Irrer Minister: Will Heiko Maas (SPD) jetzt Calvin Klein Werbung verbieten?

Wird solche Werbung nach dem Willen der SPD künftig ganz verboten? Armes Deutschland!

Kommentar – Er grinst gerne vor Kameras, die er erblickt. Er macht gerne Sprüche, die stets belehren, mahnen, klugscheißen: Heiko Maas, Justizminister der SPD im Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Was bislang keine Bundesregierung geschafft hat, will scheinbar jetzt der SPD-Mann Heiko Maas machen: Nackte Haut, die für Moralapostel sexistisch anmutet, soll in Deutschland im Bereich der Werbung angeblich nach dem Willen des Bundesjustizministers Heiko Maas gleich ganz gesetzlich verboten werden. Das berichtet unter anderem der Online-Auftritt von der Wochenzeitung „Die Zeit“. Im Zweifelsfall sollten, heißt es aus Berlin, Richter entscheiden.

Da sexistisch immer subjektiv ist und damit auch „sexistisch diskriminierend“, könnte künftig schon ein nacktes Bein oder eine nackte Männerbrust in der Werbung verboten werden. Denn letztlich könnte man aus jedem sexuell aufreizenden Motiv in der Werbung oder auch in redaktionellen Abbildungen vermuten, hier solle entweder die Frau oder der Mann als „Sexobjekt“ dargestellt werden. Aus Sicht von Maas, also „diskriminiert“ werden.

Dass es die Menschen ohne Balztänze und gegenseitiger Anmache gar nicht geben würde, scheint Heiko Maas entgangen zu sein. Warum soll das im öffentlichen Raum nun verboten werden?

Besonders pervers an Maas Strategie scheint zu sein: Was ein Schritt um Jahrhunderte zurück ist – eben das Verbot sexuell aufreizender Werbung durch Männer oder Frauen – verkauft der Bundesjustizminister auch noch als Schritt hin zu einem „modernen Geschlechterbild“ in der Gesellschaft und Werbung.

„Moderne Gesellschaft“ beim Rückschritt um Jahrhunderte?

Das bedeutet aber auch: Man tut dem Bundesjustizminister sicherlich nicht unrecht, wenn man seinen Plan bezüglich der Werbung irre nennt und folglich auch zu der Erkenntnis kommt: Heiko Maas mutiert mit seinem radikalen Plan, man könnte fast sagen, rechtsradikalen Plan, jeglichen Fetzen sexuell aufreizender Haut in der Werbung verbieten zu wollen – es könnte ja „diskriminierend sein“, da, igittigitt, Sexsymbol – zu Deutschlands irrstem Minister.

Noch abgehobener und an den Menschen vorbei kann Politik eigentlich nicht sein. Noch klarer kann sich ein Politiker vom Volk, das durchaus seit Jahrzehnten inszenierte sexuell reizende Werbemotiven liebt, nicht distanzieren.

Denn der Plan von Heiko Maas bedeutet nur eins: Künftig könnte die weltweit verbreitete Calvin Klein Werbung hierzulande Dank des SPD-Ministers verboten werden. Denn wenn nicht Ronaldo oder David Beckham sexy in ihrer Unterwäsche für Calvin Klein aussehen, wer dann?

Dass die beiden in der Werbung von Calvin Klein Sexsymbole darstellen, ist wohl klar. Sexsymbole für sich, aber auch den „Mann“ generell. Da sexy, aber möglicherweise aus Sicht von Menschen vom Schlage Maas, schnell für das männliche Geschlecht angeblich „diskriminierend“, da angeblich „sexistisch“, könnten künftig die Verbote und Strafverfahren sehr schnell auch für Calvin Klein-Werbung da sein.

Doch auch Heidi Klum kann es künftig treffen. Denn auch für Klum kann man wohl sagen: Berühmt wurde sie mit Werbung für Dessous und Dessous-Werbung macht sie auch heute noch. Ihre Weltkarriere startete sie mit Abbildungen in Sports Illustrated (Bademoden), sowie als Modell für Victoria’s Secret (wo sie keine Kochlöffel oder Bratpfannen beworben haben soll). Auch heute noch setzt Heidi Klum die weiblichen Reize gerne in der Werbung ein: So berichtete vor knapp einem Jahr news.de:

„Heidi Klums heiße Dessous-Show: Heidi Klum weiß, wie sie ihre Instagram-Follower bei der Stange hält und gleichzeitig reichlich Werbung in eigener Sache macht. Für ihre neue Dessous-Linie präsentiert sich die Model-Mama einmal mehr in knapper Unterwäsche.“

Auch mit solcher Klum-Werbung könnte wohl nach dem Willen der „Volkspartei“ SPD bald Schluss sein. Die Bild-Zeitung aus dem Hause Axel Springer könnte es künftig ebenso treffen.

Denn auch die sporadischen Pin-Up-Girls in der Bild-Zeitung (das Seite 1 Girl wurde schon vor längerer Zeit in Rente geschickt) sind ja nicht gerade unbekannt und schnell dürfte jemand da sein, der das als „geschlechterdiskriminierend“ bezeichnet. Das gilt auch für den Pirelli-Kalender, der sexuell aufreizende Werbung darstellt, oder zahlreiche andere Werbemotive. Auch der Kölner Express ist berühmt dafür, dass er gerne mal nackte sexuell aufreizende Haut zeigt.

