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Hells Angels: Mordanschlag galt André S., bekannter Hells Angels in Berlin

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Der Berliner Tagesspiegel berichtet, der Mordanschlag gegen einen Hells Angels in Berlin Hohenschönhausen in der Zingster Straße richtete sich gegen André S., einen in der Stadt bekannten Hells-Angels-Präsidenten. Im Krankenhaus kämpfen derzeit Ärzte um sein Leben. Der Täter ist auf der Flucht. Das Opfer selbst gilt als ‚Graue Eminenz‘ in der Rockerszene. Schon einmal sei mit Macheten nach Angaben des Tagesspiegel ein Mordanschlag gegen ihn verübt worden – aus einem anderen fahrenden Auto heraus, welches sein Auto zunächst gerammt habe.

Während der Täter des Machetenangriffs niemals gefasst werden konnte mangels Beweisen, könnte die Ermittlung des Täters in dem erneuten Mordanschlag etwas leichter werden. Denn es gibt eine Zeugin: Eine Berlinerin hatte sowohl den Täter wie André S. auf offener Straße in Berlin Hohenschönhausen streiten gehört, kurz darauf fielen die Schüsse. Der 47-Jährige wurde an mehreren Stellen im Körper lebensgefährlich verletzt. Er war auch in der lokalen Fußball-Clubszene aktiv.

Derzeit ist immer noch nicht klar, was den Mordanschlag ausgelöst haben könnte. Beobachter meinen, es könnte sich um einen Konflikt zwischen den Bandidos und den Hells Angels handeln. In den Medien wird spekuliert, ob der Rockerkrieg zwischen den Hells Angels und den Bandidos wieder aufflammt.

Ein Polizist meinte, der Mord-Versuch könne auch im Zusammenhang mit der Großrazzia der Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft vor wenigen Tagen in der deutschen Hauptstadt in Zusammenhang stehen. Rund 1200 Polizisten, auch die GSG9-Kampftruppe, hatten kürzlich in Berlin und Brandenburg 80 Wohnungen von Bandidos-Mitgliedern durchsucht. Der Vorwurf gegen neun Personen, die auch verhaftet wurden und nun in U-Haft sitzen: Bandenmäßige Verwicklung ins Berliner Drogengeschäft, aber auch Menschenhandel. Neben manchen Rockern sind auch Asiaten und Ost-Europäer in das Geschäft mit Drogen in Berlin verwickelt. Asiaten bieten häufig sogar auf offener Straße Drogen an. Die Berliner Polizei sagte jedoch, alle Spekulationen rund um die Ursachen dieses Mordanschlags seien derzeit substanzlos. Man tappe noch komplett im Dunkeln.

S. ist nach Angaben des Berliner Tagesspiel in Berlin Gastronom und engagiere sich leidenschaftlich im Berliner Fußballverein BFC Dynamo.

Kommentar
In Berlin werden rund 900 Motorrad-Fahrer den Bandidos oder Hells Angels zugerechnet. Die Razzia brachte derzeit gegen lediglich ein Prozent solch handfesten Beweise, dass Haftbefehl erlassen wurde. Gegen 99 Prozent der Motorradfahrer in Kutte konnten also keine kriminellen Verwicklungen nachgewiesen werden. So lange haben sie als unschuldig zu gelten, wie es sich in einem Rechtsstaat gehört. Auch hat eine Vorverurteilung durch Medien nach dem Pressecodex deshalb zu unterbleiben.

Der Mordanschlag an dem Hells-Angels-Boss wird unweigerlich die gesamte Rockerszene hart treffen. Denn es ist Wasser auf die Mühlen all jener, die ungerechtfertigter Weise versuchen, die gesamte Rockerzunft zu kriminalisieren. Deshalb ist dieser erneute Anschlag gleichzeitig ein Anschlag auf all die Tausenden friedlichen Motorradfahrer in Kutte, die einfach nur gerne beisammen sind, ohne in kriminelle Machenschaften verwickelt zu sein. Und das ist die überwältigende Mehrheit, wie all die vergangenen Razzien der vergangenen drei Wochen zeigten.

Zudem machen solche kriminellen Gewaltaktionen Versuche zu Nichte, wie zum Beispiel der Rockerunion, einem Zusammenschluss zahlreicher Rocker und Rockerclubs, eben der Öffentlichkeit zu vermitteln, dass die überwältigende Mehrheit der Kuttenfahrer friedlich ist, aus ganz normalen Steuerzahlern und auch Familienvätern besteht. Bitte hierzu die folgenden Texte beachten.

Polizeirazzien Hells Angels, Bandidos: ‚Frauen und Kinder mit Füßen zu Boden gedrückt, Wohnungen Erdboden gleich gemacht‘

Bandidos Razzia -99 Prozent gelten bislang als unschuldig / 1 Prozent der 900 Berliner Mitglieder sitzt jetzt in U-Haft

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