Skip to main content
Mittwoch, 20. März 2019

EU zahlt an Ukraine Millionen für Flüchtlings-Ghettos / Uno-Flüchtlingswerk UNHCR schlägt Alarm

Die Europäische Union (EU) bezahlt der Kiewer Regierung viele Millionen Euro dafür, dass sie Flüchtlinge gefangen nimmt und in Ghettos interniert und zwar in sogenannten Flüchtlings-Gefängnissen.

Angeblich habe die Kiewer Zentralregierung den EU-Ländern angeboten, Flüchtlinge, welche beispielsweise Länder wie Polen, Rumänien oder Deutschland nicht mehr haben wollten, in Ghettos zu internieren. Das berichten zahlreiche Medien. In der Ukraine sollen die Flüchtlinge unter erbärmlichsten Bedingungen von der ukrainischen Regierung gefangen gehalten werden:

Doch damit nicht genug: Angeblich hätten von der Europäischen Union bezahlte ukrainische Sicherheitskräfte in unzähligen Fällen Gefangene auch übel misshandelt. In den meisten Fällen handele es sich um Flüchtlinge, welche von EU-Ländern abgeschoben worden seien. Besonders abschiebefreudig seien beispielsweise Ungarn oder die Slowakei.

Die meisten Flüchtlinge – Asylantrags-Steller – derer sich die EU entledigen wolle, stammten aus armen Bürgerkriegsländern wie Somalia oder Afghanistan, berichten übereinstimmend das wöchentliche Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL sowie die ARD-Sendung „Report Mainz“.

Die Ukraine hat eine unrühmliche Geschichte beim Thema Flüchtlingspolitik. Bereits im Jahr 2010 hatte schon einmal die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch Missstände in ukrainischen Internierungslagern für Migranten angeprangert:

Im Jahr 2012 kam es schließlich sogar zu Hungerstreiks von misshandelten somalischen Flüchtlingen in der Ukraine. Einigkeit besteht darüber, dass sich die Zustände in von der EU bezahlten ukrainischen Flüchtlings-Gefängnissen nicht verbessert, sondern eher verschlechtert haben.

Außerdem sagte das UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR („United Nations High Commissioner for Refugees“), die ukrainischen Internierungs-Lager für Flüchtlinge verstießen „gegen internationales Recht“ und müssten abgeschafft werden. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingskommissars nimmt weltweit kein Land so viele Flüchtlinge als Asylanten auf, wie Deutschland – selbst die USA nicht (Grafik).



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Donnerstag, 24. Januar 2019

Israel schickt Beduine Sayyah Abu Mdeighim al-Turi 10 Monate ins Gefängnis

In einer Urgent Action teilt Amnesty International (AI) mit, wonach am 25. Dezember 2018 Scheich Sayyah Abu Mdeighim al-Turi eine zehnmonatige Haftstrafe in Israel habe antreten müssen. Amnesty schreibt zu dem Gerichtsurteil, dieses sei auf Grund der Tatsache gefällt worden, da der Verurteilte seine Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit für ein Beduinendorf wahrgenommen habe. Sayyah Abu Mdeighim al-Turi büße seine Haftstrafe derzeit […]

Mittwoch, 16. Januar 2019

Prozess, Alfamir Castillo

Schüsse auf Aktivistin in Kolumbien wegen Armee-Mordvorwürfen

Am 11. Januar 2019 hätten zwei Unbekannte in der Gemeinde Pradera im Süden von Kolumbien auf das Auto der Aktivistin Alfamir Castillo geschossen. Der Täter habe von einem Motorrad aus geschossen. Das berichtet nun Amnesty International Deutschland. Das Anschlags-Opfer sei in Begleitung ihres Mannes und zweier LeibwächterInnen gewesen, welche von der „Behörde für Schutzmaßnahmen“, der „Unidad Nacional de Protección“ gestellt […]

Samstag, 08. Dezember 2018

Wegen Land

Kolumbien – Menschenrechtsverteidiger Enrique Cabezas mit Mord bedroht

Amnesty International teilt in einer Urgent Action mit, wonach Enrique Cabezas, der Leiter der „Kollektivs Afro-Kolumbianischer Gemeinschaften“ in Curvaradó im Departamento Chocó im Westen Kolumbiens bedroht werde. Auch Morddrohungen stünden im Raum. Grund: Er setze sich für die Landrechte einiger kolumbianischen Gemeinden ein. Zudem kämpfe er für das Recht der dort lebenden Menschen sich aus einem seit Jahren bestehenden bewaffneten […]

Freitag, 23. November 2018

Schurkenstaat Saudi-Arabien soll weitere Kritiker ermordet haben – und zwar Prinzen

Die Khashoggi-Affäre zeigt, wie erbarmungslos das saudische Schurken-Regime seine Kritiker verfolgt und mordet. Selbst Dissidenten aus der Königs- und Diktatorenfamilie leben auf gefährlichem Fuß. So seien zwischen 2015 bis 2017 drei saudi-arabische Prinzen bis heute spurlos verschwunden, berichtete bereits vor Monaten BBC. Das heißt nichts anderes, als: Die drei Prinzen wurden wahrscheinlich auf Veranlassung des Regimes ermordet. Grund: Auch diese […]

Mittwoch, 21. November 2018

UAE

Matthew Hedges – Großbritannien droht Abu Dhabi „ernsthafte Konsequenzen“ wegen lebenslanger Haft für Briten an

Die Verstimmungen zwischen dem Westen und der arabischen Halbinsel nimmt weiter dramatische Ausmaße an. Jetzt drohte die britische Regierung den Diktatoren der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) „ernsthafte diplomatische Konsequenzen“ für die Inhaftierung eines jungen Briten an. Dies teilte der britische Außenminister mit. Auf Antrag von Abdu Dhabi war der junge britische Doktorand Matthew Hedges am Flughafen von Dubai im Mai […]

Samstag, 20. Oktober 2018

Saud

Regime des Mord-Königs von Saudi-Arabien nicht mehr satisfaktionsfähig nach seinem Khashoggi-Mord

Kommentar – Ich glaube es war ein Autor der britischen linksliberalen Tageszeitung „Guardian“, der sich an folgende Szenen erinnerte und sie dieser Tage kundtat: Schon einmal habe eine brutale arabische Diktatur geglaubt, den Westen an der Nase durch die internationale Manage ziehen zu können und der Lächerlichkeit preis zu geben. Es sei Anfang der 1990er Jahre gewesen. Das Land, in […]