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Sonntag, 19. Mai 2019

Hells Angels: Rockerunion wehrt sich gegen überzogene Polizeieinsätze und Polizeischikane

Die Rockerunion, ein Zusammenschluss von Rockern und Rockerclubs (MCs), also auch von Mitgliedern der Hells Angels oder Bandidos, wehr sich gegen die aus ihrer Sicht überzogenen Polizeieinsätze, insbesondere wohl auch der GSG9. Sie sehe sich zunehmend auch der „Polizeischikane“ ausgesetzt.

GSG9-Polizisten waren auf dem Wohngelände eines Chefs der Hells Angels in Hannover morgens um 5.00 Uhr mit Tiefflug-Hubschraubern eingeflogen, hatten sich abgeseilt und den Hund des Rocker-Chefs erschossen. Der Anwalt des betroffenen Hells Angels sagte, diese Tötung sei vollkommen überzogen gewesen, zumal der Hund zurückgerufen worden sei.

Die Rockerunion wehrt sich neben den aus ihrer Sicht „überzogenen Polizeieinsätzen“ auch, wie sie mitteilte, über eine unfaire und einseitige, teils auch diskriminierende Darstellung der Rockerszene insgesamt. Zudem habe man den Eindruck es immer öfters mit „Polizeischikane“ zu tun.

Die Rockerunion verbreitete anlässlich des massiven Polizeieinsatzes mit 1200 Polizisten an 89 Einsatzorten sowie den Ermittlungsverfahren gegen 69 Hells Angeles Rocker nun folgende Erklärung. In ihr wird auch ausgeführt, warum die Rocker der Öffentlichkeit eine neue kostenlose Informations-Webseite zur Verfügung stellt: „Neben unserer Protestbewegung, den Gewaltpräventionen, unserer Aktion gegen Rechts, den Klarstellungen im Internet und in den Medien, wollen wir (mit der neuen Homepage) auch ein (Informations)-Fundus für Jedermann werden.“

Auf der neuen Newsseite sollen sich neben den Rockern auch sonstige Bürger rund um die Biker-Szene in Kutte informieren können. Auf der Homepage stellen sich Rockerclubs dar, wozu auch die Musik, also der eigene Clubsound, gehört. Zudem sollen Reportagen über MCs, also Motorradclubs, verbreitet werden. Die Rockerunion sieht sich selbst als „absolut unabhängige, neutrale Protestbewegung“, die für das positive Image der Rocker in der Öffentlichkeit werben möchte. Gleichzeitig wolle man sich auch eindeutig von etwaigen kriminellen Verwicklungen einzelner Personen oder Personengruppen distanzieren.

Um in der Öffentlichkeit stärkere Aufklärungsarbeit leisten zu können, veröffentlichte die Rockerunion nun eine Petition mit dem folgenden Wortlaut, wobei Grund für die Petition sei, dass „eine Vielzahl an Klagen über SEK-Übergriffe, Polizeischikanen sowie Diskriminierungen an Rockern und Bikern“ bestehe. Zudem habe es die Rockerszene mit einer „täglichen sehr großen Streuung von Fehlinformationen und Lügen“ in den Medien zu tun. Mit Hilfe der Petition wollten die Rocker ein positives Signal an die Öffentlichkeit geben. Bereits über 2000 Männer und Frauen haben die Online-Petition bereits gezeichnet.

Weiter führt die Rockerunion aus: „Daß Rocker und in Gruppe fahrende Biker fälschlicher Weise immer wieder pauschal über die Medien kriminalisiert werden ist so alt wie das Rocker- und Bikerwesen selbst.“ Vollig falsch sei aber, dass die Medien die Rocker nun mit dem „kürzlich erfundenen Unwort Nazirocker“ versuchen würden, Rocker und Nazis gleichzusetzen.

So schreibt die Rockerunion: „Rocker sind keine Nazis“. Auch sei es falsch, alle Rocker „gleichzusetzen mit kriminellen Organisationen“. Die Rockerunion stehe „dafür ein, dass sich in der Bevölkerung nicht weiter der Verdacht verhärtet, jeder Rocker sei ein unzivilisierter, krimineller und besoffen wild um sich schlagender Nazi-Rocker“. Auseinandersetzungen würden meist nur dann auftreten, „wenn der Gegenüberstehende keinerlei Respekt zollt oder sich abwertend verhält, niemals aber weil der Gegenüberstehende einer anderen Nation“ angehöre.

Zudem gebe es eine einfache Rockerregel, so die Rockerunion: „Treue, Ehrlichkeit, Respekt und Freiheit“ seien wichtige Tugenden. Ohne sie könne „kein Rockerclub lange bestehen“. In Deutschland gibt es nach Schätzungen weit über 100.000 Rocker. Weitere lesen:

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Weitere Informationen unter: http://ledehcs.de/rockerunion/index2/index.htm



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