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Samstag, 24. Oktober 2020

Kommentar Flugverbotszone in Syrien

An Verlogenheit ist es nicht zu überbieten, wenn US-Außenministerin Hillary Clinton während ihrer Türkei-Reise so tut, als würden Al Quaida und Söldner nur im Fahrwasser der FSA terroristisch in Syrien agieren und als hätten die USA damit nichts zu tun. Dabei ist bekannt, dass es keine Trennung von der Freien Syrischen Armee und Al Quaida-Kämpfern sowie wahrscheinlich von Frankreich finanzierten Söldner im syrischen „Bürgerkrieg“ gibt. Gleichzeitig denkt Clinton über eine Flugverbotszone in Syrien nach. Dabei wissen wir ja, was eine Flugverbotszone auf amerikanisch bedeutet: Alle bleiben am Boden nur die USA und die NATO dürfen bomben.

Sollte Clinton tatsächlich während ihrer Türkei-Reise darüber nachdenken, an der UNO vorbei – und damit am Sicherheitsrat der UNO vorbei – eine angebliche „Flugverbotszone“ in Syrien einzuführen, also NATO-Massentötungen an Assad-Anhängern vorzunehmen, um die Regierung um Baschar Hafiz al-Assad zu stürzen, so ist das einmal mehr eine Politik die demokratischen Staaten nicht würdig ist und verurteilt gehört.

Denn der Westen hat sich im syrischen Bürgerkrieg, der primär ein Krieg zwischen unterschiedlichen religiösen Gruppen ist – den Sunniten und den Alawiten – herauszuhalten.

Am Ende der angeblichen vom Westen eingeführten „Flugverbotszone“ würde wohl wieder der Mord am Präsidenten stehen – also an Assad. Das hat das westliche Kriegsbündnis in Libyen bereits vorgemacht. Dort wurde der langjährige Diktator Muammar al Gaddafi mit Hilfe der NATO bestialisch von den „Rebellen“ ermordet: Er wurde bei lebendigem Leibe halbseitig skalpiert und in seinen After eine 20-Centimeter lange Messerklinge eingeführt. Die vornehme Umschreibung war dann „Pfählung“.

Die Nachricht von der Ermordung Gaddafis quittierte Clinton mit einem dokumentierten Grinsen vor der Kamera. Man möchte hier nur sagen: Muss alleine eine solch überhebliche Geste noch weiter kommentiert werden? Wir meinen: Nein. Clinton hat sich mit diesem Lächeln selbst ins moralische Abseits manövriert. Ihre Glaubwürdigkeit ist seitdem in der internationalen Politik erheblich durch sie selber beschädigt worden.

Es ist nicht bekannt, wer unter den westlichen Politikern sich jemals das Wort „Flugverbotszone“ ausgedacht hat – als Umschreibung für einen NATO-Massenkrieg. Wer es auch immer war: Es ist an Bösartigkeit und Kriegspropaganda nicht mehr zu überbieten. Da aber zum ersten Mal aus den USA von einer „Flugverbotszone“ im Zusammenhang mit dem libyschen Bürgerkrieg zu hören war, wird es wohl ein Amerikaner gewesen sein, der sich die „Flugverbotszone“ als vornehme Umschreibung eines NATO-Bombenkrieges hat einfallen lassen.

Alleine dafür gehört US-Präsident Barack Obama nachträglich sein ihm völlig zu Unrecht verliehener „Friedensnobelpreis“ wieder abgenommen. Gleichzeitig ist es ein Armutszeugnis ohne Ende, das selbst eigentlich scheinbar seriöse deutsche Medien, das verlogene Vokabular einer angeblichen „Flugverbotszone“ übernommen haben.

In das gleiche Schema gehört das von Hillary Clinton alberne entworfene Szenarie, das sie Samstag der Weltpresse auftischte, wonach das Assad-Regime möglicherweise Chemiewaffen gegen seine eigene Bevölkerung einsetzen könnte. Dabei hatte sich die syrische Regierung sehr deutlich von einem solchen Szenario distanziert und kein Syrien-Kenner hält es für eine auch nur ansatzweise Möglichkeit, dass Chemiewaffen gegen die syrische Bevölkerung vom Militär eingesetzt werden könnten. Zudem geht es der Assad-Regierung nicht um den Kampf gegen die eigene Bevölkerung in Syrien, sondern um den Kampf gegen die terroristischen Einheiten der von türkischem Boden aus operierenden islamischen „Freien Syrischen Armee“.

Hintergrund-Bericht HIER klicken



Kommentare (1)


Wassenaar Günther 13. August 2012 um 16:09

Die Einschätzungen sind immer aktuell und oft treffend, jedoch im Falle der Einschätzung, es handele sich um einen Krieg in Syrien, der vor allem aufgrund der religiösen Unterschiede beruhe ist voll daneben. Es hat in der Geschichte der Menschheit bisher nie Kriege wegen der Religion gegeben – Religionskriege gibt es nicht – ALLE Krieg werden nur wegen Macht und Geld geführt. Die gleichen Diktatoren einer Religion, die auf der einen Seite mittels Krieg eine andere Religion bekämpft, schließt sich mit dieser zusammen, wenn es ihrer Macht und Einflußsphäre nutzt – so wie Krupp Kanonen an die deutsche und an die französische Armee geliefert hat. Das Kapital kennt weder Religionen noch Natioenen, sondern nur eines, GELD – und das stinkt angeblich nicht. Die Religionen werden immer n ur dazu mißbraucht, das einfache ungebildete Volk hinter die eigenen Fahnme zu bekommen, gegen das andere Volk aufzuhetzen, damit der Krieg geführt werden kann – und alle Kriegspfaffen haben dabei immer für Gott und Vaterland mitgemacht – was nicht bedeutet, dass es auch friedliche und um Frieden kämpfende Christen und Menschen anderer Religionen gibt.

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