Skip to main content
Dienstag, 19. Juni 2018

Alexis Tsipras Interview: Kein Drachme, sonst kaufen reiche Griechen Griechenland komplett auf

Es sind die Betrüger und Lügner von Griechenland: Die reichen und superreichen Griechen. Sie drängen das Land aus dem Euro, aus einem guten Grund: Sie wollen das Land ganz übernehmen.

Über 250 Milliarden Euro haben viele reiche Griechen in den vergangenen zwei Jahren aus Griechenland geschaufelt – ins Ausland – um dem Land noch mehr zu schaden. Das Ziel der Reichen aus der ganzen Welt, auch vieler Banken und Investments-Fonds scheint immer klarer: Griechenland soll untergehen, der Euro kippen, der Drachmen wieder eingeführt werden. Doch was das für die Griechen bedeuten würde, erklärte der griechische Regierungschef Alexis Tsipras in einem weltweit verfolgten Interview im griechischen Fernsehen:

„Würden wir einen Grexit oder einen Grexit auf Zeit nach Schäubles Vorschlag machen, hieße das, dass die Griechen statt 800 Euro nur 800 Drachmen bekämen. Damit könnten sie aber nicht mehr einen Monat leben, sondern nur noch 3 Tage.“ Doch damit nicht genug. Geradezu in einem Nebensatz erklärte er in dem TV-Interview, was ihn aber mindestens ebenso herumtreibt: Würde man aus dem Euro austreten und den Griechischen Drachmen wieder einführen, würde das zu einer massiven Entwertung des Geldes führen. „Dann würden die reichen Griechen zurückkommen und billig ganz Griechenland aufkaufen.“

Denn klar ist: Wenn Griechen statt 800 Euro nur noch 800 Drachmen bekämen und dafür gerade einmal drei Tage lang leben könnte, hieße das: Millionen Griechen würden für nur 3 Tage je Monat ihren Lebensunterhalten bestreiten können. Millionen müssten ihre Wohnungen verkaufen, ihre Häuser, Hunderttausende würden obdachlos. Deshalb sagte Griechenlands Regierungschef: „Ich stehe nicht hinter dem neuen mit der EU abgeschlossenen Finanz-Hilfspaket in Höhe von über 80 Milliarden Euro, aber ich musste den Vertrag unterschreiben, um die Mittelschicht und vielen armen Menschen nicht in den kompletten Abgrund zu stürzten.“

Derweil forderte der IWF die europäische Staatengemeinschaft angesichts dieser dramatischen Szenerien auf, endlich einem Schuldenschnitt für Griechenland zuzustimmen. Auch müssten die dann noch übrig gebliebenen Schulden auf eine Rückzahlungsfrist auf bis zu 30 Jahre gestreckt werden. Übersetzt heißt dies: Jetzt fordert auch der IWF einen Sonderfinanzplan für Griechenland. Ganz so, wie es Deutschland nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg (WW II) bewilligt worden war, um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen.



Das könnte Sie interessieren

Mittwoch, 13. Juni 2018

Nasa Embera Chamí -

Indigene Gemeinschaft in Kolumbien mit Waffen bedroht und vertrieben

AI, Kolumbien – Mehr als 200 Angehörige der indigenen Gemeinschaft Nasa Embera Chamí aus dem Reservat La Delfina im Westen Kolumbiens seien, teilt Amnesty International in einer Urgent Action mit, aus ihren Wohnorten vertrieben worden. Zuvor sei am 8. Juni 2018 ein Anschlag auf einen Bewohner der Gemeinde verübt worden. Dies zeige einmal mehr, dass die Menschen dort dringend mehr […]

Donnerstag, 10. Mai 2018

Morde in Kolumbien wegen Staudammprojekt -

Hugo Albeiro George Pérez neues Opfer

Kolumbien – Amnesty International (AI) weist in einer Urgent Agent darauf hin, dass in dem lateinamerikanischen Staat Kolumbien Umweltschützer massiv bedroht, eingeschüchtert, ja sogar ermordet würden. So sei ein Mitglied der Bewegung Ríos Vivos (Lebende Flüsse) am 2. Mai getötet worden. Das sei jener Tag, an welchem die Gruppe einen ganztägigen Protestmarsch gegen das Hidroituango-Staudammprojekt im Departamento Antioquia veranstaltet habe. Mitglieder der […]

Montag, 30. April 2018

Israel ermordete 39 Palästinenser: Amnesty fordert exzessive Gewalt umgehend einzustellen

Die international größte Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) fordert in einer dringlichen Presseerklärung, dass Israel seine ‚exzessive Gewalt‘ gegen Palästinenser umgehend einstellen solle. Wir zitieren aus der Presserklärung: „Während am Freitag, dem 13. April 2018 die Proteste aufs Neue begannen, erklärte Amnesty International, dass die israelischen Behörden der Anwendung von übermäßiger und tödlicher Gewalt zur Unterdrückung palästinensischer Demonstrationen im Gazastreifen ein […]

Samstag, 14. April 2018

Bomben auf Syrien +++ Der schmutzige Krieg der USA, Frankreichs und Großbritanniens

Kommentar – Es gehört seit Jahrhunderten zum strategischen Repertoire ehemaliger westlichen Kolonialstaaten wie den USA, Frankreichs oder Großbritanniens, die Geschichte immer so umzuschreiben, dass man selbst mit einer angeblich sauberen Weste dasteht. Ganz nach dem Motto: Die Geschichte schreibt immer der Sieger. Das ist auch beispielsweise mit den Deutschbalten so. 1917, im Zuge der Russischen Revolution, die als „Februarrevolution 1917“ […]

Samstag, 31. März 2018

Palästinensische Menschenrechtsorganisation +++ 13 Tote und 1031 Verletzte durch Israel am Karfreitag

Die palästinensische Menschenrechtsorganisation PCHR, auf Englisch „Palestinian Center for Human rights“, teilte am Freitagabend in einer Presserklärung mit: „Am blutigsten Tag nach der Offensive des Jahres 2014“ habe die israelische Armee im Rahmen militärischer Operationen im östlichen Gaza-Streifen 13 palästinensische Zivilisten getötet und 1.031 Menschen verletzt. Unter den Verletzten seien 218 Kinder und 34 Frauen. [1] Namentlich konnte die PCHR […]

Donnerstag, 22. März 2018

Türkei feiert Ermordung von kurdischen Frauen +++ Merkel nennt Türkei-Krieg in Syrien inakzeptabel

Unterschiedlicher könnte die völkerrechtlich illegale türkische Militärinvasion im geschundenen Nachbarland Syrien nicht wahrgenommen werden: Während türkische Medien den Endsieg und Völkermord an den Kurden in Syrien feiern, hagelt es im Ausland Kritik, wie jetzt von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). So schrieb beispielsweise das türkische Medium „1 Stunde vor dem Morgen“ wonach „Die Anführer der PKK und YPJ eins nach […]


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*