Skip to main content
Dienstag, 15. Oktober 2019

Im Jemen sterben 20 Menschen bei Selbstmordanschlag – USA bringen 5 angebliche Al-Qaeda-Kämpfer mit Drohnen um

Im Nachbarstaat des Oman, im Jemen, süd-westlich auf der Arabischen Halbinsel gelegen, hat ein Selbstmordattentäter über 20 Menschen in den Tod gerissen, weitere rund 20 Personen sind zum Teil schwer verletzt worden. Es heißt, der Selbstmordanschlag (suicide attack) sei in einer Stadt im Süden des Jemen geschehen. Sie sei erst kürzlich von dem Militärs von „Al-Qaeda forces“ zurückerobert worden. Das berichtet die Zeitung „The Times of Oman“. Der Selbstmord-Attentäter habe sich für die Rück-Eroberung der Stadt durch das staatliche Militär rächen wollen.

In westlichen Medien ist derzeit zu lesen, es seien rund 40 Menschen von dem Selbstmord-Attentäter im Jemen getötet worden, weitere rund 40 seien verletzt worden. Für diese Zahlen gibt es bislang keine offizielle Bestätigung. Wörtlich zitiert die „The Times of Oman“, die in der Regel sehr gut informiert ist, den Gouverneur Jamal al-Aqal, in dessen Gebiet im Jemen der Anschlag verübt wurde, mit den Worten: „Twenty people have been killed and 20 others wounded.“

Es heißt der Täter sei ein Sympathisant von Al-Qaeda gewesen. Er habe sich bewusst unter eine Trauergemeinde begeben, die den Tod eines Verwandten eines Führers der „army auxiliary“ beklagte. Bei dieser Armee handelt es sich um eine nicht-staatliche Armee, die den Staat im Kampf gegen Al-Qaeda unterstützt. Der Beerdigte hatte wohl Mitte Juni geholfen, dass die staatliche Armee die Städte Jaar und Zinjibar (Hauptstadt der Provinz Abya) wieder von Al-Qaeda befreien konnte.
Hunderte Al-Qaeda-Kämpfer hatten diese Städte rund einen Monat lang besetzt gehalten. Auch in Syrien wird Al-Qaeda neben der terroristisch agierenden islamischen „Freien Syrischen Armee“ (FSA) eine zentrale Rolle beim Umsturz-Versuch des Regimes rund um Präsident Bashar al Assad zugeschrieben.

Selbstmordanschläge gehören im Jemen mittlerweile, wie im Irak, zum Alltag. Bereits am Freitag brachte ein 25-Jähriger Selbstmord-Attentäter mit dem Namen M. R. in der Stadt Jaar, gelegen in der Abyan Provinz, in einem Obst- und Gemüse-Markt in der Tahrir Street sieben Menschen um und verletzte 16 weitere. Er war mit einem Motorrad in das Getümmel des Marktes gefahren, ehe er seine Bombe zündete. Das berichtete zumindest die Zeitung „Jemen Post“, die sich wiederum auf die jemenitische Webseite „September 26“ bezieht.

Der Jemen ist zwar historisch für Reisende und Touristen ein interessantes Land, allerdings gilt er als sehr gefährlich. Im Gegensatz hierzu besuchen jährlich Hunderttausende Touristen das Nachbarland Oman. Es gilt als sicher und weltoffen. Die Bürger sind friedliebend und leben in recht großem Wohlstand. Sultan Quabos ist im Oman ein seit 1972 von vielen verehrter Regierungschef. Er soll auch in München, in Deutschland, ein Haus haben. Online oder im Reisebüro werden zahlreiche Reisen in den Oman angeboten – allerdings eher für Individualtouristen. Typische Urlaubs-Resorts gibt es nur wenige im Oman.

USA treiben Drohnen-Krieg voran

Gleichzeitig treiben die USA ihren Drohnen-Krieg, auch Drones-War genannt, voran. So hätten die Amerikaner von einer Drohne im Osten des Jemen zwei Raketen abgeschossen, die circa fünf angebliche Mitglieder von Al-Qaeda am späten Samstagnachmittag getötet hätten. Die fünf Personen seien mit einem Tanklastwagen unterwegs gewesen. Allerdings lässt sich nicht überprüfen, ob wirklich alle fünf Personen, wie es die USA streuen, Mitglieder von Al-Qaeda gewesen waren.
Drohnen fliegen in rund zehn bis zwölf Kilometern Höhe und können durch hochauflösende Kameras einzelne Personen am Erdboden observieren – auch mit Hilfe von Gesichtserkennungs-Software.

Drohnen gelten als sehr gefährlich, da man sie vom Boden aus in der Regel nicht sehen und nicht hören kann. Auf Grund der heimtückischen Angriffe sind Drohnen umstritten, auch da häufig unbeteiligte Zivilisten mit umgebracht werden. Auch in juristischer Hinsicht sind Drohnen-Angriffe strittig, da Menschen ohne Gerichtsprozesse ermordet werden – ausschließlich auf Grund irgendwelcher angeblicher Beweise beispielsweise der US-Behörden gegen die Beschuldigten. Drohnen gelten dennoch als hoch effiziente gefährliche Waffen. Weltweit setzten rund 20 Staaten Drohnen ein. Auch Deutschland hat unlängst Interesse bekundet bewaffnete Drohnen entweder von den USA oder Israel kaufen zu wollen. Das hat unter Mitgliedern des Deutschen Bundestages zu hitzigen Debatten geführt.