Die moralisch-diskriminierenden Verwerfungen sind in Köln, dem Stammsitz des Express, noch größer: Durften (oder dürfen) hier die Leser sogar jahrelang entscheiden, wer das Seite 1 Girl ist und wer der Seite 1 Boy. Natürlich dienten auch diese „sexistischen“ Pin-Ups auf Seite 1  nur einem Ziel: Den Verkauf des Kölner (oder Bonner oder Düsseldorfer) Express anzukurbeln. Werbung also in redaktionellem Kleid. Will Propaganda-Chef Maas (wir dachten immer, das SPD-Blatt wäre Justizminister) das dann auch verbieten?

Sex Sells nun mal in der Werbung, aber auch in den Medien generell. Im Gegensatz zu altmodisch Nickelbrillen tragenden Ministern, die offensichtlich ein Problem mit Sexualität haben.

Sex sells… und das ist auch gut so, wo ist das Problem?

Sex sells. Das ist seit über 100 Jahren so. Und dieses Motto hat selbst die nationalsozialistische Zensur überstanden. Doch was die Nazis nicht schafften, scheint nun Deutschlands irrster Bundesminister, eben Heiko Maas, der Bundesjustizminister, durchsetzen zu wollen. Sollte er damit tatsächlich im Bundeskabinett der Bundesregierung eine Mehrheit bekommen, ebenso im Bundestag, kann man nur sagen:

Das ist dann noch ein Grund mehr, sich von den sogenannten „Volksparteien“ SPD und CDU endgültig zu verabschieden. Wer ein solch altmodisches rechtsradikales, menschenfeindliches Bild hat, wie scheinbar Heiko Maas, der ist einfach kein Vertreter mehr des Volkes, der ist eine Gefahr für die Freiheit. Schlimmer als AfD-Sprüche der vergangenen Monate.

Zudem: Seit Jahrzehnten gibt es im Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) eine Stelle, an die sich jeder wenden kann, wenn er oder sie das Gefühl hat, dass Werbung sexuell diskriminierend ist. Dafür benötigt man keine Gesetze. Denn schon bislang klappt das ganz gut, dass Werbung, die wirklich diskriminierend ist, auch wieder abgeschaltet wird.

Man nennt das, Spießer Heiko Maas, „Freiwillige Selbstkontrolle“ und sollte einem Justizminister als ausgleichendes Element der Wirtschaft ein Begriff sein. Denn prakiziert wird es seit Jahrzehnten und selbst bei den GRÜNEN war man damit glücklich und bescheinigte dem ZAW, dass die Freiwillige Selbstkontrolle der Werbung funktioniert.

ZAW kümmert sich bereits um diskriminierende Werbung, dazu benötigt man keine neuen Gesetzte

Die Werbeindustrie ist ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung sehr gut nachgekommen. Das hat auch über Jahrzehnte Volker Nickel, der langjährige Sprecher des ZAW, immer wieder in Statistiken belegt, die auch von der Politik als glaubwürdige Abbilder der werblichen Realität anerkannt werden.

Doch sollte man das Thema Sex in der Werbung sowieso nicht überschätzen: Die meisten Werbeagenturen sind vorsichtig mit zu starken sexuellen Motiven und machen ihren Job seit vielen Jahrzehnten sehr gut und sehr verantwortungsvoll.

Laut den Verhaltensregeln des Deutschen Werberats sind seit Jahrzehnten in Deutschland diskriminierende, pornografische oder gewaltverherrlichende Werbemotive untersagt. Dies umschließt auch Werbemotive, welche „die Personen auf ihre Sexualität reduzieren oder ihre sexuelle Verfügbarkeit nahelegen“. Wozu braucht es da jetzt noch ein Strafrechtsgesetz?

Sind die Gerichte, Ermittlungsbehörden und Justizminister nicht heute schon kolossal überfordert in der Bekämpfung tagtäglich über Deutschland hereinbrechender Kriminalität (Einbrüche, Autoklaus, Fahrraddiebstähle, Einzelhandels-Diebstähle, Handtaschendiebstähle usw., usw.; alles Bereiche, in welchen die polizeilichen Aufklärungsquoten im Schnitt bei desaströsen unter 10 Prozent in Deutschland liegen).

Deshalb ist der Vorstoß von Heiko Maas nicht nur ein Anschlag auf die Freiheit, sondern zeugt auch davon, dass dieser Mann eine außerordentliche Profilneurose hat.

Besonders absurd ist die ganze Geschichte, glaubt man dem Magazin „Spiegel“. Demnach berufe sich Maas in seinem Werbe-Vorstoß auf die sexuellen Übergriffe in Köln an Silvester.

Da müssen wir fragen: Was, bitte schön, hat denn das eine – strafrechtliches Verhalten bei Übergriffen – mit dem anderen, nämlich kommerzieller Kommunikation, also Werbung, zu tun? Wir können da beim besten Willen keinen Zusammenhang finden. Außer diesem:

Der Versuch, Opfer zu benutzten, um eine rechtsradikale Gesellschaftspolitik zu machen, ist das eigentlich perverse. Und natürlich, dass das ausgerechnet von einem SPD-Mann kommt, der gerne öffentlich sich prustet, gegen Rechtsradikale zu sein. Heiko Maas: Wer solche Minister in einer Partei hat, braucht keine Gegner mehr. Die surfen die Partei von ganz alleine weiter bergab.

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