Skip to main content
Dienstag, 15. Oktober 2019

Mutmaßlicher Kriegsverbrecher in Ungarn gefunden

Ein mutmaßlicher Kriegsverbrecher ist nun in Ungarn gefunden, beziehungsweise gefasst, worden. Es handele sich um den mittlerweile 97-Jährigen Laszlo C. Aufgespürt habe ihn wohl das Simon-Wiesenthal-Zentrum. Allerdings wird es langsam schwierig, überhaupt noch zu verstehen, warum bald 70 Jahre nach Ende des Zeiten Weltkrieges noch Personen gefunden werden, die angeblich Kriegsverbrecher im Zweiten Weltkrieg waren und man diese, wenn sie denn tatsächlich Kriegsverbrecher im Sinne der UNO waren, nicht schon früher verurteilt hat.

Es wird berichtet, der 97-Jährige vermeintliche ungarische Kriegsverbrecher sei zunächst vom britischen Revolverblatt „Sun“ abfotografiert und gefilmt worden. Seltsam: Die „Sun“ selber hat bislang auf seiner Homepage keine Story zum Thema publiziert, obwohl bereits über 100 englischsprachige Medien über das Thema Hintergründe publiziert haben.

Der Nazi-Jäger (Nazi hunter) Dr. Ephraim Zuroff, gleichzeitig Chef des „Wiesenthal Institute“ in Jerusalem, lässt sich in der Zeitung „Haaretz on Sunday“ mit den Worten zitieren, er habe Csatary in Ungarn aufgespürt, nachdem er von einem lokalen Bürger einen Hinweis erhalten habe. Dafür waren wohl 20.000 Euro Kopfgeld bezahlt worden. Für das Wiesenthal-Zentraum sei die Aufspürung des Ungarn, der im Zweiten Weltkrieg im Jahr 1944 an der Deportation von rund 15.000 Juden ins KZ-Lager Ausschwitz beteiligt sein soll, ein großer Erfolg.

 
Allerdings: Wie immer heißt es nach solchen „Funden“, man habe den meistgesuchten Nazi der Welt nun aufgespürt. Für die Öffentlichkeit ist es längst nicht mehr nachvollziehbar, was die jeweiligen vom Wiesenthal-Zentrum ausgerufenen angeblichen Kriegsverbrecher tatsächlich schuldig hat machen lassen und wie verifizierbar diese Aussagen sind. Das heißt vor allem: Dass es nicht nachvollziehbar ist, ob man es wirklich mit einem „Kriegsverbrecher“ oder mit einem „Helfer“ an Nazi-Verbrechen zu tun hat, die aber nicht zwangsläufig tatsächlich wissentliche Helfer der Mordmaschinerie gewesen sein müssen.

Auch ist nicht mehr durchschaubar, warum all die Jahre zuvor die Justiz nicht tätig wurde. Heißt: Es wird langsam mysteriös und man weiß nicht mehr, wem man glauben soll. Das ganze wird umso rätselhafter, als dass es häufig schon mehrere Prozesse gegen die angeblichen Täter gab, und das Wiesenthal-Zentrum plötzlich mit angeblich neuen Erkenntnissen die Öffentlichkeit wieder überrascht.

Derzeit, lässt das Wiesenthal-Zentrum wissen, verhandele man mit Ungarn, wie es nun mit dem aufgespürten weißhaarigen 97-Jährigen weitergehen soll.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 06. September 2019

Vertreiber

Diktator Robert Mugabe, Schlächter der Weißen, ist in Simbabwe mit 95 gestorben

Simbabwes Diktator, Robert Mugabe, ist tot. Er starb mit 95 Jahren in seinem Heimatland. Er galt für viele Schwarze als Ikone des Freiheitskampfes. So war er einer von Hunderttausenden, die vor allem in den 1970er Jahren für die Unabhängigkeit Simbabwes von der brutalen Kolonialmacht Großbritannien kämpften. Erst 1980 konnte das Ziel erreicht werden und Simbabwe erlangte seine Unabhängigkeit. Simbabwe liegt […]

Freitag, 05. Juli 2019

Öltanker

Großbritanniens Piraterie in Gibraltar gegen Iran und Syrien ist völkerrechtlich krimineller Akt

Kommentar – Großbritannien hat in einem Akt internationaler Piraterie auf Bitte der rechtspopulistischen Regierung der USA einen Öltanker militärisch aufgerieben und festgehalten. Der Öltanker hatte in der Meerenge von Gibraltar ins Mittelmeer vorstoßen wollte. Angeblich gehöre der Öltanker zum Iran, der Öl nach Syrien habe transportieren wollen. Sowohl das Mittelmeer als auch die Straße von Gibraltar sind öffentlich zugängliche Gewässer, […]

Wikimedia Commons, the free media repository. Public domain der United States. Freitag, 14. Juni 2019

Brennende Öltanker: USA führten seit 1775 über 80 Kriege oder wer einmal lügt dem glaubt man nicht

Kommentar – Die USA haben in den vergangenen 250 Jahren so oft gelogen, wenn es um Kriege ging, dass man ihnen nicht mehr glauben mag. Es ist müßig, alle Kriege aufzuzählen, in welche die USA verwickelt waren. Kriege, die in der Mehrheit durch die USA aggressiv und federführend auf Grund eigener wirtschaftlicher oder geopolitisch-expansiver Interessen durchgeführt wurden. Wikipedia Deutschland nennt […]

Freitag, 26. April 2019

Trauer

Asylsuchende aus Pakistan und Afghanistan werden in Sri Lanka wegen Terroranschlägen von verzweifelten Christen bedroht

Kommentar – Nach den Terroranschlägen von Sri Lanka, denen am höchsten Fest der Christen, dem Ostersonntag, rund 250 bis 300 Menschen zum Opfer fielen, kommen weitere Details ans Tageslicht. Alleine in der christlichen Kirche St. Sebastians in der Katuwapitiya Straße im sri-lankischen Städtchen Negombo[i] sollen 93 betende Christen von den Terroristen massakriert worden sein. Unter den in der alten Kirche […]

Sonntag, 07. April 2019

Deutsch Ostafrika

Ehemalige deutsche Kolonie Ruanda – 800.000 Menschen wurden 1994 ermordet

Es ist einer der schlimmsten Völkermorde auf dem afrikanischen Kontinent: Jener, den fanatische Hutu 1994 an rund 800.000 Menschen in Ruanda, einer ehemaligen deutschen Kolonie (Deutsch-Ostafrika) begangen haben sollen. Noch heute erinnert man sich beispielsweise in der Ortschaft Mabare an den April 1994. Es war der Beginn vor der langen Regenzeit. Die Berghänge, schreibt Al Jazeera auf seinem Onlineportal aljazeera.com, hätten […]

Freitag, 23. November 2018

Schurkenstaat Saudi-Arabien soll weitere Kritiker ermordet haben – und zwar Prinzen

Die Khashoggi-Affäre zeigt, wie erbarmungslos das saudische Schurken-Regime seine Kritiker verfolgt und mordet. Selbst Dissidenten aus der Königs- und Diktatorenfamilie leben auf gefährlichem Fuß. So seien zwischen 2015 bis 2017 drei saudi-arabische Prinzen bis heute spurlos verschwunden, berichtete bereits vor Monaten BBC. Das heißt nichts anderes, als: Die drei Prinzen wurden wahrscheinlich auf Veranlassung des Regimes ermordet. Grund: Auch diese […]