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Montag, 20. Januar 2020

Neonazis Hamburg: Brennende Barrikaden der linksradikalen Autonomen / 63 Festnahmen?

Angesichts der tausenden Medienveröffentlichungen rund um Rechtsradikalen-Terror dachte man schon, es gäbe sie gar nicht mehr: Die Linksradikalen, die sich gerne als linksautonome Szene verstehen und Hamburg früher regelmäßig kriegsähnliche Schlachten lieferten. Jetzt wars wieder so weit: Rund 10.000 friedliche Demonstranten engagierten sich gegen Neonazis in einer Demo – bis die Linksradikalen in ihren schwarzen Klamotten anrückten und auf Stunk aus waren. Sie verwandelten innerhalb kürzester Zeit den spießbürgerlichen Stadtteil Wandsbek in eine Katastrophengebiet.

Bürgermeister Olaf Scholz von der SPD soll empört und geschockt reagiert haben. Kurz bevor Straßenzüge in Hamburg-Wandsbek von den Linksradikalen in Höllenfeuer verwandelt wurden, hatte Scholz noch eine schöne Rede für Freiheit, Liberalität, Verständnis füreinander und ein Miteinander der Kulturen geführt.

Die Polizei rückte in Dutzenden Mannschaftswagen an, die sie eigentlich für die Rechtsextremen, für die Nazis, reserviert hatte. Seit Jahren schon gab es außer ein paar saufenden Punks in Hamburg nichts so gewalttätiges Autonomes mehr, wie jetzt. Früher waren die Linksradikalen, die Links-Autonomen, die Hafenstraßen-Besetzer, die Outlaws, Gesetzeslosen. Sie stahlen Strom und besetzten Häuser und verwandelten so manches mal die Hamburger Hafenstraße an den Landungsbrücken in ein Kriegsgebiet. Sie lehnten alles ab, was Staat war, Recht und Gesetz oder bürgerliche Werte. Dann gabs regelmäßig zum ersten Mai gewalttätige Ausschreitungen beispielsweise im Schanzenvierte. Und nun Wandsbek.

Zahlreiche Demonstranten, die bis vor dem Eintreffen der Linksextremen noch weiße Friedensplakate mit den Aufschriften „Hamburger Muslime. Für friedliches Miteinander. Gegen Gewalt“ trugen, ließen stehenden Fußes ihre Demonstrations-Plakate fallen und rannten davon, um den Linksextremen zu entkommen. Für viele war es zu spät: Von allen Ecken zuckten Feuerpfeile von den brennenden Barrikaden, die die linksradikalen Chaoten und Aufständler fluchs errichtet hatten. Auch sollen Polizeiautos angezündet worden sein, was aber noch nicht offiziell bestätigt wurde.

Insgeheim dürften sich schon viele Hamburger gedacht haben, die Rechtsextremen würden für Gewalt an diesem Samstag sorgen. Und dann warens doch die Linksradikalen, die autonome Szene von Hamburg.

Teile von Wandsbek seien verwüstet worden, zog die Polizei bislang Bilanz. Die riesigen lodernden Feuer konnten sich aus typischem Barrikaden-Müll und umgekippten Mülleimern nähren. Erst als die Feuerwehr anrückte und die Polizei ihren riesigen Wasserwerfern „Wasser marsch“ befahl, konnten die linksautonomen Chaoten zurückgedrängt werden.

Die Polizei teilte mit, es gäbe unter ihren 38 verletzte Polizisten, da sie mit Böllern und Steinen beworfen worden seien. Auch wenn die Kesselnahme von Demonstranten verfassungsrechtlich verboten ist – der Hamburger Kessel vor gut 20 Jahren ging in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ein – bildete die Polizei angeblich doch wieder einen Kessel und kreiste damit die Linksautonomen ein. Ob das wirklich geschah, konnte bislang nicht verifiziert werden.

Wenn es aber der Fall war: Dann werden es die Richter im Falle von rechtlichen Auseinandersetzungen nicht einfach haben. Denn einerseits wollte die Polizei damit wahrscheinlich eine Kollision von Linksextremen und Rechtsextremen vermeiden, auf der anderen Seite gibt es das Gut der Freiheit. Das heißt: Eine Einkesselung ist ein verbotener Freiheitsentzug. Es heißt, die Polizei habe gigantische 500 bis 700 Teilnehmer vorübergehend „in Gewahrsam genommen“. Es seien Verfahren wegen schweren Landfriedensbruchs eingeleitet worden. Darunter seien auch Sitzblockaden-Demonstranten. Festnahmen habe es wohl bislang 19 gegeben.

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