Skip to main content
Montag, 17. Juni 2019

Im Jemen sterben 20 Menschen bei Selbstmordanschlag – USA bringen 5 angebliche Al-Qaeda-Kämpfer mit Drohnen um

Im Nachbarstaat des Oman, im Jemen, süd-westlich auf der Arabischen Halbinsel gelegen, hat ein Selbstmordattentäter über 20 Menschen in den Tod gerissen, weitere rund 20 Personen sind zum Teil schwer verletzt worden. Es heißt, der Selbstmordanschlag (suicide attack) sei in einer Stadt im Süden des Jemen geschehen. Sie sei erst kürzlich von dem Militärs von „Al-Qaeda forces“ zurückerobert worden. Das berichtet die Zeitung „The Times of Oman“. Der Selbstmord-Attentäter habe sich für die Rück-Eroberung der Stadt durch das staatliche Militär rächen wollen.

In westlichen Medien ist derzeit zu lesen, es seien rund 40 Menschen von dem Selbstmord-Attentäter im Jemen getötet worden, weitere rund 40 seien verletzt worden. Für diese Zahlen gibt es bislang keine offizielle Bestätigung. Wörtlich zitiert die „The Times of Oman“, die in der Regel sehr gut informiert ist, den Gouverneur Jamal al-Aqal, in dessen Gebiet im Jemen der Anschlag verübt wurde, mit den Worten: „Twenty people have been killed and 20 others wounded.“

Es heißt der Täter sei ein Sympathisant von Al-Qaeda gewesen. Er habe sich bewusst unter eine Trauergemeinde begeben, die den Tod eines Verwandten eines Führers der „army auxiliary“ beklagte. Bei dieser Armee handelt es sich um eine nicht-staatliche Armee, die den Staat im Kampf gegen Al-Qaeda unterstützt. Der Beerdigte hatte wohl Mitte Juni geholfen, dass die staatliche Armee die Städte Jaar und Zinjibar (Hauptstadt der Provinz Abya) wieder von Al-Qaeda befreien konnte.
Hunderte Al-Qaeda-Kämpfer hatten diese Städte rund einen Monat lang besetzt gehalten. Auch in Syrien wird Al-Qaeda neben der terroristisch agierenden islamischen „Freien Syrischen Armee“ (FSA) eine zentrale Rolle beim Umsturz-Versuch des Regimes rund um Präsident Bashar al Assad zugeschrieben.

Selbstmordanschläge gehören im Jemen mittlerweile, wie im Irak, zum Alltag. Bereits am Freitag brachte ein 25-Jähriger Selbstmord-Attentäter mit dem Namen M. R. in der Stadt Jaar, gelegen in der Abyan Provinz, in einem Obst- und Gemüse-Markt in der Tahrir Street sieben Menschen um und verletzte 16 weitere. Er war mit einem Motorrad in das Getümmel des Marktes gefahren, ehe er seine Bombe zündete. Das berichtete zumindest die Zeitung „Jemen Post“, die sich wiederum auf die jemenitische Webseite „September 26“ bezieht.

Der Jemen ist zwar historisch für Reisende und Touristen ein interessantes Land, allerdings gilt er als sehr gefährlich. Im Gegensatz hierzu besuchen jährlich Hunderttausende Touristen das Nachbarland Oman. Es gilt als sicher und weltoffen. Die Bürger sind friedliebend und leben in recht großem Wohlstand. Sultan Quabos ist im Oman ein seit 1972 von vielen verehrter Regierungschef. Er soll auch in München, in Deutschland, ein Haus haben. Online oder im Reisebüro werden zahlreiche Reisen in den Oman angeboten – allerdings eher für Individualtouristen. Typische Urlaubs-Resorts gibt es nur wenige im Oman.

USA treiben Drohnen-Krieg voran

Gleichzeitig treiben die USA ihren Drohnen-Krieg, auch Drones-War genannt, voran. So hätten die Amerikaner von einer Drohne im Osten des Jemen zwei Raketen abgeschossen, die circa fünf angebliche Mitglieder von Al-Qaeda am späten Samstagnachmittag getötet hätten. Die fünf Personen seien mit einem Tanklastwagen unterwegs gewesen. Allerdings lässt sich nicht überprüfen, ob wirklich alle fünf Personen, wie es die USA streuen, Mitglieder von Al-Qaeda gewesen waren.
Drohnen fliegen in rund zehn bis zwölf Kilometern Höhe und können durch hochauflösende Kameras einzelne Personen am Erdboden observieren – auch mit Hilfe von Gesichtserkennungs-Software.

Drohnen gelten als sehr gefährlich, da man sie vom Boden aus in der Regel nicht sehen und nicht hören kann. Auf Grund der heimtückischen Angriffe sind Drohnen umstritten, auch da häufig unbeteiligte Zivilisten mit umgebracht werden. Auch in juristischer Hinsicht sind Drohnen-Angriffe strittig, da Menschen ohne Gerichtsprozesse ermordet werden – ausschließlich auf Grund irgendwelcher angeblicher Beweise beispielsweise der US-Behörden gegen die Beschuldigten. Drohnen gelten dennoch als hoch effiziente gefährliche Waffen. Weltweit setzten rund 20 Staaten Drohnen ein. Auch Deutschland hat unlängst Interesse bekundet bewaffnete Drohnen entweder von den USA oder Israel kaufen zu wollen. Das hat unter Mitgliedern des Deutschen Bundestages zu hitzigen Debatten geführt.

