Skip to main content
Mittwoch, 28. September 2022

Ägyptischer Milliardär Naguib Sawiris will für 100.000 Flüchtlinge Insel in Griechenland kaufen

Der ägyptische Tourismus-Milliardär Naguib Sawiris, der auch deutsch spricht, kündigte Sonntagabend auf CNN in der Sendung Fareed Zakaria an, er wolle sich um 100.000 Flüchtlinge kümmern. Voraussetzung sei, dass ihm die griechische Regierung eine Insel verkaufe. Dort wolle er dann bis zu 100.000 Flüchtlinge als Gastgeber umsorgen und ihnen Schutz geben. Naguib Sawiris ist der Bruder des FTI-Miteigentümer Samih Sawiris, der ebenfalls deutsch spricht. FTI ist ein deutscher Reiseveranstalter aus München.

Naguib Sawiris, der in Deutschland studierte, erklärte, dass es aber mit dem Inselkauf nicht getan sei. Vielmehr müsse die griechische Regierung dafür sorgen, dass die Flüchtlinge auch staatlich registriert würden und den administrativ-staatlichen Teil auf der Insel übernehme. Alles andere sei aber kein Problem. Gerade Griechenland habe zahlreiche Inseln, die zum Verkauf stehen: „Den Rest mache ich dann.. Ich baue Übergangs-Schulen, Übergangs-Krankenhäuser“, so Sawiris.

Weiter erklärte Naguib Sawiris, wonach er davon ausgehe, dass der Krieg in Syrien „nicht bald vorüber“ sei. Vielmehr könne „es Jahre dauern“. Außerdem verwies Sawiris darauf, dass das Wetter in Europa nun kälter werde, weshalb die Zeit dränge: „Es wird kälter, wir müssen handeln“, sagte er auf CNN.

Auf die Frage des CNN-Reporters Fareed Zakaria, warum Sawiris als Ägypter eine griechische Insel kaufe wolle und warum man nicht die Flüchtlinge in Ägypten, seiner Heimat unterbringe, antwortete der bekannte Tourismus-Unternehmer und Milliardär, der auch den ägyptischen Ferienort Al Gouna mit seinem Bruder Samih Sawiris gründete: „Da Ägypten bereits 400.000 Flüchtlingen ein Zuhause gibt.“

Mit Blick auf Ägyptens arabische Nachbarstaaten Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate (Dubai, Abu Dhabi) ergänzte Sawiris:

„Die tun bereits viel, aber es ist alles sehr schwierig. Vor allem wegen Isis. Natürlich sollten die Länder mehr tun. Es ist nicht die Lösung, wenn die USA 300 Soldaten da hinschicken. Isis sind nicht nur Terroristen, die sind Kriminelle und Gangster.“

Der Vorstoß von Naguib Sawiris erfolgt im Zuge der von Deutschlands Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) ausgegebenen politischen Richtschnur, dass Deutschland 800.000 zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen wolle, um diese vor Kriegen zu schützen. Betroffen sind vor allem Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Libyen (ein Land das seit dem völkerrechtlich umstrittenen NATO-Krieg im Jahr 2011 als gefallen gilt).

Naguib Sawiris studierte in Deutschland an der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) und ist mit seinem Bruder Inhaber des ägyptischen Touristikkonzerns Orascom Development, der auch mit Zehntausenden deutschen Touristen in Ägypten jährlich Geschäfte macht.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 12. August 2022

Krieg

Amnesty International nimmt Stellung zur ukrainischen Armee in Zivilgebieten und der AI Pressemeldung dazu

Freitagabend erreichte uns auf eine Mail von Amnesty International, Sektion Deutschland. Darin heißt es: Viele von euch haben vermutlich aus den Medien von den vielfach sehr kritischen Reaktionen auf unsere Pressemitteilung vom 4. August 2022 zu Völkerrechtsverstößen durch die ukrainische Armee erfahren.“ Weiter führt AI aus: Man wollte die Pressemeldung im Folgenden einordnen.  So könne man „den Schmerz, die Wut […]

Dienstag, 09. August 2022

Angriffskrieg

Anzahl Tote im Krieg in der Ukraine in ersten fünf Monaten

Von Tag zu Tag steigt die Anzahl der auf ukrainischer und russischer Seite getöteten Menschen, Soldaten, Zivilisten im von Russland durchgeführten Angriffskrieg auf die Ukraine. Nach Angaben des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte (OHCHR) seien seit Beginn des Krieges in der Ukraine vor rund einem halben Jahr bis zum 31. Juli 2022 (24. Februar bis 31. Juli 2022) mindestens 5.327 Todesopfer alleine […]

Sonntag, 24. April 2022

Fake News, aber schöne

Ukraines Präsident Zelensky ‚covers‘ Endless love Song mit Ehefrau Olena Selenska

Er war zu schön, um wahr zu sein: Der Song „Endless love“, angeblich in einer Cover-Version von Ukraines Präsident Wolodymyr Oleksandrowytsch Selenskyj, in Mitteleuropa bekannt als Wolodimir Selenski, beziehungsweise Volodymyr Zelensky soll mit seiner Ehefrau, der Sängerin Olena Selenska, den wunderbaren Liebessong „Endless love“ gecovert haben. Man nahm natürlich an, dass der Song schon vor Jahren von ihm gecovert wurde. […]

Freitag, 04. März 2022

Kriege & Lügen

Flugverbotszone NATO in Ukraine hieß 26.000 Bombenangriffe der NATO auf Libyen

Kommentar – War da was? Flugverbotszone? Kennen wir das nicht irgendwoher? Ja: Wir erinnern uns an das Jahr 2011 zurück. Damals stellte der Westen mit seinem „Verteidigungsbündnis“ vor dem UN-Sicherheitsrat schon einmal einen Antrag eine angebliche „Flugverbotszone“ einrichten zu wollen. Nur nicht über der Ukraine, sondern in Libyen. Man überzeugte damals, vor zehn Jahren, den UN-Sicherheitsrat, also auch Russland und […]

Dienstag, 01. März 2022

Krieg

Amnesty International kritisiert russische Invasion der Ukraine scharf: Menschenrechte und Menschenleben gefährdet

Die weltweit tätige Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisiert scharf den Angriffskrieg des Putin-Regimes, das seit gut 20 Russland regiert. So schreibt Amnesty International: Nachdem Russland begonnen habe, „die gesamte Ukraine anzugreifen“ rufe die größte Menschenrechtsorganisation der Welt „zur unbedingten Einhaltung der internationalen Menschenrechtsnormen und des humanitären Völkerrechts auf“. „Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Nach wochenlanger Eskalation hat eine russische Invasion […]

Dienstag, 01. März 2022

Trumpf

Nicola Leibinger-Kammüller zur Ukraine Krise: „allzu oft beiseite geschaut“

Die schwäbische Unternehmerin Nicola Leibinger-Kammüller hat auf ihrem LinkedIn-Kanal sich zur aktuellen Ukraine-Krise geäußert. Wir geben ihre mahnende und weitblickende Stellungnahme ungekürzt zur Kenntnis: „Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei TRUMPF wir alle sehen an den Bildschirmen seit letzter Woche dramatische Bilder aus dem Osten Europas. Panzer und schwere Artillerie rollen auf den Straßen. Autoschlangen mit Zivilisten bewegen sich aus der […]

Du kannst das Setzen nicht funktionaler Cookies hiermit unterbinden. Hier klicken um dich auszutragen.
Translate »