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Mittwoch, 20. März 2019

Erdogan bezeichnet Israel als terroristischen Staat / Schon 100 Menschen von Israel ermordet

Die Lage spitzt sich im Nahen Osten weiter zu. Seit Israel am Mittwoch anfing mittlerweile über 1.300 Häuser sowie infrastrukturelle Ziele der Palästinenser im Gazastreifen zu zerstören, sind bereits rund 100 Menschen durch die israelischen Bombenangriffe umgekommen und rund 600 wurden verletzt. Nun attackiert der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan Israel scharf und nennt das Land – nachdem er am Sonntag in Ägypten war – einen terroristisch agierenden Staat.

Erdogan sagte, die Welt verschließe die Augen vor den Massakern, die seit Jahren Israel an den im Gazagebiet und Westjordanland lebenden Arabern begehe. Israel kommt international immer stärker unter Druck. Besonders die Tötungen an über 700 Kindern und Minderjährigen alleine in den vergangen 12 Jahren, seien so die Kritik, nicht mehr mit Israels Behauptung, man bekämpfe „Terrorismus“, in Einklang zu bringen.

Gleichzeitig kritisiert der türkische Ministerpräsident Erdogan die UNO. Sie beurteilte Krisen zu einseitig. Die Türkei erwarte nun, dass die UNO eine „ernsthafte Aktion“ unternehme, um den israelischen Angriffen gegen die Araber und Palästinenser zu beenden. Am Dienstag möchte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu in den von den Israelis mit Bombenteppichen überzogen Gaza-Streifen reisen, um den Bürgern dort zur Hilfe zu kommen.

Derzeit sind alle Versuche, zwischen der palästinensischen Organisation Hamas und Israel einen Waffenstillstand herbeizuführen, gescheitert.

Auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP) ist nun in den Nahen Osten gereist. Derweil hat die internationale lose Verbindung von Computerhackern, Anonymous, angekündigt, sich auf die Seite der Palästinenser zu schlagen und ihnen helfen zu wollen. Derzeit würden einige hundert israelische Webseiten lahmgelegt. Dem war vorausgegangen, dass Israel sagte, man wolle die Palästinenser zurück ins Mittelalter schicken und sie vom Internet abschneiden und auch sonstige Möglichkeiten der Außenkommunikation unterbinden.

Anonymous sagte dazu, man habe viel zu lange dem Grauen, das Israel in Palästina ausübe, zugeschaut und wolle das nicht mehr länger tatenlos hinnehmen. Spätestens mit dem Plan, die palästinensischen Besatzungsgebiete vom Internet abzuschneiden, habe Israel „eine rote Linie überschritten“.

Weitere Hintergrund-Artikel: Fragen nach Rechtmäßigkeit von Israels Hinrichtungen im Gaza / Rund 10.000 Tote seit Beginn der palästinensischen Intifada



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