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Mittwoch, 02. Dezember 2020

Streit

Chaos Computer Club Zürich (CCCZH) wirft dubioser „Wald statt Asphalt“-Webseite waldstattasphalt.blackblogs.org falsche CCCZH Impressums-Angabe vor

Wirklich gänzlich falsches Impressum oder möchte der Chaos Computer Club Zürich da nur nicht als Ganzes auftreten und die Impressums-Aktion war nur die Idee einzelner? Das ist bislang unklar.

Ein Vertreter des Chaos Computer Club Zürich (CCCZH) weist falsche Impressums-Angaben der „Wald statt Asphalt“-Webseite waldstattasphalt.blackblogs.org zurück. In einer Mail an uns schreibt ein Clubvertreter: Für waldstattasphalt.blackblogs.org sei der CCCZH als Ganzes nicht verantwortlich. Impressumsangaben, die das bis vor kurzem behaupteten seien falsch.

Laut watson.ch sei „Wald statt Asphalt“ eine „neue Protestwelle“ von Extinction Rebellion. Eine Protest-Organisation, die aus zahlreichen unterschiedlichsten Unterstützern besteht. Darunter sind auch Mitglieder der Grünen, Linken, von Greenpeace, ebenso viele, welcher keiner Partei oder einem Verein angehören, obendrein auch neuere „Bewegungen“ wie „Robin Wood“.

Bis vor kurzem stand auf der Webseite waldstattasphalt.blackblogs.org, die teils fragwürdige Statements veröffentlicht und über die offensichtlich teils sogar illegale Aktionen mit angebahnt werden, wonach angeblich der gesamte Chaos Computer Club Zürich für die Webseite verantwortlich sei. So hatte im Impressum von „Wald statt Asphalt“ bis Mittwoch den 14. Oktober 2020 gestanden:

„Sämtliche Anfragen bezüglich des Besuchs der Besetzung etc. bitte direkt an waldstattasphalt@riseup.net. Wald Schweigen betreibt nur die Website und ist nur inhaltlich verantwortlich. Die Website ist ein Angebot des.. Wald Schweigen Schweiz. Dienstanbieter*in und inhaltlich verantwortlich ist: Chaos Computer Club Zürich (CCCZH), Verein Bitwäscherei, z. Hd. Keine Option Wald Schweigen, Neue Hard 12, CH-8005 Zürich.“

Der CCCZH verwahrt sich gegen diese Behauptung und schrieb am 15. Oktober 2020 in einer Mail an uns:

„Der Blog [Anmerkung Redaktion: Wald statt Asphalt] behauptet, dass der CCC Zürich [Anmerkung Redaktion: für waldstattasphalt.blackblogs.org ] «Dienstanbieter*in und inhaltlich verantwortlich sei». Das ist aus Sicht des Vereins CCC Zürich falsch: der CCC Zürich betreibt keinerlei Dienstleistungen oder Infrastruktur für Dritte. Zudem ist der Verein „Keine Option Wald Schweigen“ [Anmerkung Redaktion: In Zürich] kein Untermieter des [Anmerkung Redaktion: des Zürcher] Vereins Bitwäscherei. Letzterer mietet die Räumlichkeiten an der angegebenen Adresse und vermietet sie an Untermieter weiter. Sowohl die Benutzung der Namen des CCC Zürich und der Bitwäscherei sowie deren Adresse als Korrespondenzadresse geschehen offenbar missbräuchlich.“

Mittlerweile hat „Wald statt Asphalt“ die Nutzung des Namens CCC Zürich in seinem Impressum beendet und führt nur noch ominös aus:

„Sämtliche Anfragen bezüglich des Besuchs der [Red. Anmerkung: wohl deutschen Autobahn/wald]-Besetzung etc. bitte direkt an waldstattasphalt [at] riseup [dot] net. Keine Option Wald Schweigen betreibt nur die Website und ist nur inhaltlich verantwortlich. Die Website ist ein Angebot des Keine Option Wald Schweigen Schweiz. Dienstanbieter*in und inhaltlich verantwortlich ist:

