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Dienstag, 13. November 2018

16 Afghanen im Rausch erschossen – Massenmord Prozess gegen US-Soldat

U.S. Navy Cmdr. Louis McCray, commanding officer, Provincial Reconstruction Team (PRT) Farah, addresses security force and civil affairs team members from the PRT during an after-action report following a mission to Farah City to attend a graduation ceremony for local Afghan interns who completed the RAMP UP program in support of education, governance and and capacity building initiatives in Farah province, Nov. 4. PRT Farah's mission is to train, advise, and assist Afghan government leaders at the municipal, district, and provincial levels in Farah Province Afghanistan. Their civil military team is comprised of members of the U.S. Navy, U.S. Army, the U.S. Department of State and the U.S. Agency for International Development (USAID). (U.S. Navy photo by Lt. j.g. Matthew Stroup/released)

Ein US-Gericht im Bundesstaat Washington verhandelt derzeit den Prozess gegen einen US-Soldaten im von den USA besetzten Afghanistan. Der Soldat hatte in der Afghanistan-Provinz Kandahar im Vollrausch 16 afghanische Zivilisten erschossen.

Angeklagt wegen Massenmords ist der Staff Sergeant R.B. Die Opfer waren überwiegend zivile Frauen und Kinder. Neben den 16 Morden ist der Sergeant auch wegen sechsfachen Mordversuchs an Afghanen angeklagt. Außerdem wird ihm der Prozess wegen Trunkenheit im Dienst gemacht.

Insgesamt ist der Prozess auf zwei Wochen angesetzt. Besonders problematisch: Der US-Soldat brachte die Menschen nicht nur an einem Ort um, sondern gleich an mehreren. Das sieht nach planmäßigen Aktionen aus. Dass der angeklagte Soldat wahrscheinlich auch in vielen Fällen der Täter ist, dafür gibt es unter anderem Videos, die ihn des Nachts zeigen, wie er ins Camp zurückkommt. Aufgenommen wurde das Video von einer Nachtkamera, die an einem Ballon über dem Camp angebracht war.

Nach der Tat war der US-Soldat von drei anderen Soldaten verhaftet worden. Die Morde sollen mit einer M-1 rifle Pistole durchgeführt worden sein. Bis zu seinem jetzigen Prozess-Auftakt saß der Soldat in einem Militärgefängnis in Kansas und in Lewis-McChord ein.

Der Verteidiger des US-Soldaten gab vor Gericht an, der vermeintliche Täter habe möglicherweise nicht alleine die Morde begangen. Außerdem hält er die typische Soldaten-Krankheit, eine sogenannte “post-traumatic stress disorder“ für eine Tat-auslösende Möglichkeit.

Darunter versteht man eine Krankheit, die bei Soldaten ausbrechen kann, die zu viel Schreckliches im Krieg erlebt haben und beispielsweise gewalttätige Handlungen begehen, die sie unter normalen Umständen nicht tun würden. Der jetzt vor einem US-Gericht verhandelte Fall von Massenmord an Zivilisten ist nicht der erste seiner Art während des Afghanistan-Krieges.



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