Das könnte Sie auch interessieren:

Bundeswehr will Kampfdrohnen von Israel kaufen

Syrien Massaker Hama, UNO: Ban und Annan fürchten ‚umfassenden Bürgerkrieg‘

Iran schießt möglicherweise Drohne ab / U.S.-Spionage- und Kampfflugzeug tötete mehr als 2000 Menschen

Iran will Drohne nachbauen – wird berichtet

Drohne – Israel führt wieder Krieg und tötet mit Luftangriffen 14 Palästinenser

Wie verrückt und gefährlich ist U.S-Präsident Obama? Nach Libyen will er Iran aufmischen



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Freitag, 11. Oktober 2019

Menschenrechte

Kasachstan lässt Serikzhan Bilasham frei: Er darf China aber nicht mehr kritisieren

Egal ob in entlegensten Ortschaften in Afrika oder eben im russischen Nachbarland Kasachstan: China ist überall und macht überall Geschäfte. Das hat nun auch Serikzhan Bilasham zu spüren gekommen. Er war verhaftet worden, da er öffentlich zu laut in Kasachstan die mangelnden Menschenrechte in China anprangerte. Fünf lange Monate hielt man den Menschenrechtler per «Hausarrest» in einem anonymen Haus im […]

Samstag, 28. September 2019

US-Politik pervers

Joe Bidens Sohn kassierte 45.000 Euro monatlich in Ukraine und Trump soll Amtsenthoben werden

Welcher Normalsterbliche schafft es in seinem Leben auf einen Monatslohn von rund 45.000 Euro, was umgerechnet 540.000 Euro in einem Jahr wäre? So viel Geld wird oft nicht einmal an deutsche Geschäftsführer bezahlt. Die Chefs von Unternehmen mit über 2000 Mitarbeitern bekommen hierzulande häufig Gehälter zwischen 300.000 und 350.000 Euro im Jahr – maximal. Doch ausgerechnet der Sohn des demokratischen […]

Freitag, 06. September 2019

Vertreiber

Diktator Robert Mugabe, Schlächter der Weißen, ist in Simbabwe mit 95 gestorben

Simbabwes Diktator, Robert Mugabe, ist tot. Er starb mit 95 Jahren in seinem Heimatland. Er galt für viele Schwarze als Ikone des Freiheitskampfes. So war er einer von Hunderttausenden, die vor allem in den 1970er Jahren für die Unabhängigkeit Simbabwes von der brutalen Kolonialmacht Großbritannien kämpften. Erst 1980 konnte das Ziel erreicht werden und Simbabwe erlangte seine Unabhängigkeit. Simbabwe liegt […]

Samstag, 03. August 2019

Peking

Chinas Ex Premier Li Peng mit 91 gestorben – er ließ 1989 den Aufstand auf dem Tian’anmen-Platz niederschlagen

Er war über viele Jahre das Gesicht Chinas in der Welt: Premierminister Li Peng. Jetzt starb er auf Grund einer Krankheit mit 91 Jahren in Peking. Das schreibt die auch an deutschen Flughäfen kostenlos ausliegende englischsprachige China Daily Tageszeitung. Li Peng sei bereits am 22. Juli 2019 um 11.11 Uhr verstorben. Er sei, heißt es in klassischer kommunistisch sozialistischer Staatssprache, […]

Freitag, 05. Juli 2019

Öltanker

Großbritanniens Piraterie in Gibraltar gegen Iran und Syrien ist völkerrechtlich krimineller Akt

Kommentar – Großbritannien hat in einem Akt internationaler Piraterie auf Bitte der rechtspopulistischen Regierung der USA einen Öltanker militärisch aufgerieben und festgehalten. Der Öltanker hatte in der Meerenge von Gibraltar ins Mittelmeer vorstoßen wollte. Angeblich gehöre der Öltanker zum Iran, der Öl nach Syrien habe transportieren wollen. Sowohl das Mittelmeer als auch die Straße von Gibraltar sind öffentlich zugängliche Gewässer, […]

Wikimedia Commons, the free media repository. Public domain der United States. Freitag, 14. Juni 2019

Brennende Öltanker: USA führten seit 1775 über 80 Kriege oder wer einmal lügt dem glaubt man nicht

Kommentar – Die USA haben in den vergangenen 250 Jahren so oft gelogen, wenn es um Kriege ging, dass man ihnen nicht mehr glauben mag. Es ist müßig, alle Kriege aufzuzählen, in welche die USA verwickelt waren. Kriege, die in der Mehrheit durch die USA aggressiv und federführend auf Grund eigener wirtschaftlicher oder geopolitisch-expansiver Interessen durchgeführt wurden. Wikipedia Deutschland nennt […]