Skip to main content
Dienstag, 23. Juli 2019

Hells Angels Chef Frank Hanebuth ist stinksauer nach Razzia mit 1200 Polizisten

Er sei stinksauer, sagte nun Hells Angels Chef Frank Hanebuth, der Bild am Sonntag. Weder wisse er etwas über einen Folterkeller in Kiel, noch von einem Mord an einem Türken, in den die Hells Angels verwickelt sein sollen. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten in einer Großrazzia mit 1200 Beamten in hollywoodreifen Szenen unter anderem das private Wohnhaus des Hells Angels Chefs Frank Hanebuth durchsucht und dabei seinen Hund standrechtlich erschossen.

Am Donnerstagfrüh um 5.00 Uhr war die Polizei, genauer, die Elitetruppe der GSG9, mittels Tiefflug-Hubschraubern auf dem Anwesen des Hells Angels Chef Hanebuth, 47, eingetroffen, hatte sich abgeseilt und dann das Haus des Hells Angels-Chefs auf den Kopf gestellt. Der Vorwurf gegen ihn sowie 69 andere beschuldigte Hells Angels: Menschenhandel, also Prostitution, Waffenhandel, Korruption und möglicherweise Mord und Folter an einem verschwundenen Türken.

Doch: Bislang haben weder Staatsanwaltschaften, noch die Polizei, noch das Bundeskriminalamt, substanzielles vorzuweisen. In der Bild am Sonntag wird Hells Angels Chef Frank Hanebuth mit den Worten zitiert: „Ich bin stinksauer. Habe mir nichts vorzuwerfen. Von einem Folterkeller in Kiel weiß ich nichts.“

Den Schaden, der an seinem Eingangstor zu seinem Anwesen entstanden ist, da die GSG9 sich hier mittels einer Sprengung Einlass beschafft haben soll, wird auf 20.000 bis 30.000 Euro von ihm beziffert. Hanebuth: „Die Reparaturen an meinem aufgebrochenen Tor und an der Terrasse kosten mit Sicherheit 20.000 bis 30.000 Euro.“

Hanebuths Anwalt, Götz-Werner von Fromberg, kritisiert die Polizei und GSG9 mit den Worten, die Aktionen seien „völlig überzogen und unverhältnismäßig“ gewesen.

Derweil wird der Druck für die Kieler Staatsanwaltschaft größer. Sie hatte maßgeblich die umfangreichen Polizeiaktionen in die Wege geleitet, konnte aber bislang nichts Substanzielles der Öffentlichkeit vorweisen. Weder wurde bislang ein behaupteter Folterkeller, in dem ein Türke von den Hells Angels gefoltert worden sein soll, der Öffentlichkeit glaubhaft präsentiert. Noch wurden die Leichenteile des Türken in dem Betonboden einer Lagerhalle bei Kiel gefunden, die Hells Angels dort einbetoniert haben sollen. Tagelang suchte die Polizei und öffnete den Betonboden mit Hilfe eines Fräsgerätes und des Technischen Hilfswerks – doch ergebnislos. Jetzt sind die Suchaktionen erst einmal abgebrochen worden.

Auch diese Artikel könnte Sie interessieren:

Hells Angels: Peinliche Ergebnisse von Polizei und Staatsanwaltschaft

2.000 Hells Angels treffen sich in Graz in Österreich zum World Run

Hells Angels: Rockerunion wehrt sich gegen überzogene Polizeieinsätze und Polizeischikane

Folterkammer Hells Angels Nicht entdeckt – Medienfalschmeldung

Hells Angels Chef Frank Hanebuth ist stinksauer nach Razzia mit 1200 Polizisten

Hells Angels: Suche nach Leiche des Türken in Lagerhalle in Kiel ruht



Kommentare (2)


IKH 14. Juni 2012 um 17:06

Polizeischikane ist überall zu finden. Man denke bspw. nur an Rosenheim. Übel, übel, ich finde Polizisten stehen nicht mehr im Mittelpunkt der Gesellschaft, sie sind Außenseiter einer gewaltbereiten Parallelgesellschaft. NICHT die Hells Angels.

Antworten

jana 29. Mai 2012 um 22:32

warum denn der arme hund??? xxxxx Leider können wir keine Kommentare veröffentlichen, die gegen das Recht verstoßen. Bitte um gegenseitigen Respekt. Danke! Der Foren-Moderator.

