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Sonntag, 17. März 2019

Alexis Tsipras Interview: Kein Drachme, sonst kaufen reiche Griechen Griechenland komplett auf

Es sind die Betrüger und Lügner von Griechenland: Die reichen und superreichen Griechen. Sie drängen das Land aus dem Euro, aus einem guten Grund: Sie wollen das Land ganz übernehmen.

Über 250 Milliarden Euro haben viele reiche Griechen in den vergangenen zwei Jahren aus Griechenland geschaufelt – ins Ausland – um dem Land noch mehr zu schaden. Das Ziel der Reichen aus der ganzen Welt, auch vieler Banken und Investments-Fonds scheint immer klarer: Griechenland soll untergehen, der Euro kippen, der Drachmen wieder eingeführt werden. Doch was das für die Griechen bedeuten würde, erklärte der griechische Regierungschef Alexis Tsipras in einem weltweit verfolgten Interview im griechischen Fernsehen:

„Würden wir einen Grexit oder einen Grexit auf Zeit nach Schäubles Vorschlag machen, hieße das, dass die Griechen statt 800 Euro nur 800 Drachmen bekämen. Damit könnten sie aber nicht mehr einen Monat leben, sondern nur noch 3 Tage.“ Doch damit nicht genug. Geradezu in einem Nebensatz erklärte er in dem TV-Interview, was ihn aber mindestens ebenso herumtreibt: Würde man aus dem Euro austreten und den Griechischen Drachmen wieder einführen, würde das zu einer massiven Entwertung des Geldes führen. „Dann würden die reichen Griechen zurückkommen und billig ganz Griechenland aufkaufen.“

Denn klar ist: Wenn Griechen statt 800 Euro nur noch 800 Drachmen bekämen und dafür gerade einmal drei Tage lang leben könnte, hieße das: Millionen Griechen würden für nur 3 Tage je Monat ihren Lebensunterhalten bestreiten können. Millionen müssten ihre Wohnungen verkaufen, ihre Häuser, Hunderttausende würden obdachlos. Deshalb sagte Griechenlands Regierungschef: „Ich stehe nicht hinter dem neuen mit der EU abgeschlossenen Finanz-Hilfspaket in Höhe von über 80 Milliarden Euro, aber ich musste den Vertrag unterschreiben, um die Mittelschicht und vielen armen Menschen nicht in den kompletten Abgrund zu stürzten.“

Derweil forderte der IWF die europäische Staatengemeinschaft angesichts dieser dramatischen Szenerien auf, endlich einem Schuldenschnitt für Griechenland zuzustimmen. Auch müssten die dann noch übrig gebliebenen Schulden auf eine Rückzahlungsfrist auf bis zu 30 Jahre gestreckt werden. Übersetzt heißt dies: Jetzt fordert auch der IWF einen Sonderfinanzplan für Griechenland. Ganz so, wie es Deutschland nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg (WW II) bewilligt worden war, um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen.



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