Dorf-Grundschule Indien: 21 Kinder sterben an vergiftetem Schulessen

Indien weint. Grund: Auf einen Schlag sind 21 Kinder in nur einer Schule – der Gandaman Chhapra Dorf-Grundschule – an mit Pestizid vergiftetem Essen gestorben. Neben den Kindern starben auch 5 Erwachsene. Weitere 40 Kinder sind krank und schweben teils noch in Lebensgefahr. Die Eltern der betroffenen Schule „toben gegen die verantwortlichen Behörden“, schreibt das indische Nachrichtenportal aajtak.intoday.in. Die Kinder hatten zu Mittag eine Mahlzeit aus Linsen, Reis und Gemüse gegessen. Schuld an dem Tod so vieler Kinder ist möglicherweise ein verabreichtes vergiftetes Unkraut.

Derzeit teilt der indische Informationsminister Nitish Kumar mit, er sei zutiefst über die verstorbenen Kinder betrübt, man habe die örtliche Polizei informiert und mit einer Untersuchung beauftragt.

In Indien eskaliert aber die Wut über den offensichtlich massiv verantwortungslosen Umgang mit Lebensmitteln in Indien. So zündeten zornige Inder in Chhapra einen Polizeiwagen an. Kurz zuvor hatte die indische Regierung versucht die Wut der Menschen mit Entschädigungs-Ankündigungen zu zähmen – doch erfolglos. Grund: Wie schon in der Vergangenheit in ähnlichen Fällen, fallen diese Entschädigungen für die oft sehr armen Familien nicht sehr hoch aus. Die nun verstorbenen Kinder besuchten die ersten bis fünften Schulklassen in der betroffenen indischen Dorfschule.

Auch in der politischen Liga schlägt die Tragödie um die verstorbenen und vergifteten Kinder hohe Wellen. So fordern Parteien wie die LJP beispielsweise den Rücktritt von Ministerpräsident Nitish Kumar.

Derweil gibt es erste Gerüchte, wonach statt gesundem Gemüse vergiftetes Unkraut den Kindern vorgesetzt worden sei – um Geld zu sparen. Aus diesem Grunde wird nun vorerst in indischen Kinderheimen Unkraut von der Tageskarte gestrichen. In Indien ist es nicht unüblich, dass arme Familien auch Unkraut essen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.