Es kommt, wie es kommen musste: Entgegen der Prophezeiungen von Deutschlands Sozialromantikern fangen die nach Deutschland zurückkehrenden und vorsätzlich angesiedelten Wölfe nun an, Probleme mit sich zu bringen. Ernsthafte Probleme.

Probleme, die es ja eigentlich nach den Versprechungen der Sozialromantiker – Tierschützer im Verbund mit Politikern und Massenmedien – gar nicht geben dürfte. Einige deutsche Massenmedien schreiben derzeit romantisierend davon, wonach ein „Problemwolf“ in Niedersachsen im Örtchen Groß Hehlen einen Hund angegriffen habe, der direkt mit Herrchen auf Spaziergang gewesen sei. Es handele sich um Wolfsrüden „MT6“, liebevoll verharmlosend von den Sozialromantikern als „Kurti“ bezeichnet, welche zum „Munsteraner Rudel“ gehöre. In der Vergangenheit soll Kurti-Schlurfi bereits Schafe gerissen haben.

Fakt ist: Einen Wolf als „Kurti“ zu bezeichnen, ist so dämlich, als ob man einen Weißen Hai, der am Planschbecken von Kindern nach Nahrung fischt, als „Tinchen“ zu verniedlichen.

In die Rubrik der Sozialromantiker gehört auch Niedersachsens Umwelt-Staatssekretärin Almut Kottwitz (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). Sie sagte am Montag mit großen irritierten Augen, dass „Kurti“ sich am Sonntag und Montag gegenüber Spaziergängern im niedersächsischen Landkreis Celle in „auffälliger Distanzlosigkeit“ Menschen genähert habe.

„Nach den aktuellen Erkenntnissen hat sich das Tier mit kaum noch erkennbarer Scheu den Spaziergängern so dicht genähert, dass wir veranlasst haben, unverzüglich für eine Entnahme zu sorgen“, erklärte die Staatssekretärin in einem irren Statement. Mit „Entnahme“ ist gemeint:

Man müsse nun gegebenenfalls mit Hilfe des bereits über ein Halsband implantierten Chips den „Problemwolf“ einfangen, in ein Gehege in der Stadt Celle bringen oder ihn erschießen, beziehungsweise einschläfern. Eigentlich – aber nur eigentlich – sagen nun die Sozialromantiker, dürften solche Vorfälle gar nicht vorkommen, dass es „Problemwölfe“ gebe.

Es gibt keine „Problemwölfe“, nur „Problemmenschen“

Noch wahnwitziger kann Presseberichterstattung nicht sein: Von einem Wolf, der einen Hund angegriffen hat (einige sagen auch, gebissen habe) und sich, wie es nun mal zu seinem Instinkt gehört, auch Menschen nähert, nun zu schreiben, er sei ein „Problemwolf“.

Richtig ist aber: „Kurti“ ist kein „Problemwolf“, sondern ein ganz normaler Wolf. Es ist normales Verhalten, dass Wölfe andere Tiere reißen oder beißen.

Der Wolf ist nicht das Problem, sondern moderne Politiker, „Umweltschützer“ oder „Tierschützer“, die glauben, unsere Vorfahren in vergangenen Jahrhunderten hätten sich beim Thema Wolf in etwas hineingesteigert und ihn deshalb fälschlicherweise ausgerottet und vertrieben.

Deutsche Jahrhunderte alte Märchen wie „Der Wolf und die sieben Geißlein“ oder „Rotkäppchen“ seien letztlich Hirngespinste, sagen sie.

Der Wolf ist nicht das Problem, der Mensch ist es

Doch jetzt merken die irren Romantiker: Die Romantisiererei könnte in eine Sackgasse führen. Denn auch aus Ostdeutschland mehren sich die Berichte, wonach Wölfe beispielsweise Schafe gerissen haben.

Nicht nur in Deutschland haben Sozialromantiker es geschafft, dass Wölfe sogar vorsätzlich wieder mitten in der zivilisierten Welt angesiedelt wurden, sondern auch in Ländern wie den USA. Auch dort mehren sich die Probleme mit den „Kurtis“ dieser Welt, den Wölfen.

Wölfe haben in den Vereinigten Staaten Pferde gerissen, Rinder oder ebenfalls Schafe. Der Schaden ist nicht mehr überschaubar – vor allem in den nördlichen US-Staaten, wie Idaho. Begleichen müssen den Schaden die Opfer, oft die Farmer.

Jedenfalls faselt nun die Grünen-Landtagsabgeordnete Miriam Staudte davon, wonach sie vorschlage, den „Problemwolf“ zunächst zu betäuben und dann „in ein Gehege zur weiteren Beobachtung“ zu bringen.

Jetzt wolle man das seltsamerweise „wenig menschenscheue Tier“ mit Hilfe des schwedischen Wolfsexperten Jens Karlsson wieder einfangen. Karlssons habe bereits dem Tier im März 2016 seinen Chip eingebaut. Und seitdem habe sich der Wolf – sagen die Sozialromantiker nun erstaunt – sage und schreibe 15 Mal Menschen genähert.

CDU Niedersachsen kritisiert Grüne und SPD

Niedersachsens CDU sagte nun, man sehe es als falsch an, dass die derzeitige SPD- und Grünen-Regierung in Niedersachsen eine „Strategie des Beschwichtigens und Verharmlosens“ gefahren habe, sagte beispielsweise der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann.

Selbst Online-Anzeigen in Suchmaschinen wie Google werden geschaltet, beispielsweise durch die Gregor Louisoder Umweltstiftung aus München. Ihre Werbe-Schlagzeile: „Die Wölfe kehren zurück – So verhalte ich mich richtig“. Dabei wäre die Lösung viel einfacher: Keine Wölfe ansiedeln, dann muss man auch kein Leitfaden herausgeben, was zu tun ist, wenn ein Wolf einen anfällt oder Tiere reißt.

Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf den folgenden Artikel: „Tausende Bürger in USA erschießen Wölfe: ‚Unsinn, dass sie gut für das Ökosystem sind‘.“

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