In Afghanistan Anschlagsserie in Kabul – Deutsche, Britische und Russische Botschaft angegriffen

Wie in Pakistan, so in Afghanistan: Auch hier gab es am Sonntag zahlreiche Angriffe auf staatliche Institution. Dabei sei im Diplomatenviertel von Kabul nach ersten Berichten auch die deutsche Botschaft angegriffen worden. Man habe, berichten Augenzeugen, mehrere Explosionen gehört und gesehen.

Derzeit ist nicht bekannt, wie viele Opfer es in Afghanistan gibt. Neben der deutschen seien auch die britische Botschaft sowie die russische angegriffen worden. Außerdem habe es das NATO-Hauptquartier getroffen. Die Taliban nutzten wieder altbekanntes Kriegsgerät: Maschinengewehre, Granaten, Raketen. Mit einer Rakete hätten die Taliban während der aktuellen Angriffsserie beispielsweise versucht, das afghanische Parlament zu zerstören. Zudem habe der Angriff auch einem von vielen Westlern besuchten Hotel in Kabul gegolten, dem „Star Hotel“.

Der Westen, auch Deutschland, möchte bis Ende 2014 aus Afghanistan seine militärischen Einheiten abziehen. Bislang kamen mehrere Dutzend deutsche Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan ums Leben. Nach dem westlichen Abzug läge die Sicherheit des Landes wieder ausschließlich in der Hoheit der afghanischen Sicherheitsbehörden.

Derzeit sieht es jedoch nicht danach aus, dass sie wirklich in der Lage wären ohne den Westen das Land zu befrieden. Die Taliban agieren zunehmend grenzüberschreitend koordiniert und schlagen an einem Tag gleich an mehreren Zielen zu. Das kannte man bislang vor allem von der Terrororganisation Al Quaida. Wenige Stunden vor den kriegerischen Angriffen gegen westliche Institutionen in Afghanistan hatten die Taliban in Pakistan Hunderte Gefangene, darunter zahlreiche hochgefährliche, befreit.

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