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Argentinien nimmt deutsche Urlauber in Zwangs Quarantäne wegen Corona Virus | Einreiseverbot für Deutsche in Bolivien

Aufklärung nicht nur auf Plakaten an Flughäfen wie in Deutschland. Hier ein Infostand am Flughafen in Argentinien. (Foto: privat)

So hatte sich ein Berliner seinen 14-tätigen Urlaub in Argentinien nicht vorgestellt: Als er vor zwei Tagen von Argentinien nach Deutschland zurückfliegen wollte, hatte er erfahren, dass seine Airline kurzfristig den Flug gestrichen hatte. Doch nicht nur das. In einer Mail an Freunde schreibt er am Freitag den 13. März:

So sei sein Rückflug von Argentinien nach Deutschland kurzfristig gestrichen worden: «Jetzt wurde also mein Rückflug gestrichen, im Land aufhalten darf ich mich nun aber auch nicht mehr.»

Zudem müsse er als Deutscher vorsorglich «ab Sonntag 14 Tage in Quarantäne oder 1.500,- Dollar Strafe zahlen». Weiter führt er aus: «Es ist noch nicht allzu lange her, da wurden in Argentinien unerwünschte Personen massenhaft einfach über dem offenen Meer aus dem Flugzeug geworfen.»

Für «Gedanken und Gebete», habe er vorsorglich die katholische Kirche «Iglesio Capuchino» sowie das Centro Cultural besucht. Allerdings seien auch dort «alle Veranstaltungen bis auf weiteres abgesagt» worden. Immerhin gebe es aber «in der sehr farbenfrohen Kirche der Kapuziner noch Weihwasser».

Corona in China

Besser als Deutschland im Kampf gegen Corona hätte es China gemacht: «Die kommunistischen Chinesen haben beim Ausbruch von Corona sofort alle Flüge kostenlos storniert und innerhalb von 2 Wochen das Geld zurück gezahlt.»

Auch Italien hatte seit Mitte Januar die Flüge von China nach Italien und von Italien nach China gestoppt. Das erklärte der ehemaligen italienische Premier Matteo Renzi, Parteichef der Regierungspartei Italia Viva, in einem Spiegel-Interview. [1]

Hingegen war die Lufthansa auch noch im Februar nach China geflogen. Erst Mitte Februar, als die Krise immer weiter um sich griff, meldete unter anderem die Hessenschau, wonach Lufthansa die Flüge von und nach Peking sowie Shanghai einstelle. [2]

Weiter schreibt der in Argentinien vorübergehend festgesetzte deutsche Urlauber in seiner E-Mail: «Für meinen gestrichenen Rückflug mit der spanischen Air Europa bekomme ich jetzt gnädigerweise einen Gutschein, den ich bis Jahresende einlösen kann. Bis dahin gibt es diese Airline aber wahrscheinlich gar nicht mehr.»

Wenn der Hund nicht gekommen wäre

Wenige Stunden darauf schrieb er, dass sich die Situation in Argentinien etwas entspannt habe:

«Wenn mich der Hund mit seiner nassen Schnauze im Park nicht geweckt hätte, wäre das ganze bestimmt schief gegangen. Air Europa hat heute Mittag tatsächlich noch Tickets für den Flug Córdoba – Asunción verkauft, als er auf der Homepage des Flughafens schon gestrichen war. Da ich bis Mitternacht das Land verlassen muss, habe ich innerhalb von 5 Minuten gepackt und im Grand Hotel Victoria ausgecheckt.»

Zudem führt er aus: «Obwohl es schon 14:00 war, hat mir die Dame an der Rezeption das Geld für die gebuchte zweite Nacht unaufgefordert zurückgegeben. Ausnahmsweise bin ich dann mal mit dem Taxi zum Flughafen, es gibt heute von Córdoba nur 2 Flüge ins Ausland. Santiago de Chile war dann die falsche Richtung, aber São Paulo liegt dann schon mal auf dem Weg.»

Bolivien untersagt EU-Bürgern Einreise

Desweiteren schreibt: Er müsse seine «geplanten Flüge nach Asunción, Sucre (die Hauptstadt von Bolivien) und Santa Cruz de la Sierra verfallen lassen». Ab Mitternacht sei die Einreise für EU Bürger auch in Bolivien verboten.

Es sei «erstaunlich, wie schnell hier kulturelle Veranstaltungen abgesagt wurden, am Flughafen kostenlos Masken verteilt und die Hände aller ankommenden Passagiere desinfiziert werden», wundert sich der Berliner.

In Deutschland gebe es weder Masken, Desinfektionsmittel, noch irgendeine Art von Aufklärung am Flughafen. Zumindest habe er «weder in Tegel noch Frankfurt beim Bundesgrenzschutz oder Check-in Schalter Desinfektionsmittel gesehen».

Einzelnachweise

[1] Ex-Premier Renzi über Coronakrise «Passt auf, dass ihr nicht dieselben Fehler macht wie Italien», von Frank Hornig in: Der Spiegel Online vom 13.3.2020, abgerufen am 14.3.2020.

[2] Coronavirus Lufthansa streicht alle Peking- und Shanghai-Flüge bis Ende März, von Roman Warschauer, in: hessenschaut.de, HR (Hessischer Rundfunk) vom 14.2.2020, abgerufen am 14.3.2020.



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