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Freitag, 23. Oktober 2020

Nordkorea droht mit Atomschlag als Antwort auf US-Provokationen

Die USA bauen weiter offensiv ihre militärische Basis in Südkorea aus. Das hatte nun zur Folge, dass sich die Regierung in Nordkorea noch mehr in die Enge gedrängt fühlt und erstmals offensiv mit einem atomaren Erstschlag gegen die USA drohten. Große militärische Töne kennt man aus Nordkorea. Dennoch bleibt festzuhalten: Die Außenpolitik der USA ist desaströs. Und das betrifft nicht nur Nordkorea, sondern nahezu alle Krisengebiete dieser Welt, in die die USA verwickelt sind.

So gab unlängst ein Regierungsmitglied des Irak zu, wonach der Einfluss der USA im Irak mittlerweile bei null angekommen sei. Jetzt zeigen die USA, dass sie auch in Asien nicht in der Lage sind, eine Krise zu meistern. Statt auf Nordkorea zuzugehen, versuchen die Amerikaner das sozialistische Regime in Pjöngjang mit Drohungen und radikalen Sanktionen sowie militärischen Bedrohungen durch Aufrüstung in die Knie zu zwingen. Das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten: Die Drohung eines atomaren Erstschlages gegen die USA darf man getrost als Drohung einer Regierung ansehen, die sich ernstlich in die Enge gedrückt sieht. Das ist gefährlich.

Zwar hat die militärische Droh-Rhetorik in Nordkorea eine lange Historie – und das sehen auch die USA so – doch ist es einmalig, dass so offen eine Regierung den USA mit einem Atomschlag droht.

Eigentlich ist es eine Katastrophe sondergleichen, dass ausgerechnet ein Präsident der amerikanischen Partei der Demokraten, Barack Obama, so viel Porzellan international zerschlagen hat. Er, der (wofür eigentlich) den Friedensnobelpreis erhalten hat, ist nicht in der Lage, Frieden zu stiften: Weder zwischen Israel und den Palästinensern, noch zwischen Nord- und Südkorea, auch nicht im Irak, in Afghanistan oder in Pakistan, auch Libyen ist alles alle als befriedet.

Dass immer mehr Regierungen gereizt auf die Außenpolitik der USA reagieren, hat zahlreiche Gründe. So gibt es immer noch Altlasten des Obama-Vorgänger-Präsidenten George Bush (Republikaner).

Dann gibt es aber auch das völkerrechtlich hoch umstrittene Drohnenprogramm der USA. Tausende Menschen hat Obama damit illegal hinrichten lassen, berichten zahlreiche Beobachter und haben auch US-Regierungsbeamte gegenüber US-Medien mehr oder weniger zugegeben.

Ein Pakistani schilderte beispielsweise kriegsberichterstattung.com: „Vor fünf Jahren war bei uns alles ruhig. Dann kamen die US-Drohnen. Wir sehen sie nie, wir hören sie nur. Tag und Nacht. Und plötzlich schlagen die Raketen irgendwo ein. Sie bringen ja nie ein oder zwei Leute um. Sie vernichten bewusst ganze Familien“.

Tausende Pakistani seien alleine in den vergangenen Jahren so von den US-Drohnen besonders im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan umgebracht worden. Das Anti-Kriegsportal kriegsberichterstattung.com konnte diese Aussagen nicht überprüfen, hält das aber angesichts der bislang unter Beweis gestellten Außenpolitik der USA nicht für ausgeschlossen.

Dass es von den Drohnentoten in Pakistan kaum Bilder gibt, liegt an der schlichten Tatsache, dass „wir keine Telefone im Grenzgebiet zu Afghanistan haben“, berichtet der Pakistani kriegsberichterstattung.com. Auch gebe es kein Internet. Fotokameras hätten die wenigsten Familien ebenfalls nicht, zumal sie in der Regel nicht einmal über Elektrizitäts-Anschlüsse in den pakistanisch-afghanischen Bergen verfügten. Zudem gelte die Richtlinie, dass, „wenn eine Drohne angegriffen hat, niemand in das Gebiet darf, nur noch das pakistanische Militär selber“. Es ist also ein ideales Schlachtfeld für die USA, um Spuren und Taten nicht gegenüber der Weltöffentlichkeit rechtfertigen zu müssen.

Solche Dinge machen zwar nicht im Westen die Runde, wohl aber in vielen anderen Nicht-Westlichen Ländern. Längst kommen mehr und mehr Zweifel auf, ob es den USA tatsächlich primär um den Kampf gegen islamische Terroristen geht – also gegen Al Quaida und die Taliban. Immer stärker besteht der Eindruck einer Willkürs-Macht, die keinen großen Respekt vor dem Leben von Menschen in anderen Ländern hat. Damit begehen die USA einen gefährlichen Weg. So berechtigt ihre Sorge ist, dass Terroristen wieder mit Anschlägen im Westen für Angst und Schrecken sorgen könnten. Nur: Sind die drastischen militärischen Mittel, die hier seit Jahren ergriffen werden, wirklich noch verhältnismäßig? Das gilt derzeit auch in verschärftem Maße für den Korea-Konflikt in den die USA involviert sind.

Nun sagte Pjöngjang, man gewähre dem nordkoreanischen Militär, zu jeder Zeit mit einem Erstschlag gegen die USA vorzugehen – und zwar atomar. Es könne heute oder morgen losgehen.

Während die Welt den Atem anhält, bietet Nordkorea allen Bürgern aller Länder an, den offiziellen Geburtstagsfeierlichkeiten des „Great Leader KIM IL SUNG“ in Nordkorea beizuwohnen und zwar vom 11. bis 18. April 2013. Mit einer Ausnahme: Die US-Bürger dürfen sich nicht bewerben. Das teilte die nordkoreanische Regierungspartei über ihre Homepage mit (korea-dpr.com). Als Organisator der Festivitäten tritt die „Korean Friendship Association (KFA)“ auf.

Grotesk mutet es an, beziehungsweise an alte DDR-Tage, dass sich Nord-Korea selbst nur als Korea bezeichnet („Democratic People’s Republic of Korea“).

Derweil sprach US-Verteidigungsminister Chuck Hagel davon, wonach man die Drohungen aus Nordkorea, wie bereits die vergangenen Monate, sehr ernst nehme. Allerdings wisse man auch, dass die militärischen Drohungen Nordkoreas eine lange Geschichte hätten.

Damit liegt er in der Tat nicht ganz daneben. So ließ beispielsweise die regierende Partei in Nordkorea aktuell auch mitteilen, wonach man weiter dabei sei, eine „anti-amerikanische Front“ aufzubauen, denn es sei „ein Gräuel vor uns Tag für Tag“… die „stickigen Machenschaften der Feinde“ beobachten zu müssen und man arbeite auf den „einen entscheidenden Sieg “ im Umgang mit „den Wettbewerben“ hin.

Nun sagten wiederum die USA, sie sähen sich gezwungen, ein zu den USA gehörendes Raketenabwehrsystem – das „Terminal High Altitude Area Defense THAAD“ – auf der Pazifik-Insel Guam aufzubauen. Dabei handele es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme.



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