Antworten

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 05. Juli 2019

Öltanker

Großbritanniens Piraterie in Gibraltar gegen Iran und Syrien ist völkerrechtlich krimineller Akt

Kommentar – Großbritannien hat in einem Akt internationaler Piraterie auf Bitte der rechtspopulistischen Regierung der USA einen Öltanker militärisch aufgerieben und festgehalten. Der Öltanker hatte in der Meerenge von Gibraltar ins Mittelmeer vorstoßen wollte. Angeblich gehöre der Öltanker zum Iran, der Öl nach Syrien habe transportieren wollen. Sowohl das Mittelmeer als auch die Straße von Gibraltar sind öffentlich zugängliche Gewässer, […]

Wikimedia Commons, the free media repository. Public domain der United States. Freitag, 14. Juni 2019

Brennende Öltanker: USA führten seit 1775 über 80 Kriege oder wer einmal lügt dem glaubt man nicht

Kommentar – Die USA haben in den vergangenen 250 Jahren so oft gelogen, wenn es um Kriege ging, dass man ihnen nicht mehr glauben mag. Es ist müßig, alle Kriege aufzuzählen, in welche die USA verwickelt waren. Kriege, die in der Mehrheit durch die USA aggressiv und federführend auf Grund eigener wirtschaftlicher oder geopolitisch-expansiver Interessen durchgeführt wurden. Wikipedia Deutschland nennt […]

Donnerstag, 06. Juni 2019

D-Day

Winston Churchills Buch The Second World War: Zwischen Wahrheit und verdrehten News oder warum der Brexit so gefährlich ist

In der Normandie, im Norden Frankreichs, kamen am Donnerstagvormittag den 6. Juni 2019 Hunderte geladene Besucher gemeinsam mit rund 10 britischen Veteranen zusammen. Man gedachte den schrecklichen Ereignissen am 6. Juni 1944, die man damals als „Operation Neptune“ oder auch „Operation Overlord“ bezeichnete. Damals, vor 75 Jahren, waren an einem einzigen Tag weit über 100.000 Soldaten in einem brutalen Krieg […]

Mittwoch, 15. Mai 2019

Zündeln

Iran-Krise um angebliche Drohnenangriffe und die Lügenkriege

Kommentar – Es ist immer das gleiche: Wenn eine Nation gegen eine andere mit kriegerischen Aggressionen auf Grund politischer Dissonanzen vorgehen möchte, beginnt als erstes der PR-Lügenkrieg. Damit möchte man die Öffentlichkeit auf seine Seite ziehen. Das war im Zweiten Weltkrieg so, als Polen und Großbritannien den deutschen Diktator Adolf Hitler bewusst über die Danzig-Frage 1939 monatelang provozierten. Und damit […]

Freitag, 12. April 2019

Kamera im USB-Stick

Wikileaks US Botschaften Einkaufsliste anlässlich der Verhaftung von Julian Assange

Anlässlich der Verhaftung von Julian Assange, des „australischen politischen Aktivisten, investigativen Journalisten, ehemaligem Computerhackers, Programmierers und Sprechers der Enthüllungsplattform WikiLeaks“ (O-Ton Wikipedia Deutschland) publizieren wir hier die letzte Pressemeldung, welche Wikileaks im Dezember 2018 auf seiner deutschen Plattform publizierte. Assange hatte sieben lange Jahre seines Lebens geopfert, um für sein Projekt, die maximale Transparenz auf Regierungsebene über die Enthüllungsplattform Wikileaks […]

Sonntag, 07. April 2019

Deutsch Ostafrika

Ehemalige deutsche Kolonie Ruanda – 800.000 Menschen wurden 1994 ermordet

Es ist einer der schlimmsten Völkermorde auf dem afrikanischen Kontinent: Jener, den fanatische Hutu 1994 an rund 800.000 Menschen in Ruanda, einer ehemaligen deutschen Kolonie (Deutsch-Ostafrika) begangen haben sollen. Noch heute erinnert man sich beispielsweise in der Ortschaft Mabare an den April 1994. Es war der Beginn vor der langen Regenzeit. Die Berghänge, schreibt Al Jazeera auf seinem Onlineportal aljazeera.com, hätten […]