Das könnte Sie auch interessieren:

Bundeswehr will Kampfdrohnen von Israel kaufen

Syrien Massaker Hama, UNO: Ban und Annan fürchten ‚umfassenden Bürgerkrieg‘

Iran schießt möglicherweise Drohne ab / U.S.-Spionage- und Kampfflugzeug tötete mehr als 2000 Menschen

Iran will Drohne nachbauen – wird berichtet

Drohne – Israel führt wieder Krieg und tötet mit Luftangriffen 14 Palästinenser

Wie verrückt und gefährlich ist U.S-Präsident Obama? Nach Libyen will er Iran aufmischen



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Wikimedia Commons, the free media repository. Public domain der United States. Freitag, 14. Juni 2019

Brennende Öltanker: USA führten seit 1775 über 80 Kriege oder wer einmal lügt dem glaubt man nicht

Kommentar – Die USA haben in den vergangenen 250 Jahren so oft gelogen, wenn es um Kriege ging, dass man ihnen nicht mehr glauben mag. Es ist müßig, alle Kriege aufzuzählen, in welche die USA verwickelt waren. Kriege, die in der Mehrheit durch die USA aggressiv und federführend auf Grund eigener wirtschaftlicher oder geopolitisch-expansiver Interessen durchgeführt wurden. Wikipedia Deutschland nennt […]

Donnerstag, 06. Juni 2019

D-Day

Winston Churchills Buch The Second World War: Zwischen Wahrheit und verdrehten News oder warum der Brexit so gefährlich ist

In der Normandie, im Norden Frankreichs, kamen am Donnerstagvormittag den 6. Juni 2019 Hunderte geladene Besucher gemeinsam mit rund 10 britischen Veteranen zusammen. Man gedachte den schrecklichen Ereignissen am 6. Juni 1944, die man damals als „Operation Neptune“ oder auch „Operation Overlord“ bezeichnete. Damals, vor 75 Jahren, waren an einem einzigen Tag weit über 100.000 Soldaten in einem brutalen Krieg […]

Mittwoch, 15. Mai 2019

Zündeln

Iran-Krise um angebliche Drohnenangriffe und die Lügenkriege

Kommentar – Es ist immer das gleiche: Wenn eine Nation gegen eine andere mit kriegerischen Aggressionen auf Grund politischer Dissonanzen vorgehen möchte, beginnt als erstes der PR-Lügenkrieg. Damit möchte man die Öffentlichkeit auf seine Seite ziehen. Das war im Zweiten Weltkrieg so, als Polen und Großbritannien den deutschen Diktator Adolf Hitler bewusst über die Danzig-Frage 1939 monatelang provozierten. Und damit […]

Freitag, 12. April 2019

Kamera im USB-Stick

Wikileaks US Botschaften Einkaufsliste anlässlich der Verhaftung von Julian Assange

Anlässlich der Verhaftung von Julian Assange, des „australischen politischen Aktivisten, investigativen Journalisten, ehemaligem Computerhackers, Programmierers und Sprechers der Enthüllungsplattform WikiLeaks“ (O-Ton Wikipedia Deutschland) publizieren wir hier die letzte Pressemeldung, welche Wikileaks im Dezember 2018 auf seiner deutschen Plattform publizierte. Assange hatte sieben lange Jahre seines Lebens geopfert, um für sein Projekt, die maximale Transparenz auf Regierungsebene über die Enthüllungsplattform Wikileaks […]

Sonntag, 07. April 2019

Deutsch Ostafrika

Ehemalige deutsche Kolonie Ruanda – 800.000 Menschen wurden 1994 ermordet

Es ist einer der schlimmsten Völkermorde auf dem afrikanischen Kontinent: Jener, den fanatische Hutu 1994 an rund 800.000 Menschen in Ruanda, einer ehemaligen deutschen Kolonie (Deutsch-Ostafrika) begangen haben sollen. Noch heute erinnert man sich beispielsweise in der Ortschaft Mabare an den April 1994. Es war der Beginn vor der langen Regenzeit. Die Berghänge, schreibt Al Jazeera auf seinem Onlineportal aljazeera.com, hätten […]

Montag, 25. März 2019

Israel lässt Ayman Nasser seit 30 Jahren regelmäßig im Gefängnis schmoren

Amnesty International berichtet, wonach am 10. März 2019 ein israelische Militärgericht in den besetzten palästinensischen Gebieten eine Haftverlängerung für den NGO-Mitarbeiter Ayman Nasser angeordnet habe. Die Haft gegen Ayman Nasser werde um lange weitere sechs Monate aufgestockt. Die Haft setzt eine lange Kette von vorherigen Verhaftungen des Menschenrechtlers in den vergangenen 25 Jahre fort. Amnesty moniert, dass der NGO-Mitarbeiter bereits […]