„Israel hat Blut an Händen“: 200 Angriffe killen 6 Kinder, 3 Frauen, insgesamt 25 Palästinenser

Dr. Mustafa Barghouti (arabisch ‏ مصطفى البرغوثي), der Generalsekretär der „palästinensischen Initiative Nationalbewegung“ (palestinian national initiative) wirft Israel massive Völkerrechtsverletzungen vor. In einem Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender CNN sagte er am Mittwochmorgen, es sei offensichtlich, dass Israel die abgefeuerten Kurzstrecken-Raketen der Hamas gegen israelischen Boden ausnutze, um „mit der sechstgrößten Armee der Welt“ einen grundsätzlichen Krieg gegen Palästinenser zu führen.

Durch die über 200 israelischen Angriffe gegen die Palästinenser seien bislang 25 Palästinenser getötet worden. Darunter seien 6 Kinder und 3 Frauen, aber auch viele ältere Menschen, welche überhaupt nichts mit den Hamas-Angriffen zu tun hätten. Diese „Massentötungen von den Israelis gegen die Palästinenser“ seien „nicht akzeptabel“, so Mustafa Barghouti. Außerdem müsse man darauf hinweisen, dass die Raketenangriffe der Hamas bislang „keinen einzigen Israeli verletzt oder umgebracht hätten“:

Auf die Frage von CNN, wann die Spirale der Gewalt ende, sagte, Barghout: Israel habe bereits im Jahr 2012 durch Bombenangriffe mit Kriegsflugzeugen über 2000 Palästinenser, darunter 500 Kinder und sonstige Minderjährige umgebracht. Die jetzigen Tötungen von Palästinensern zeigten, dass Israel derzeit einmal mehr einen grundsätzlichen Krieg gegen die Palästinenser führe. Zudem sagte er, wonach die Hamas bereits gesagt habe, dass sie mit den Raketenangriffen enden wolle, wenn Israel aufhöre, die Palästinenser zu bombardieren.

Auf CNN kam am Mittwochmorgen auch Nira Barkat, der Oberbürgermeister von Jerusalem zu Wort: Er bestätigte auf CNN, wonach bislang in Jerusalem niemand verletzt worden sei, obgleich er davon ausgehe, dass die Hamas „hunderte Raketen gegen Jerusalem abgefeuert“ habe. Dennoch, so CNN, seien in ganz Israel derzeit Bombenalarme zu hören, beispielsweise am Strand von Tel Aviv, was zu Panik unter den Menschen führe.

Dass es bislang zu keinen Verletzten oder Getöteten auf israelischem Boden gegeben hat, mag einerseits an der eher geringen Reichweite der Raketen der Hamas liegen, aber auch an dem effektiven Raketenabwehrsystem Israels.

Diana Buttu, eine anerkannte regierungskritische israelische politische Analystin aus der israelischen Stadt Haifa erklärte wiederum auf CNN am Mittwochmorgen, wonach die einzige Chance sei, endlich ein grundsätzliches Ende der jahrelangen Gewalt zwischen Israel und den Palästinensern herbeizuführen, indem „internationale Schutztruppen gegen israelische Aggressionen auf palästinensischen Boden“ stationiert würden.

Am wichtigsten sei es, „dass die Internationale Gemeinschaft die Palästinenser“ schütze, da diese „um ein vielfaches in der Auseinandersetzung Israel unterlegen“ seien. So sitzen in israelischen Gefängnissen Tausende Palästinenser ohne übliche rechtsstaatliche Prozesse teils Jahre oder Jahrzehnte auch in Einzelhaft ein. Nach Schätzungen von israelischen wie palästinenischen Menschenrechtsorganisationen kamen ungefähr 10.000 Palästinenser durch israelische Angriffe in den vergangenen 20 Jahren ums Leben.

Internationaler Strafgerichtshof in Den Haag solle einschreiten

Zudem sagte Diana Butto auf CNN: „Man kann nicht verhandeln, wenn eine Partei um so viel stärker ist, als die andere“. Sie sehe mit Sorge, erklärte Diana Buttu, „dass Israel bereits 21 Jahre lang den Friedensprozess mit den Palästinensern hinaus“ zögere und „bei jeder sich bietenden Gelegenheit massiv den Friedensprozess“ torpediere – beispielsweise „durch militärische unverhältnismäßige Angriffe gegen die Palästinenser“.

Auf die Frage von CNN an den Generalsekretär der „Palestinian National Initiative“, Bargouti, ob die Hamas-Angriffe es „wert seien“, solch eine Gewalteskalation nun zu erleben, sagte dieser, wonach Israel auf den palästinensischen Gebieten ein „Apartheid-System“ errichtet habe. Da sei es offensichtlich hinderlich, wenn es „gegenseitigen Frieden“ gebe. Dies wüssten“auch die Amerikaner“. Zudem sagte Bargouti: „Wie lange kann die Welt die Apartheid akzeptieren, die Israel über die Palästinenser ausübt? Wie lange wird die Welt noch die völkerrechtlich illegalen Besatzungen von Gebieten akzeptieren und stillschweigend hinnehmen? Schon jetzt habe „Israel Blut an den Händen“:

Derweil postete Dr. Mustafa Barghouti, der Generalsekretär der „palästinensischen Initiative Nationalbewegung“ auf Facebook, wonach er den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag auffordere, Ermittlungen gegen Israel auf Grund der Massentötungen an Palästinensern im Gaza-Streifen einzuleiten, um weitere Tötungen durch israelische Kampfjets zu verhindern.

Israel verteidigt seine Angriffe gegen die Palästinenser damit, wonach man das Leben und den Lebensraum der israelischen Bevölkerung vor Hamas-Angriffen verteidigen müsse. Deshalb werde die „militärische Mission“ sogar ausgeweitet.

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