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Donnerstag, 23. Januar 2020

Friedenskonferenz Afghanistan – Stoppt den Krieg – Wege zum Frieden in Afghanistan

In großer Trauer und tief bestürzt über die tragischen Ereignisse vergangener Woche im Observation Point North erwiesen nationenübergreifend ISAF-Soldatinnen und -Soldaten im Camp Marmal bei Mazar-e Sharif ihren drei am Freitag gefallenen deutschen Kameraden die letzte Ehre. Hier:Vor dem Ehrenhain. ©Bundeswehr/Stevenson.Aufnahmedatum:21.02.2011

Eine breite Front von Friedensaktivisten hat sich für den Rückzug des westlichen Kriegsbündnisses NATO während des Friedenskongresses „Stoppt den Krieg – Wege zum Frieden in Afghanistan“ eingesetzt. An dem Kongress nahmen afghanische Organisationen aus Deutschland und anderen Ländern Europas teil. Auch waren einige Entwicklungsorganisationen anwesend.

Die Veranstalter teilten mit, sie setzten sich für „ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit“ in Afghanistan ein. Sie sagten: „Wir wissen, die erste Grundvoraussetzung dafür ist das Ende des Krieges und die Beendigung der internationalen Okkupation des Landes. Deshalb erneuern wir unsere Forderung nach dem Abzug aller ausländischen Truppen, nach einem sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen unter Beteiligung aller Konfliktparteien, inklusive von Frauen.“

Kritik an der westlichen Besetzung Afghanistans kommt unter anderem von dem unabhängige afghanischen Präsidentschaftskandidat Ramazan Barshandost. Er sagte, dass „die Leute, die heute in Afghanistan regieren, mit den Waffen und Kanonen der Amerikaner ins Amt gebracht wurden“. Weitere Vorwürfe gegen den Westen: Man versuche Afghanistan durch das Herbeiführen einer möglichst chaotischen Situation das Land unkontrollierbar für auch andere Mächte – beispielsweise China – zu machen.

Eine Antwort blieben die Friedensaktivisten jedoch schuldig: Wie mit terroristischen Taliban umzugehen ist, die keine demokratische Struktur für ihre Gesellschaft dulden, auch keine Rechte von Frauen oder anderen gesellschaftlichen Minderheiten wie Christen oder gleichgeschlechtlich zugeneigten Menschen.

Der Afghanistan-Krieg hat die Steuerzahler aus den USA, Frankreich, Großbritannien oder Deutschland in den vergangenen zehn Jahren weit über 100 Mrd. US-Dollar gekostet. Zudem kamen über 2.000 US-Soldaten und rund 60 deutsche Bundeswehr-Soldaten um. Hunderte westliche junge Soldaten kamen als Krüppel ohne Beine oder Arme, teils auch erblindet, aus dem Krieg zurück. Sie vegetieren heute in Krankenhäusern vor sich hin.
Weitere Infos unter: koop-frieden.de oder afghanistanprotest.de/dokumentation-pii.html



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