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Freitag, 30. Oktober 2020

Syrien: Saudi Arabien finanziert Freie Syrische Armee und liefert Waffen / Türkei ist Lager

Saudi Arabien finanziert gemeinsam mit einigen anderen arabischen Staaten wie Katar die umstrittene „Freie Syrische Armee“ (Free Army fighters). Das berichtet die syrische staatliche Nachrichtenagentur sana unter Bezugnahme auf einen Bericht vom Wochenende in der angesehenen britischen Zeitung „The Guardian“. Die Finanzierung geschehe über Gehaltszahlungen, die die Araber in der Türkei an die Soldaten kistenweise bar übergeben würden. Derweil deutet sich an, dass der Konflikt zwischen der Türkei und Syrien wegen eines von Syrien abgeschossenen türkischen Militärflugzeugs einigermaßen friedlich beigelegt werden könnte. Allerdings wolle die Türkei mit seinen NATO-Partner den Vorfall zumindest besprechen und über mögliche Reaktionen diskutieren.

Es heißt, der Plan, dass Saudi-Arabien die „Freie Syrische Armee“ finanziere, entspringe einem Beschluss zwischen den Saudis, den USA und weiteren arababischen Staaten. Des Weiteren berichtet die syrische Nachrichtenagentur unter Bezugnahme auf den Artikel im „The Guardian“, dass die umstrittene „Freie Syrische Armee“ in Istanbul ein Kommandozentrum einrichten dürfe mit insgesamt 22 Angestellten. Allerdings sind Berichte über finanzielle und auch logistische Unterstützungen der „Freien Syrischen Armee“ nicht neu. Man nimmt an, dass dies seit Beginn des Krieges in Syrien – also seit gut 14 Monaten – geschieht.

Des Weiteren schrieb der „The Guardian“ laut der syrischen Nachrichtenagentur, dass Journalisten der Zeitung berichtet hätten, wonach sie Augenzeugen eines Waffen- und Geldtransports in der Türkei für die „Freien Syrischen Armee“ gewesen sein. So hätten sie fünf Männer gesehen, die im „traditional Gulf style“ gekleidet gewesen seien und in einer Polizeistation in dem Grenzdorf al-Tima eingetroffen seien. Sie wären unterwegs gewesen von der türkischen Stadt Reyhanli.

Ihr „Gepäck“ hätte aus 50 Boxen mit Gewehren (rifles), Munition (ammunitions) und Medizin bestanden. Obendrein hätten sie umfangreich Bargeld (large bundles of cash) bei sich getragen, wohl überwiegend bestehend aus Dollar oder Euro. Die Araber seien respektvoll von der „Freien Syrischen Armee“ empfangen worden (were treated with respect by the “Free Syrian Army“).

Bei der „Freien Syrischen Armee“ handelt es sich um ein Sammelsurium aus syrischen Oppositionellen, desertierten Soldaten, Söldnern und Terroristen. Die „Freien Syrischen Armee“ ist auch in diverse Massaker in syrischen Ortschaften verwickelt und gilt teils sogar als Urheber von Massakern, die später auch vom Westen versucht wurden, dem regierenden umstrittenen Diktator und Präsidenten Baschar Hafiz al-Assad (arabisch ‏ بشار حافظ الأسد ‎, DMG Baššār Ḥāfiẓ al-Asad) in die Schuhe zu schieben.

Doch Syrien kämpft derzeit nicht nur mit der internationalen heimlichen Aufrüstung der „Freien Syrischen Armee“, welche weiteres Öl ins Feuer der Konfliktparteien gießt, sondern auch mit dem Abschuss eines türkischen Kampfflugzeuges über dem Mittelmeer. Mittlerweile wurde bekannt und das räumte auch das türkische Verteidigungsministerium ein, dass die Version Syriens stimme, wonach das türkische Kampfflugzeug tatsächlich in syrisches Hoheitsgebiet geflogen ist.

Zwar hätte es zügig den Luftraum Syriens wieder verlassen, allerdings sei unmittelbar danach der Abschuss erfolgt. Man hätte feindliche Aktionen in Syrien vermutet, teilte die syrische Regierung mit. Auf Grund dieser neuen Wendung im dem Fall gehen internationale Beobachter nun doch nicht vom einem Regionalkrieg zwischen der Türkei und Syrien aus, der einen Flächenbrand nach sich hätte ziehen können, in den möglicherweise dann auch der Iran oder Russland involviert gewesen wären.

Der Konflikt zwischen syrischen bewaffneten Oppositionellen und der syrischen Regierung hat nach Schätzungen bereits um die 9000 Menschenleben gekostet. Dabei ist aber bis heute nicht klar, ob es eine Demokratiebewegung ist oder primär eine Bewegung, die Assad-gegnerische Clans inszenieren, um den Zugriff auf das Öl und die Macht im Lande zu bekommen ohne tatsächlich demokratische Anliegen zu verfolgen.

Zum Vergleich: Die NATO brachte im Libyen-Krieg nach Schätzungen von Beobachtern innerhalb von nur sechs Monaten rund 50.000 Menschen um und war in das Kriegsverbrechen des Mordes am libyschen Staatschef und Diktator Muhammed al Gaddafi verwickelt.

Weitere Informationen

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Syrische Nachrichtenagentur Sana: http://www.sana.sy/index_eng.html



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