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Donnerstag, 21. Juni 2018

USA genehmigen Deutschland Drohne „Sensemann“ für Kriegsführung / Deutscher mit US-Drohne umgebracht

ILA 2012 - European UAV, CASSIDIAN

Die USA hätten den Verkauf von Kampfdrohnen, einige sagen auch Killerdrohnen, an die deutsche Bundeswehr genehmigt, schreibt spiegel-online. Angeblich würden die USA ihre Kriegsdrohne, die Deutschland nun erwerben möchte, „Sensemann“ nennen. Dazu haben die USA allen Grund: Hat doch die US-Regierung unter der Partei der „Demokraten“ in den vergangenen fünf Jahren durch Drohnen (drones) nach Schätzungen von amerikanischen Militärexperten gut 4.000 Menschen völkerrechtlich illegal in zahlreichen Ländern umbringen lassen: In Pakistan, dem Irak, Jemen, Afghanistan, Somalia – und einigen anderen. Derweil gibt es einen Bericht, wonach die USA in Usbekistan einen Deutschen mit einer Drohne umgebracht hätten – bereits im Jahr 2012.

Drohnen sind unbemannte Flugzeuge die aus zehn bis zwölf Kilometern Höhe vom Radar unerkannt fliegen. Ein Pakistani, der im Grenzgebiet zu Afghanistan lebt, sagte kriegsberichterstattung.com: „Wir sehen die US-Drohnen nie, aber wir hören sie. Das ist immer sehr gespenstisch. Und irgendwann schießen sie wieder ein Haus einer pakistanischen Familie ab – meist nachts.

Dann wird das Areal zu Sperrgebiet erklärt und die pakistanische Armee schaut sich die Toten und Zerstörungen an. Das ganze läuft gegen den Willen der pakistanischen Regierung.“

Man schätze, erklärt der Pakistani, dass das US-Militär alleine im Grenzgebiet zu Afghanistan über 1.000 Menschen, darunter unzählige Familien, die überhaupt nicht in Terroraktionen verwickelt seien, mit Drohnen zielgerichtet umgebracht habe – gemäß dem zynisch-bösartigen US-Motto „Sensemann“.

Konkret würde nun Deutschland, beziehungsweise die Bundeswehr, nach Angaben von spiegel-online, die US-Drohne „Reaper“ erwerben. Allerdings gebe es bislang keine offizielle Bestätigung durch die deutsche Bundesregierung, beziehungsweise den deutschen Kriegsminister, Verteidigungsminister Thomas de Maizière. Noch niemals war Deutschland in so viele Kriege international verwickelt wie unter de Maizière. Deutschland ist auf dem Weg zu einer Kriegsnation – da passen Drohnen mit dem Namen „Sensemann“.

Die Bundeswehr ordere, schreibt spiegel-online, drei Kampfdrohnen vom Typ „MQ-9 Reaper“, inklusive vier Bodenstationen. Die Drohnen seien im Schnitt elf Meter lang und hätten eine Spannweite von 20 Metern. Ihre Fluggeschwindigkeit entspräche der eines Hubschraubers – rund 230 Meilen pro Stunde bei einer Flughöhe von 50.000 Fuß. Bewaffnete seien die „Sensemann“-Drohnen mit vier Hellfire-Raketen – also Höllenfeuerraken. Die Amerikaner sind bekannt für ihre menschenverachtenden Namen des Kriegsgeräts. Eine Drohne schlage mit recht bescheidenen rund 17 Mio. US-Dollar zu Buche, wird weiter berichtet.

Bislang fliegen Kampfdrohnen angeblich nicht über europäischem Gebiet, da sie hierfür, schreibt spiegel-online, von den zuständigen Luftfahrtämtern eingehend auf Sicherheit überprüft werden müssten. Doch dagegen würden sich die USA sperren, da sie ihre Technologie nicht offen legen wollten. Neben den USA ist vor allem Israel exzessiv dabei, Killerdrohnen, die für ihre sogenannten „targeted killings“ bekannt sind, gegen Araber in den palästinensischen Gebieten einzusetzen.

Israel produziert auch selber Kampfdrohnen und verkauft diese. Bekannt ist vor allem der Typ „Heron“. Bislang haben angeblich nur Saudi-Arabien und Italien von den USA Drohnen kaufen dürfen – allerdings wohl unbemannte. Allerdings dürften auch Nationen wie Frankreich, Großbritannien, Australien oder Kanada längst mit Kampfdrohnen durch die USA versorgt worden sein.

Dass Deutschland als angeblich eines der erstes Länder Kontinental-Europas nun Kampfdrohnen von den USA erhält, ist aber wohl weniger der Menschenfreundlichkeit zuzuschreiben, sondern der Tatsache, dass US-Präsident Barack Obama Deutschland gerne mehr schmutzige Killeraktionen überschreiben würde. Man wünsche sich Deutschland zurück an den Kriegstisch verlautet regelmäßig aus der US-Regierung. Der letzte große Krieg in den das westliche Kriegsbündnis NATO federführend verwickelt war, war jener in Libyen. Hier hat die NATO nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen rund 50.000 Menschenleben durch zehntausende geflogene Bombenangriffe auf dem Gewissen. Drohnen spielten auch hier eine zentrale Rolle.

Derweil berichtet das US-Magazin longwarjournal.org, wonach die USA in Usbekistan einen Deutschen mit einem Drohnenangriff umgebracht hätten. So schreibt das Magazin: „The Islamic Movement of Uzbekistan released a martyrdom tape today praising a German member who was killed in a US drone strike in Pakistan over a year ago. The German, who was identified as Samir Hatour and was also known as Abu Laith, was killed by US drones in a strike in Makeen, South Waziristan, on March 9, 2012” (Quelle: http://www.longwarjournal.org/archives/2013/04/imu_lauds_another_ge.php#ixzz2RvjPbPOt).



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