Keine Option Wald Schweigen
8000 Zürich
Schweiz“

Wegen irrwitzigem Autobahn-Terror von „Wald statt Asphalt“-Vertretern liegt 29-jähriger mit schwersten Kopfverletzungen jetzt im Koma

Viele machen Mitglieder von „Wald statt Asphalt“ dafür verantwortlich, dass wegen einer illegalen und wahnwitzigen Autobahnbrücken-Kaperei von zwei „Wald statt Asphalt“-Vertretern (darunter wohl eine Frau) am 13. Oktober die komplette Autobahn A3 in Hessen gesperrt werden musste. Auf Grund dieser notwendig gewordenen Sperrung raste ein unschuldiger Skoda-Fahrer frontal unter einen LKW. Der Mann befindet sich nun in Lebensgefahr.

„Wald statt Asphalt“ zeigte bislang keine Einsicht. Am Tag des Unfalls stellte man auf der Webseite nur fest, man wünsche der Familie des Opfers alles Gute („Heute wollen wir den Angehörigen die Ruhe lassen, mit diesem Schock umzugehen“; der Text soll von der Presseabteilung von „Wald statt Asphalt“ stammen). Ein „Peter Pan“ schrieb wiederum auf „Wald statt Asphalt“ am 14. Oktober lapidar: „Peter Pan says 14. Oktober 2020 at 12:20: Ja, der Verkehrsunfall ist traurig und für die Verletzte Person eine schmerzliche Erfahrung, von der hoffentlich nichts zurück bleibt.“

Gänzlich ohne Empathie für das Opfer.

Wie dumm und empathielos solche Zeilen sind, zeigte sich schon einen Tag später, am Donnerstag den 15. Oktober 2020. Da titelte die BILD-Zeitung online:

„Unfall nach Aktivisten-Blockade auf A3: Skoda-Fahrer (29) im künstlichen Koma“. Weiter schreibt die Zeitung: „Zwei Tage nach dem schweren Unfall bei der Blockade-Aktion von Autobahnausbau-Gegnern kämpft das Opfer immer noch ums Überleben. Nach BILD-Informationen versetzten die behandelnden Ärzte den 29-Jährigen ins künstliche Koma. Aus Protest gegen die Rodung des Danneröder Forst für den Ausbau der A49 hatten sich am Dienstag um 10 Uhr zwei Personen von einer Autobahnbrücke zwischen Idstein und Bad Camberg abgeseilt. Die Polizei sperrte die A3 aus Sicherheitsgründen, das SEK rückte an, um die Blockierer von der Brücke zu bergen.“

Der Skoda-Fahrer erkannte das Stauende der gesperrten Autobahn A3 zu spät und rauschte frontal unter einen unerwartet auf der Autobahn plötzlich stehenden LKW. Dabei zog er sich schwerste Kopfverletzungen zu, welche nun zum Koma führten. Kopfverletzungen sind meist nicht mehr heilbar und führen entweder zum Tod oder lebenslangen schwersten Behinderungen, wie es Formel 1-Star Michael Schuhmacher wegen eines Skiunfalls erlitt (wir berichteten am Dienstag unter der Überschrift: „Autobahn A3: Umweltaktivisten-Terror um „Wald statt Asphalt“ verursacht fast tödlichen Unfall„.

Man sucht „menschliche Tiere“.

„Menschliche Tiere“

Neben behauptetem Namensklau des CCCZH im Impressum, empfinden es einige als merkwürdig, dass „Wald statt Asphalt“ davon spricht, man suche noch „menschliche Tiere“ im Kampf gegen den Ausbau oder die Erneuerung maroder deutscher Autobahnen: So hatte die Webseite „Wald statt Asphalt“, welche sich auch solch ominöser Webadressen wie keinea49.netzguerilla.net bedient, folgendes veröffentlicht und zwar indem man einen SMS-Service anbietet:

„SMS-Verteiler: Über den SMS-Verteiler wollen wir menschliche Tiere mobilisieren, wenn es zu Rodungen oder Räumungen kommt. In diesem Fall brauchen wir möglichst viele Menschen vor Ort – also tragt euch gerne hier (https://keinea49.netzguerilla.net/smskeinea49) ein!“ (Screenshot oben).



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