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Sonntag, 26. Januar 2020

Putin: ‚Edward Snowden in Russland bleiben‘ / Friedensnobelpreis gefordert

Der russische Präsident Wladimir Putin hat auf einer Pressekonferenz am Rande des Zweiten Gipfels des Forums der Gas exportierender Länder (GECF) erklärt, wonach der ehemalige CIA-Agent der USA, Edward Snowden, in Russland bleiben können. Der russische Präsident Wladimir Putin sagte, wonach die Veröffentlichungen von Snowden nichts mit den russischen Geheimdiensten zu tun haben. So sagte Putin: „Ich wiederhole: Es ist nicht unser Agent. Er war nicht unser Agent und er wird nicht unser Agent.“

Wladimir Putin erklärte zudem, wonach sich Edward Snowden, 29, nach wie vor im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo aufhalte. Gleichzeitig erklärte Putin, dass Snowden in Russland bleiben könne sofern er seine Aktivitäten gegen die Vereinigten Staaten beende. Putin wird mit den Worten zitiert: „Wenn er (Edward Snowden) hier bleiben möchte – gibt es eine Bedingung: Er muss aufhören mit seinen Veröffentlichungen über die Stasi-Aktivitäten der USA und damit aufhören unserem amerikanischen Partnern zu schaden. Das muss er gewährleisten – so seltsam es klingen mag aus meinem Mund„.

Wladimir Putin erklärte zudem, er erwarte, dass es auch künftig mit den USA Agentenaustausch gebe – „unter bestimmten Bedingungen und wie bisher“. Das heißt aber nichts anderes als: Die USA haben wohl Russland gedroht, zahlreiche russische Agenten auffliegen zu lassen für den Fall, dass Putin Snowden nicht zum Schweigen bringt.

Trotz der Hand, welche Putin überraschender Weise der US-Regierung nun reicht, erklärte er, wonach es ihn nicht überraschen würde, wenn die Stasi-Behörde der USA, die NSA (National Security Authority) auch, wie in den europäischen diplomatischen Missionen in den USA, ähnliches in den russischen diplomatischen Räumlichkeiten durchführe. So wurde in den vergangenen Stunden bekannt, wonach die USA die diplomatischen Vertretungen der EU in den USA komplett verwanzt habe und dort faktisch illegal alle Gespräche abhören und mithören – kurzum „das gesamte illegale Spektrum fahren“ (Bundestagsabgeordneter zum Antikriegsportal kriegsberichterstattung.com).

Putin: Spitzel-Aktionen der Alliierten, der USA gegen die EU, „ist nicht unser Geschäft“

Zudem sagte Putin: „Die Tatsache, dass die Alliierten sich gegenseitig belauschen – es ist nicht unser Geschäft. Lassen Sie sie das tun, was sie wollen.“

Derweil wurde bekannt, dass Snowden sich an insgesamt 15 Staats-und Regierungschefs gewandt habe mit der Bitte ihm politisches Asyl zu gewähren. Gleichzeitig sagte der Präsident von Ecuador, Rafael Correa, er sehe derzeit das Schicksal des CIA-Agent Edward Snowden in den Händen der russischen Behörden.

Gleichzeitig erklärte Alexander Sidyakin, der Stellvertreter des Staatsduma in Moskau, wonach er denke, „dass Snowden – der größte Pazifist… für die Welt nicht weniger als Barack Obama getan“ habe, weshalb er vorschlage, ihn „für den Nobelpreis“ zu nominieren. Auch Barack Obama hatte vor fünf Jahren (für viele damals wie heute unverständlich) den Friedensnobelreis erhalten.

In einem Brief bedankte sich Edward Snowden mittlerweile bei der Regierung von Ecuador dafür, dass das Land ihn bei der Reise von Hong Kong nach Russland unterstützt habe und auch seinen Antrag auf politisches Asyl in Ecuador prüfe. Zudem schrieb Snowden, wonach ihn die linksliberale Regierung unter US-Präsident Barack Obama illegal verfolge und ihm auch illegal den Pass entzogen habe. Gleichzeitig drohte er mit weiteren Geheimnis-Veröffentlichungen des amerikanischen Spitzel-Terrors gegen die Welt.

Snowden wird bislang – neben einigen Diplomaten – wohl auch von der Wikileaks-Mitarbeiterin Sarah Harrison begleitet.



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