Skip to main content
Samstag, 01. August 2020

European Jewish Congress: Offener Brief gegen Rechtsruck mit Extremismus in EU im Wall Street Journal durch Europäischer Jüdischer Kongress

Mit einer ganzseitigen Anzeige in der amerikanischen Wirtschaftszeitung Wall Street Journal warnte Dr. Moshe Kantor, der Präsident des European Jewish Congress, also des Europäischen Jüdischen Kongresses, am Wochenende (Ausgabe vom 13. Juni 2014, Seite 7) vor einem Rechtsruck in Europa, der Europäischen Union (EU). Man müsse unter allen Umständen allen Formen des Extremismus und der Intoleranz gegenüber Minderheiten begegnen, schreibt Kantor.

So führt der Europäische Jüdische Kongress aus, wonach man sich nach dem hohen Abschließen der politischen Parteien im Rechtsaußen-Spektrum zur Wahl des Europaparlaments, nun ernsthafte Sorgen um den Zustand Europas mache: Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus, Hasspredigten gegen Minderheiten – das müsse unter allen Umständen verhindert werden. Kantor schreibt aber auch, wonach das Abschneiden der Rechtsaußen-Parteien ein klares Zeugnis der Missachtung der Politik der bürgerlichen Mitte-Parteien sei, weshalb man sich nun dringend Gedanken in der EU machen müsse, woher diese Ablehnung resultiere:

Dabei gelte es unter allen Umständen einen neuen Neo-Nationalsozialismus („neo-Nazism“) zu verhindern, auch alle Formen des Extremismus und der Intoleranz. Es gelte nun, die Werte Europas zu verteidigen, eines geeinten Europas.

Zudem fordert der Europäische Jüdische Kongress die Gesetzgeber der Europäischen Union auf, gegebenenfalls mittels Gesetzen extreme Auswüchse in der politischen Landschaft Europas zu verhindern. Als absolut unakzeptabel sieht es der Jüdische Kongress an, wenn beispielsweise Hass-Predigten in der EU hoffähig würden – beispielsweise in Bezug auf Immigrations-Tendenzen nach Europa oder gegenüber Minderheiten. Es dürfe sich, so der Präsident des Jüdischen Europakongresses, keine europäische Monokultur herausbilden, deren Ziel es sei, dass sich abgeschlossene Kommunen entwickelten:

Nicht akzeptabel sei es ferner, wenn Europas Politiker nun ihre Köpfe in den Sand steckten und versuchten das Problem des Rechtsrucks in der EU auszusitzen. Das Abschließen von Rechtsaußen-Parteien sei ein „wake-up call for Europe’s citizens“.
Seinen Aufruf gegen Extremismus in Europa übertitelte der European Jewish Congress mit der Schlagzeile „A Wake Up Call For Europe“. Der Aufruf erinnerte zudem an den besonders von anglikanischen Ländern gefeierten D-Day, also der Landung der westlichen Alliierten in der Normandie Frankreichs im Zweiten Weltkrieg. Er war erstmals umfangreich eine kriegerische Antwort der USA und Großbritanniens, auch von Kanada, Australien und Neuseeland gegenüber dem nationalsozialistischen Terror der deutschen Regierung unter Adolf Hitler und seinem erträumten Dritten Reich Deutschlands.

So schreibt der jüdische Kongress im Wall Street Journal:<„Our heritage, our responsibility to the fallen heroes and martyrs of World War II should give us the strength to place insurmountable obstacles against a new fascist advance. The European of the first half of the Twentieth Century failed to do it. Can we avoid repeating their mistakes in the early Twenty-First Century?“



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Samstag, 01. August 2020

Anti-Korruptions Demonstrationen

Amnesty International fordert Palästinensische Aktivisten müssen von Behörden in Ramallah freigelassen werden.

Am 19. Juli 2020 nahmen die im Westjordanland stationierten palästinensischen Streitkräfte in der Stadt Ramallah 19 Aktivisten fest, die friedlich gegen die Korruption im Land protestierten. Dies teilte nun Amnesty International Deutschland mit und schreibt: „Während drei von ihnen wieder freigelassen wurden, wurden 16 angeklagt, zehn von ihnen befinden sich weiterhin in Haft“. Alle zehn Palästinenser sind aus Protest gegen […]

Montag, 29. Juni 2020

Türkei

Urlaub für 32 Euro im 5-Sterne Hotel mit Corona Prüfsiegel des TÜV sowie Nebenwirkungen

Zahlreiche Reise-Start-Ups stehen wegen der Corona-Krise mit dem Rücken zur Wand, vielen droht der Ruin – auch unter den großen Reiseanbietern. Nach wie vor sehr günstig ist die Türkei. Doch das hat seine Schattenseiten. Denn Millionen Bürger aus Europa meiden seit Jahren die Türkei als Tourismusgebiet, da willkürliche Verhaftungen drohen. Vor allem wenn jemand in Social Media seine Sympathien mit […]

Samstag, 14. März 2020

Russland Grenze

Gemeinsame Erklärung zum NATO-Manöver «Defender 2020»

Uns erreichte am Wochenende die folgende Mitteilung, die sich gegen NATO-Manöver an der russischen Grenze wendet: «Mit großer Sorge» sähen «zivilgesellschaftliche Organisationen und Personen, die sich im demokratischen Sinn als außerparlamentarische Opposition in Deutschland» verstünden, «die großen militärischen Mobilmachungen zu einem Militärmanöver mit dem irreführenden Namen ‘Defender Europe 2020’ an der Grenze zu Russland». Dieses Manöver sei «nach unserer Ansicht […]

Samstag, 28. Dezember 2019

Gegen US-Strafverfolgung

Brief an Journalist Julian Assange von NoWar2019

Die vierte Jahreskonferenz der NGO-Organisation «World BEYOND War» (worldbeyondwar.org), hat bereits am 4. und 5. Oktober 2019 in Limerick, Irland, einen Brief verfasst, welcher die US-Strafverfolgung des Journalisten und Verlegers Julian Assange massiv kritisiert. Wir haben diesen Brief aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und geben ihn euch hier zur Kenntnis: „Wir sind Ihnen dankbar für die Arbeit, die Sie […]

Freitag, 11. Oktober 2019

Menschenrechte

Kasachstan lässt Serikzhan Bilasham frei: Er darf China aber nicht mehr kritisieren

Egal ob in entlegensten Ortschaften in Afrika oder eben im russischen Nachbarland Kasachstan: China ist überall und macht überall Geschäfte. Das hat nun auch Serikzhan Bilasham zu spüren gekommen. Er war verhaftet worden, da er öffentlich zu laut in Kasachstan die mangelnden Menschenrechte in China anprangerte. Fünf lange Monate hielt man den Menschenrechtler per «Hausarrest» in einem anonymen Haus im […]

Freitag, 06. September 2019

Vertreiber

Diktator Robert Mugabe, Schlächter der Weißen, ist in Simbabwe mit 95 gestorben

Simbabwes Diktator, Robert Mugabe, ist tot. Er starb mit 95 Jahren in seinem Heimatland. Er galt für viele Schwarze als Ikone des Freiheitskampfes. So war er einer von Hunderttausenden, die vor allem in den 1970er Jahren für die Unabhängigkeit Simbabwes von der brutalen Kolonialmacht Großbritannien kämpften. Erst 1980 konnte das Ziel erreicht werden und Simbabwe erlangte seine Unabhängigkeit. Simbabwe liegt […]

Translate »