Die Kritik am deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) nimmt wegen der Ukraine-Krise weiter zu – auch aus der Parteibasis. Während einer Veranstaltung in Berlin, in welcher sich Steinmeier eigentlich für den EU-Parlamentarier der SPD, Martin Schulz, stark machen wollte, beschimpften Steinmeier unzählige deutsche Gegendemonstranten als Kriegstreiber. Ihr Vorwurf:

Steinmeier schwinge sich USA-hörig einseitig zum Sprachwort einer EU auf, die immer größenwahnsinniger mit immer schlimmerer Säbelrasselei Russland provoziere und den Frieden in Europa gefährde:

Dass die EU und NATO nach der Wende 1989 gegenüber Russland zusagten, dass sie auf Grund der Ermöglichung der deutschen Wiedervereinigung die NATO nicht an die Russland-Grenze ausdehne, davon will ein SPD-Steinmeier heute nichts mehr wissen.

Dabei ist es durchaus so: Es war Russland, welches die deutsche Einheit ermöglichte. Großbritannien und Frankreich waren dagegen. „Hätten sie sich durchgesetzt, würde Angie möglicherweise noch heute an der Werkbank eines Volkseigenen Betriebes in Ostdeutschland in ihrer blauen oder grauen Latzhose sitzen“, sagt einer der Gegner von SPD-Steinmeier in Berlin.

Derweil kündigte am Dienstag Angela Merkel (CDU) in der Leipziger Volkszeitung (LVZ) an, sie plädiere dafür, dass die NATO direkt an der russischen Grenze Luftverkehrsüberwachungen dauerhaft machen solle – zum Beispiel in Lettland oder Estland.

„Steinmeier treibt mit seinem westlichen Größenwahn die Sozialdemokraten endgültig in den Abgrund“, sagte ein SPD-Anhänger am Rande des Gebrülls von Steinmeier gegen die Demonstranten.

Ob Frank-Walter Steinmeier mit seinem radikalen Kurs gegen Russland und Vladimir Putin Recht hat oder nicht, dürfte spätestens zur Wahl des EU-Parlaments am 25. Mai deutlich werden.

„Ich wähle entweder die AFD, Alternative für Deutschland, oder die Linken“, erklärt eine 25-jährige Studentin aus Hannover gegenüber dem Antikriegsportal kriegsberichterstattung.com. Als Grund führt sie an: „Mir hängt der Westen mit seiner Kriegstreiberei aus dem Hals heraus. Erst Irak, dann Afghanistan, dann 50.000 durch die NATO Ermordete in Libyen – ich kann es einfach nicht mehr ertragen. Die NATO wird zu Recht von immer mehr Menschen als Nordatlantische Terrororganisation bezeichnet. Das ist kein Verteidigungsbündnis, sondern seit Jahren ein Kriegsbündnis.“

Frank-Walter Steinmeier brüllte jedenfalls seinen Gegnern in Berlin zu, wonach „Ihr euch überlegen solltet, wer hier die Kriegstreiber sind. Wer eine ganze Gesellschaft als Faschisten bezeichnet, der treibt den Krieg, der treibt den Konflikt. Ihr habt kein Recht.“ Außerdem sagte er, wonach man angeblich „der Sozialdemokratie nicht sagen“ müsse, “ warum wir für Frieden kämpfen“.

Dem mögen wir vom Antikriegsportal kriegsberichterstattung.com entgegnen: Lieber Herr Steinmeier, scheinbar muss man durchaus der SPD sagen, dass man nicht für Kriege sein kann. Wie anders ist es möglich, dass erstens eine Sozialdemokratie kaum mehr wahrnehmbar ist und zweitens die SPD doch sämtliche Massenkriege der NATO in den vergangenen 15 Jahren aktiv und an vorderster Front forciert und mitgetragen hat? Irak, Afghanistan, Libyen – drei Länder, drei Katastrophen, Hunderttausende Tote, Millionen Menschen leben im täglichen Terror.

Die SPD war genauso dabei und letztlich für diese Kriege wie die CDU. Und wenn Ihr in der deutschen Bundesregierung es immer noch nicht verstanden habt: Wir wollen ein Land wie die Ukraine nicht auch noch in der EU! Schon jetzt ist die EU unverantwortlich weit ausgebreitet worden – kaum einer kann das noch ernsthaft regieren, einen Raum mit 500 Millionen Bürgern, wie er es jetzt schon ausweist. Die Expansionslust der EU und NATO dient nur, Steinmeiner, eurem Größenwahn. In das gleiche Schema passt eure Wolllust, die Welt und Russland mit Sanktionen zu überziehen.

Auch lesen:

Peter Gauweiler: Was machen deutsche Soldaten in Ukraine? / Staatstrauer um 46 Tote in Odessa / CIA kämpft mit

Zudem:

Gabriele Krone-Schmalz zu Russland, USA, Medien: „Zu primitiv, USA verloren Werteführerschaft“ / bei ZAPP NDR, Anne Will

 

Steinmeier am Brüllen unter: http://youtu.be/AX5m5swD-QU

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