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Donnerstag, 21. Oktober 2021

Mutmaßlicher Kriegsverbrecher in Ungarn gefunden

Ein mutmaßlicher Kriegsverbrecher ist nun in Ungarn gefunden, beziehungsweise gefasst, worden. Es handele sich um den mittlerweile 97-Jährigen Laszlo C. Aufgespürt habe ihn wohl das Simon-Wiesenthal-Zentrum. Allerdings wird es langsam schwierig, überhaupt noch zu verstehen, warum bald 70 Jahre nach Ende des Zeiten Weltkrieges noch Personen gefunden werden, die angeblich Kriegsverbrecher im Zweiten Weltkrieg waren und man diese, wenn sie denn tatsächlich Kriegsverbrecher im Sinne der UNO waren, nicht schon früher verurteilt hat.

Es wird berichtet, der 97-Jährige vermeintliche ungarische Kriegsverbrecher sei zunächst vom britischen Revolverblatt „Sun“ abfotografiert und gefilmt worden. Seltsam: Die „Sun“ selber hat bislang auf seiner Homepage keine Story zum Thema publiziert, obwohl bereits über 100 englischsprachige Medien über das Thema Hintergründe publiziert haben.

Der Nazi-Jäger (Nazi hunter) Dr. Ephraim Zuroff, gleichzeitig Chef des „Wiesenthal Institute“ in Jerusalem, lässt sich in der Zeitung „Haaretz on Sunday“ mit den Worten zitieren, er habe Csatary in Ungarn aufgespürt, nachdem er von einem lokalen Bürger einen Hinweis erhalten habe. Dafür waren wohl 20.000 Euro Kopfgeld bezahlt worden. Für das Wiesenthal-Zentraum sei die Aufspürung des Ungarn, der im Zweiten Weltkrieg im Jahr 1944 an der Deportation von rund 15.000 Juden ins KZ-Lager Ausschwitz beteiligt sein soll, ein großer Erfolg.

 
Allerdings: Wie immer heißt es nach solchen „Funden“, man habe den meistgesuchten Nazi der Welt nun aufgespürt. Für die Öffentlichkeit ist es längst nicht mehr nachvollziehbar, was die jeweiligen vom Wiesenthal-Zentrum ausgerufenen angeblichen Kriegsverbrecher tatsächlich schuldig hat machen lassen und wie verifizierbar diese Aussagen sind. Das heißt vor allem: Dass es nicht nachvollziehbar ist, ob man es wirklich mit einem „Kriegsverbrecher“ oder mit einem „Helfer“ an Nazi-Verbrechen zu tun hat, die aber nicht zwangsläufig tatsächlich wissentliche Helfer der Mordmaschinerie gewesen sein müssen.

Auch ist nicht mehr durchschaubar, warum all die Jahre zuvor die Justiz nicht tätig wurde. Heißt: Es wird langsam mysteriös und man weiß nicht mehr, wem man glauben soll. Das ganze wird umso rätselhafter, als dass es häufig schon mehrere Prozesse gegen die angeblichen Täter gab, und das Wiesenthal-Zentrum plötzlich mit angeblich neuen Erkenntnissen die Öffentlichkeit wieder überrascht.

Derzeit, lässt das Wiesenthal-Zentrum wissen, verhandele man mit Ungarn, wie es nun mit dem aufgespürten weißhaarigen 97-Jährigen weitergehen soll.



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