Syrien und Massaker: Die Medienpropaganda des Westens läuft mal wieder in Tremseh

kriegsberichterstattung.com

Zwar hatte die syrische Opposition bereits zugegeben, dass sie den syrischen Ort Tremseh, Ort eines schrecklichen Massakers, selbst zu einem Waffenstützpunkt im Krieg gegen die syrische Regierung ausgebaut hatte, doch im Westen wird jeder Angriff der Staatstruppen gegen die Opposition einmal mehr zu illegalen „Massakern“ abgestempelt.

Möglich ist das, da die Medien sich geradezu hörig stets auf die Seite der Meinungs-Trendsetter begeben: Der US-Regierung sowie der deutschen Regierung. Aktuell ist es mal wieder der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP). Obgleich die Umstände des Todes von über 100 Personen in dem Ort noch gar nicht abschließend geklärt sind, steht für ihn schon jetzt fest: Für das „Massaker“ war natürlich nur die Regierung von Syrien verantwortlich.

Seine hanebüchene Forderung: Die syrische Regierung müsse sich ausgerechnet aus jener Region zurückziehen, in der tausende hochgerüstete Söldner, Terroristen sowie von der syrischen Armee zur umstrittenen „Freien Syrischen Armee“ übergelaufene Soldaten ihr Unwesen treiben. Die Söldner werden obendrein vom Ausland finanziert – unter anderem wohl von Saudi-Arabien sowie Katar. Gleichzeitig gießt die Türkei weitere Öl ins Feuer, lässt Waffenlieferungen über seine Grenze zu und fördert das auch.

Es ist für unabhängige Beobachtungs-Blogs wie kriegsberichterstattung.com schon längst nicht mehr möglich, sich einen unabhängigen Überblick über Täter und Opfer im syrischen Krieg zu machen.

 

Mehrere Dinge fallen aber auf: Was macht Tote in einem Krieg eigentlich zu Massaker-Opfern? Ist nicht jede Gruppe von Toten, die im Krieg fällt, auch eine Massaker-Gruppe? Ist nicht jeder Krieg ein Massaker? Wie viele tausende Massaker hat dann aber alleine das westliche Kriegsbündnis NATO auf dem Gewissen? Über die unzähligen NATO-Massaker im libyschen Krieg (geschätzte 50.000 Tote) hat fast kein westliches Medium berichtet.

Wenn es aber in Syrien 100 Tote in einem schrecklichen Kriegs-Massaker gibt – dann reagiert die westliche Propaganda-Maschinerie der Medien mit tausenden Anti-Regierungs-Artikeln. Doch: Wie soll ein Staat sich gegen Terror wehren, wenn er selbst nicht aktiv, auch militärisch, gegen hochgerüsteten Terror-Gruppen vorgehen darf?

Es ist doch wahrlich nicht so, dass es in dem Ort Tremseh ausschließlich um tote Zivilisten ginge. Die Verdachtsmomente sind zu erdrückend, dass in dem Örtchen Tremseh, der derzeit in vielen westlichen Medien zu einem mythischen Ort sakraler Energie hochstilisiert wird, nicht nur Omas und Opas auf den Bänken gesessen hätten. Nein: Es gibt zahlreihe Berichte, dass die dortige Grundschule!!! (warum gerade die Grundschule?) zentraler militärischer Umschlagsplatz der Oppositions-Parteien war.

Tremseh liegt in einem Gebiet, das zur absoluten Oppositions-Hochburg der Rebellen gehört. Sie wird dort dafür sorgen, dass die UNO-Beobachter in ihrer „Untersuchung“ keine Beweise finden, die in irgendeiner Weise die syrische „Opposition“ belasten könnten. Am Ende der Untersuchung wird sich die UNO – die vom Westen, besonders den USA dominiert wird – zum Ergebnis kommen, dass die syrischen Opposition das Unschuldslamm ist und die Regierung das Werkzeug des Teufels.

In Folge dessen werden Frankreich, Großbritannien und die USA einmal mehr im UNO-Sicherheitsrat fordern, dass in der ehemaligen französischen Kolonie die NATO einmarschieren darf. Dass sie also per UNO-Beschluss die Freigabe erhält, an Syriens Armee Massaker mit Tausenden Toten anrichten darf.

 

 

Der Unterschied wird dann nur der sein, dass die West-Medien ab diesem Zeitpunkt nicht mehr von Massakern reden. Sondern, wie es die ARD Tagesschau oder das ZDF heute Journal schon im Libyen-Krieg bis zum Exzess vormachten, nur noch die Rede davon ist, dass die NATO „militärische Ziele eliminiert“ habe.

Dass es sich schon im Libyen-Krieg häufig um vom Westen ermordete Zivilisten handelte, wird wieder einmal unter den Teppich gekehrt. Dass dieses so ist, dafür wird die NATO schon selber sorgen: Es werden nur ausgewählte NATO-nahe Kriegsberichterstatter und Kriegsreporter zugelassen werden, die auch nur zu ausgewählten, der NATO genehmen Kriegs-Schauplätzen, gebracht werden.

Es ist widerwärtig, wie im Westen viele Medien und Politiker die öffentliche Meinung manipulieren. Dass die syrische Opposition selbst tausende Tote, tausende vertriebene Christen, auf dem Gewissen hat, auch den vielfachen Mord an Kindern, Frauen und Alten, wird gerne, wie im Libyen-Krieg, unterschlagen.

Dennoch gibt es auch kritische westliche Medien. Beispielsweise berichtete die Tageszeitung DIE WELT am Samstag in einer ausführlichen Analyse sehr ausgewogen über die Komplexität des syrischen Bürgerkrieges. Dabei wurde auch die dubiose Rolle der syrischen Rebellen sowie „Opposition“ ausgiebig und wenig schmeichelhaft beleuchtet. Es gibt ihn also vereinzelt doch noch: Den viel beschworenen Qualitätsjournalismus.

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Syrische Nachrichtenagentur Sana: http://www.sana.sy/index_eng.html

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