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Freitag, 22. Februar 2019

Israel Krieg: „Stoppt Völkermord in Palästina“ / 1736 Palästinenser getötet seit 2008

Die Tötungen von über 600 Palästinensern durch die israelische Armee in den vergangenen 15 Tagen zeigt Wirkung: Zehntausende Deutsche, Briten, Franzosen, Amerikaner gehen im Westen auf die Straße. In Berlin riefen Frauen, Jugendliche und viele andere, wonach Israel Massenmord, beziehungsweise Völkermord an den Palästinensern betreiben würde.

600 Palästinenser erlagen bisher ihren schweren Verletzungen durch die Angriffe der israelischen Armee: Raketenangriffe, Bombenangriffe durch Panzer oder Maschinengewehr-Salven. Der Höhepunkt der israelischen Bodenoffensive im Gazastreifen war nun die Tötung einer ganzen deutschen Familie in Gaza Stadt. Nach Angaben des ZDF heute Journal habe sich die Familie in ein Hochhaus geflüchtet, wo sie angenommen habe, sie sei in Sicherheit. Doch war das ein Trugschluss – Sicherheit im Gazastreifen gibt es derzeit nicht vor den israelischen Scharfschützen, welche zu Boden oder aus der Luft angreifen:

Die zielgenauen Waffen der israelischen Armee schlugen ausgerechnet in das Hochhaus ein, in welches sich die deutsche arabisch-stämmige Familie vor den Militärs geflüchtet hatte.

Derweil scheint in Deutschland immer mehr die Zensur um sich zu greifen. So versucht die Polizei von Berlin einfach bestimmte Demonstrationsrufe gegen die israelischen Angriffe im Gazastreifen zu verbieten. Ihre Behauptung: Vieles, was man derzeit auf Demonstrationen gegen den israelischen Krieg höre, könne man als Volksverhetzung werten.

Doch: Ob die Demonstranten dann nicht mehr sagen dürfen, wonach Israel beispielsweise „Massenmord an den Palästinensern“ betreibe, das muss wohl einmal mehr das Deutsche Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe klären. Schon einmal hatte der bis 1998 regierende damalige Bundeskanzler Helmuth Kohl (CDU) versucht, Bürgern zu verbieten, dass sie sagten, Soldaten seien Mörder. Doch das Bundesverfassungsgericht sagte ganz klar: Eine solche Äußerung sei verfassungskonform in Deutschland.

1.736 tote Palästinenser in drei israelischen Kriegs-Aktionen

Dabei sollte nicht vergessen werden: Es ist die dritte kriegerische Invasion von Israel auf palästinensischem Boden in den vergangenen sechs Jahren. Bereits im Jahr 2008 tötete die israelische Armee rund 1000 arabische Palästinenser in der Aktion „Gegossenes Blei“. Ende 2012 folgte der nächste israelische Angriff auf Palästinenser, welcher weitere 140 Menschenleben forderte. Und nun also bereits nach 15 Tagen Krieg weitere 600 tote Palästinenser.

In Summe kamen also seit 2008 durch israelische Kriegshandlungen gegen die Palästinenser rund 1.736 Menschen um. Darunter waren zahlreiche Frauen und Kinder und sind wahrscheinlich weit über 10.000 zum Teil lebenslang Verstümmelte – Menschen die Arme und Beine verloren oder erblindeten.

In den vergangenen 15 Tagen seien nach Angaben der palästinensischen Menschenrechtsorganisation Palestinian Centre for Human Rights (PCHR) 596 Palästinenser durch israelische Soldaten umgebracht worden. Darunter seien 486 Zivilisten gewesen – also rund 82%. Von diesen seien wiederum 151 Frauen gewesen (25%) und 85 Kinder (14%).

Die Menschenrechtsorganisation PCHR schreibt: „On the 15th Day of the Israeli Offensive: Dozens of Palestinian Civilians Killed or Wounded as Israeli Forces Attack Apartment Buildings, Mosques, Hospitals and Schools; White Phosphorous Bombs and Flechette Shells Fired by Israeli Forces in Border Areas. Since the Beginning of the Israeli Offensive on Gaza: 596 Palestinians Killed, of Whom 486 Are Civilians, Including 151 Children and 85 Women, and 3,179 Others Wounded, Mostly Civilians, Including 926 Children and 641 Women; 469 Houses Targeted and Destroyed and Hundreds of Others Extensively Damaged. Thousands of Palestinian Civilians Forcibly Displaced“.

Israel kritisiert Demonstranten als Antisemitismus in Europa

Israel verlor im gleichen Zeitraum 27 eigene Soldaten. Während die israelische Regierung sagt, sie sehe die Hunderten Raketenangriffe des militärischen Arms der Hamas als Terroranschläge gegen israelische Bürger, sagen Vertreter des militärischen Arms der Hamas, sie versuchten das Leben der Palästinenser zu verteidigen. Außerdem würden sie sich mit den zahlreichen Raketenangriffen gegen Israels Politik der völkerrechtlich illegalen Besetzung von Landstrichen zur Wehr setzen, welche laut UNO-Statut eigentlich den Palästinensern zustehe.

Während sich die Empörung über Israels Verhalten in der deutschen, französischen, englischen oder amerikanischen Bevölkerung faktisch quer durch alle Schichten und politischen Haltungen zieht, glaubt der Berliner Wissenschaftler Prof. Micha Brumlik vom Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, er sehe auf deutschen Straßen vor allem Linksextreme gegen die israelische Gaza-Politik demonstrieren, oder Salafisten. Das sagte er im ZDF heute Journal am Dienstagabend. Ähnlich äußerte sich der israelische Botschafter, Yakov Hadas-Handelsmann. Er sagte, für ihn seien die Demonstrationen eindeutig antisemitischer Natur, was ihn erschrecke.



Kommentare (1)


Volker 28. Juli 2014 um 17:42

Die Agression der Hamas und die bestialische Ermordung von Israelischen jugendlichen waren der Auslöser des Krieges. Es wird immer übersehen das die Hamas täglich zig Raketen auf Israel abschiest. Ich wollte mal die Menschen hören die jetzt so laut Israel verdammen wenn diese Raketen auf ihre Häauser ziehlen würden.

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