – maximal. Doch ausgerechnet der Sohn des demokratischen […]

Freitag, 06. September 2019

Vertreiber

Diktator Robert Mugabe, Schlächter der Weißen, ist in Simbabwe mit 95 gestorben

Simbabwes Diktator, Robert Mugabe, ist tot. Er starb mit 95 Jahren in seinem Heimatland. Er galt für viele Schwarze als Ikone des Freiheitskampfes. So war er einer von Hunderttausenden, die vor allem in den 1970er Jahren für die Unabhängigkeit Simbabwes von der brutalen Kolonialmacht Großbritannien kämpften. Erst 1980 konnte das Ziel erreicht werden und Simbabwe erlangte seine Unabhängigkeit. Simbabwe liegt […]

Samstag, 03. August 2019

Peking

Chinas Ex Premier Li Peng mit 91 gestorben – er ließ 1989 den Aufstand auf dem Tian’anmen-Platz niederschlagen

Er war über viele Jahre das Gesicht Chinas in der Welt: Premierminister Li Peng. Jetzt starb er auf Grund einer Krankheit mit 91 Jahren in Peking. Das schreibt die auch an deutschen Flughäfen kostenlos ausliegende englischsprachige China Daily Tageszeitung. Li Peng sei bereits am 22. Juli 2019 um 11.11 Uhr verstorben. Er sei, heißt es in klassischer kommunistisch sozialistischer Staatssprache, […]