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Samstag, 15. Juni 2019

Hells Angels: Keine Leiche eines Türken im Lagerhaus in Kiel gefunden

Es war nicht einfach für die Staatsanwaltschaft Kiel: Wochenlang suchte sie in einer Lagerhalle in Altenholz bei Kiel nach der angeblich einbetonierten Leiche eines Türken, der angeblich von Hells Angels dort entsorgt worden sei. Diese Version hatte zumindest ein Kronzeuge der Staatsanwaltschaft Kiel aufgetischt, der sich davon eine Strafminderung erhofft hatte.

Dass nun auch nach wochenlanger Graberei nichts gefunden wurde, ist für die Staatsanwaltschaft Kiel ein herber Rückschlag. Sieben quälende Wochen suchte die Kieler Kriminalpolizei nach den angeblichen Leichenteilen des Türken in der Lagerhalle. Jetzt gaben Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft in Kiel bekannt: Die Suche war ergebnislos verlaufen.

Gleichzeitig stellt sich aber auch zunehmend die Frage: Geht der Staat nicht mittlerweile zu radikal und nicht mehr angemessen gegen Motorrad-Rockerclubs vor – ob sie nun Hells Angels heißen oder Bandidos? Übertreibt der Staat es nicht mit seiner seit Monaten gerne behaupteten Kriminalisierung der Rockerszene?

Mit rund 3000 Polizisten, darunter GSG9-Kämpfern, waren in den vergangenen Wochen rund 200 Wohnungen von Hells Angels in Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Berlin untersucht worden. Wirklich umfangreiches Material, das eine organisierte Kriminalität belegen könnte, wurde nicht gefunden.

Mit dem Ende der Grabungen im Kieler Lagerhaus werden nun auch fünf Hells Angels, die seit Ende Mai 2012 in U-Haft saßen wieder freigelassen. Derweil macht sich die Staatsanwaltschaft Kiel Mut und teilte mit, man werde jetzt sehr energisch weiter nach der vor zwei Jahren verschwundenen Leiche des Türken suchen. Dabi sollte sie vielleicht auch einmal einigen Kurden in Kiel auf den Zahn fühlen. Denn das ist die zweite These: Die fieberhaft gesuchte Leiche des Türken könnten eben auch jene auf dem Gewissen haben. Es heißt, er habe mit diesen wegen Drogengeschäften im Streit gelegen. Lesen:

Polizeirazzien Hells Angels, Bandidos: ‚Frauen und Kinder mit Füßen zu Boden gedrückt, Wohnungen Erdboden gleich gemacht‘

Hells Angels: Peinliche Ergebnisse von Polizei und Staatsanwaltschaft

Rockerunion wehrt sich gegen überzogene Polizeieinsätze und Polizeischikane bei Hells Angels oder Bandidos

Zudem:

Kampf ums Überleben – Hells Angels: Mordanschlag galt André S., bekannter Hells Angels in Berlin

Bandidos Razzia -99 Prozent gelten bislang als unschuldig / 1 Prozent der 900 Berliner Mitglieder sitzt jetzt in U-Haft

2.000 Hells Angels treffen sich in Graz in Österreich zum World Run

Folterkammer Hells Angels Nicht entdeckt – Medienfalschmeldung

Hells Angels Chef Frank Hanebuth ist stinksauer nach Razzia mit 1200 Polizisten



Kommentare (1)


Hartwich 7. September 2012 um 23:25

Einen herben Rückschlag würde ich das nicht nennen,sondern mal wieder ein Beweiss das von diesen Lügnern nur Mist verbreitet wird. Super Kronzeuge,dieser Schlag ins Gesicht war schon lange mal fällig. Wer bezahlt den entstandenen Schaden? Die Steuerzahler mal wieder. Eigentlich müssten hier die blechen die dies angeordnet haben.

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