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Samstag, 22. September 2018

Krieg Türkei Syrien rückt näher: Erdogan lässt Panzer an syrischen Grenze auffahren

Der türkische Ministerpräsident Recep Erdogan lässt an der syrischen Grenze Panzer auffahren. Damit eskaliert die Auseinandersetzung zwischen der Türkei und Syrien weiter. Ursprung des Konfliktes ist, dass die Türkei vor wenigen Tagen mit einem Militärflugzeug in den Luftraum Syriens eingedrungen war, um wahrscheinlich zu spionieren oder Syrien zu provozieren. Daraufhin schoss das syrische Militär das türkische Militärflugzeug ab. Die Türkei hatte behauptet, das Flugzeug sei zufällig in den syrischen Luftraum eingedrungen. Allerdings halten Militärbeobachter diese Version für wenig glaubhaft.

Derzeit seien Panzer, die Rede ist vom Leopard-Kampfpanzer, vor allem in den südostanatolischen Grenzstädte Nusaybin und Cizre gesichtet worden, heißt es. Mittlerweile seien ganze Panzereinheiten dort aufgerollt. Erdogan selbst wirft dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad Kriegsverbrechen vor. Allerdings ist auch Erdogan selbst kein unbeschriebenes Blatt. Nach mehreren Berichten seien während seiner Amtszeit unzählige Kurden vom türkischen Militär hingerichtet worden. Erst im Dezember 2011 seien rund 30 Türken an der Grenze zum Irak von Drohnen ermordet worden, die die Türkei von den USA angefordert hätten. Insgesamt brachten die Türken nach Berichten von Menschenrechtlern in den vergangenen Jahrzehnten rund 40.000 Kurden um. Die Rede ist von einem Genozid.

Erdogan streitet das zwar ab, sagte nun aber im Angesicht des Konfliktes mit Syrien, er sehe militärische Einheiten Syriens, die sich der Grenze der Türkei näherten, ab sofort als feindliche Ziele an. Derweil ruft Russland die beiden Konfliktparteien Türkei und Syrien zur Mäßigung auf. Es sei wichtig, dass sowohl die Türkei wie Syrien den Vorfall mit dem Kampfflugzeug nicht als Provokation werteten. Das führe nur zu einer weiteren Destabilisierung der Region. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen mahnte, ähnlich wie Russland, alles zu tun, damit es nicht zu einer weiteren Eskalation zwischen Syrien und der Türkei komme.

Syrien wird von Tag zu Tag instabiler. Mittlerweile befinden sich nach Schätzungen einige Tausend Söldner im Land, die von der Türkei aus mit Waffen und finanziellen Mitteln unterstützt werden. Der syrische Präsident Baschar al-Assad erklärte deshalb, sein Land befinde sich mittlerweile im Krieg.

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Syrische Nachrichtenagentur Sana: http://www.sana.sy/index_eng.html



Kommentare (2)


Klaus 28. Juni 2012 um 11:04

Der Artikel ist Blödsinn in reinster Form,sie sollen Informierend wirken und nicht einseitige Schulzuweisungen durchdrücken, Nadir Org und Kurdistan Rundbrief danken ihnen sicherlich gerne für den Quatsch.

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Möller 27. Juni 2012 um 15:58

bla bla bla…..echt schlecht!

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