Skip to main content
Mittwoch, 20. März 2019

Ägyptischer Milliardär Naguib Sawiris will für 100.000 Flüchtlinge Insel in Griechenland kaufen

Der ägyptische Tourismus-Milliardär Naguib Sawiris, der auch deutsch spricht, kündigte Sonntagabend auf CNN in der Sendung Fareed Zakaria an, er wolle sich um 100.000 Flüchtlinge kümmern. Voraussetzung sei, dass ihm die griechische Regierung eine Insel verkaufe. Dort wolle er dann bis zu 100.000 Flüchtlinge als Gastgeber umsorgen und ihnen Schutz geben. Naguib Sawiris ist der Bruder des FTI-Miteigentümer Samih Sawiris, der ebenfalls deutsch spricht. FTI ist ein deutscher Reiseveranstalter aus München.

Naguib Sawiris, der in Deutschland studierte, erklärte, dass es aber mit dem Inselkauf nicht getan sei. Vielmehr müsse die griechische Regierung dafür sorgen, dass die Flüchtlinge auch staatlich registriert würden und den administrativ-staatlichen Teil auf der Insel übernehme. Alles andere sei aber kein Problem. Gerade Griechenland habe zahlreiche Inseln, die zum Verkauf stehen: „Den Rest mache ich dann.. Ich baue Übergangs-Schulen, Übergangs-Krankenhäuser“, so Sawiris.

Weiter erklärte Naguib Sawiris, wonach er davon ausgehe, dass der Krieg in Syrien „nicht bald vorüber“ sei. Vielmehr könne „es Jahre dauern“. Außerdem verwies Sawiris darauf, dass das Wetter in Europa nun kälter werde, weshalb die Zeit dränge: „Es wird kälter, wir müssen handeln“, sagte er auf CNN.

Auf die Frage des CNN-Reporters Fareed Zakaria, warum Sawiris als Ägypter eine griechische Insel kaufe wolle und warum man nicht die Flüchtlinge in Ägypten, seiner Heimat unterbringe, antwortete der bekannte Tourismus-Unternehmer und Milliardär, der auch den ägyptischen Ferienort Al Gouna mit seinem Bruder Samih Sawiris gründete: „Da Ägypten bereits 400.000 Flüchtlingen ein Zuhause gibt.“

Mit Blick auf Ägyptens arabische Nachbarstaaten Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate (Dubai, Abu Dhabi) ergänzte Sawiris:

„Die tun bereits viel, aber es ist alles sehr schwierig. Vor allem wegen Isis. Natürlich sollten die Länder mehr tun. Es ist nicht die Lösung, wenn die USA 300 Soldaten da hinschicken. Isis sind nicht nur Terroristen, die sind Kriminelle und Gangster.“

Der Vorstoß von Naguib Sawiris erfolgt im Zuge der von Deutschlands Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) ausgegebenen politischen Richtschnur, dass Deutschland 800.000 zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen wolle, um diese vor Kriegen zu schützen. Betroffen sind vor allem Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Libyen (ein Land das seit dem völkerrechtlich umstrittenen NATO-Krieg im Jahr 2011 als gefallen gilt).

Naguib Sawiris studierte in Deutschland an der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) und ist mit seinem Bruder Inhaber des ägyptischen Touristikkonzerns Orascom Development, der auch mit Zehntausenden deutschen Touristen in Ägypten jährlich Geschäfte macht.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Donnerstag, 24. Januar 2019

Israel schickt Beduine Sayyah Abu Mdeighim al-Turi 10 Monate ins Gefängnis

In einer Urgent Action teilt Amnesty International (AI) mit, wonach am 25. Dezember 2018 Scheich Sayyah Abu Mdeighim al-Turi eine zehnmonatige Haftstrafe in Israel habe antreten müssen. Amnesty schreibt zu dem Gerichtsurteil, dieses sei auf Grund der Tatsache gefällt worden, da der Verurteilte seine Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit für ein Beduinendorf wahrgenommen habe. Sayyah Abu Mdeighim al-Turi büße seine Haftstrafe derzeit […]

Mittwoch, 16. Januar 2019

Prozess, Alfamir Castillo

Schüsse auf Aktivistin in Kolumbien wegen Armee-Mordvorwürfen

Am 11. Januar 2019 hätten zwei Unbekannte in der Gemeinde Pradera im Süden von Kolumbien auf das Auto der Aktivistin Alfamir Castillo geschossen. Der Täter habe von einem Motorrad aus geschossen. Das berichtet nun Amnesty International Deutschland. Das Anschlags-Opfer sei in Begleitung ihres Mannes und zweier LeibwächterInnen gewesen, welche von der „Behörde für Schutzmaßnahmen“, der „Unidad Nacional de Protección“ gestellt […]

Samstag, 08. Dezember 2018

Wegen Land

Kolumbien – Menschenrechtsverteidiger Enrique Cabezas mit Mord bedroht

Amnesty International teilt in einer Urgent Action mit, wonach Enrique Cabezas, der Leiter der „Kollektivs Afro-Kolumbianischer Gemeinschaften“ in Curvaradó im Departamento Chocó im Westen Kolumbiens bedroht werde. Auch Morddrohungen stünden im Raum. Grund: Er setze sich für die Landrechte einiger kolumbianischen Gemeinden ein. Zudem kämpfe er für das Recht der dort lebenden Menschen sich aus einem seit Jahren bestehenden bewaffneten […]

Freitag, 23. November 2018

Schurkenstaat Saudi-Arabien soll weitere Kritiker ermordet haben – und zwar Prinzen

Die Khashoggi-Affäre zeigt, wie erbarmungslos das saudische Schurken-Regime seine Kritiker verfolgt und mordet. Selbst Dissidenten aus der Königs- und Diktatorenfamilie leben auf gefährlichem Fuß. So seien zwischen 2015 bis 2017 drei saudi-arabische Prinzen bis heute spurlos verschwunden, berichtete bereits vor Monaten BBC. Das heißt nichts anderes, als: Die drei Prinzen wurden wahrscheinlich auf Veranlassung des Regimes ermordet. Grund: Auch diese […]

Mittwoch, 21. November 2018

UAE

Matthew Hedges – Großbritannien droht Abu Dhabi „ernsthafte Konsequenzen“ wegen lebenslanger Haft für Briten an

Die Verstimmungen zwischen dem Westen und der arabischen Halbinsel nimmt weiter dramatische Ausmaße an. Jetzt drohte die britische Regierung den Diktatoren der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) „ernsthafte diplomatische Konsequenzen“ für die Inhaftierung eines jungen Briten an. Dies teilte der britische Außenminister mit. Auf Antrag von Abdu Dhabi war der junge britische Doktorand Matthew Hedges am Flughafen von Dubai im Mai […]

Samstag, 20. Oktober 2018

Saud

Regime des Mord-Königs von Saudi-Arabien nicht mehr satisfaktionsfähig nach seinem Khashoggi-Mord

Kommentar – Ich glaube es war ein Autor der britischen linksliberalen Tageszeitung „Guardian“, der sich an folgende Szenen erinnerte und sie dieser Tage kundtat: Schon einmal habe eine brutale arabische Diktatur geglaubt, den Westen an der Nase durch die internationale Manage ziehen zu können und der Lächerlichkeit preis zu geben. Es sei Anfang der 1990er Jahre gewesen. Das Land, in […]