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Mittwoch, 17. Juli 2019

Bischof Limburg: Tebartz-van Elst mit 10 Mio. Euro Haus und Privatkapelle

In Rom möchte der neue Papst Franziskus, der jetzt 100 Tage im Amt ist, Demut und Bescheidenheit lehren, in Limburg hält Mr. Protz, der Limburger Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst, in seinem neuen Bischofssitz Hof. An die 10 Mio. Euro soll der neue Limburger Bischofssitz mit dem Namen „Diözesanen Zentrums St. Nikolaus“ kosten. Geplant waren einst, berichtet die örtliche Tageszeitung, rund 5,5 Mio. Euro. Das Anwesen, von einer Mauer umgeben, enthält auch eine edle Privatkapelle.

Von den Baukosten sollen wohl 2,5 Mio. Euro durch Kirchensteuermittel finanziert werden, die Restkosten übernehme der Bischofsstuhl (erhält der keien Steuern?). Ob tatsächlich ein Großteil der Mehrkosten, welche sich bereits Ende 2012 ankündigten, dem erweiterten Denkmalschutz geschuldet sind, bezweifeln viele Limburger. In einer Dokumentation auf Phoenix äußerten sich Bürger jedenfalls äußerst negativ und ablehnend gegenüber dem neuen Bischofssitz von Graf Protz, dem Bischof Tebartz-van Elst.

Eines der Gebäude, welches einen finanziellen Mehraufwand bedeutete, sei, heißt es aus Limburg, ein Fachwerkhaus aus dem Jahr 1489. Nur: Fachwerkhäuser gibt es in Deutschland hunderttausende. Da stellt sich die Frage: Sind auch hier jeweils Millionen-Investitionen wirklich notwendig? Ende Juni 2013 wurde der neue Bischofssitz in Limburg jedenfalls eingeweiht. Dabei wird der güldene Graf Gottes mit den Worten zitiert, wonach „lebendiger Glaube“ Räume der Begegnung brauche, „in denen sich der Geist von Christen so vermittelt, dass Türen in die Welt aufgehen“.

Viele Limburger meinen nur: Können es nicht auch kleinere Türen und bescheidenere Räume sein – schließlich ist Jesus in einer ärmlichen Krippe auf die Welt gekommen und nicht in dekadenten bischöflichen Himmelbetten.

Dass sich der Bischof von Limburg ein Update aus der Business Class in die First Class für einen Flug nach Indien gönnte, sei hier nicht weiter erwähnt. Denn wir möchten dem Bischof glauben, dass er dieses aus privaten Mitteln bezahlt habe sowie mit Hilfe von Bonusmeilen, die ihm natürlich auch zustehen sollen. Dass ein First-Class-Flug für einen kirchlichen Würdenträger im Angesicht der Weltwirtschaftskrise, in der Millionen Menschen ihre berufliche Existenz verloren haben, taktlos war, mag er mittlerweile selbst einsehen.

Allerdings ist der Limburger Bischof nicht der einzige aus der Reihe Graf Protz. Auch der Bischof von München und Freising darf sich mit so einem Titel schmücken. Vor gut einem Jahr veröffentlichte die Münchner Boulevardzeitung tz einen Bericht, wonach sich das Erzbistum München-Freising in Rom ein neues Gästehaus gekauft habe. Die Kosten hätten sich angeblich auf stolze 9,7 Mio. Euro belaufen. Hier hält der Münchner Kardinal Reinhard Marx Hof.



Kommentare (9)


FHG 8. August 2013 um 0:18

Bei TvE entwickelt sich langsam aber sicher ein Sympthomatik die eine psychische Erkrankung vermuten lässt. Warten wir ab, wie sich der Verlauf gestaltet. Das „Ende“ ist absehbar. Er zieht sich selbst aus dem Verkehr oder er wird gezogen. Solche „Persönlichkeiten“ werden nicht benötigt. Der sollte mal lernen, sein Geld mit eigener Arbeit zu verdienen.

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Skalare 28. Juli 2013 um 17:49

Warum wird dieser Herr eigentlich noch mit „Herr Bischof“ angesprochen ? Es ist doch nur ein ganz gewöhnlicher XXX?

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Geres Roland 28. Juli 2013 um 17:10

I Der Mann der vor Dir war ach der war wunderbar
Das neue Lied des Bistums.
Weg mit dieser Schande der Kirche.

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seppelinus 14. Juli 2013 um 8:21

letzlich sitzen wir alle im gleichen boot und finanzieren mehr oder weniger ungewollt ueber unsere steuern die gehaelter dieses bischofs und seinesgleichen.
das vermoegen des bischhoeflichen stuhls ist eine eigene betrachtung wert. es grenzt an geheimbuendlerisches tun, mit duldung und bisweilen aktiver unterstuetzung der jeweils regierenden.

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nord-west 9. Juli 2013 um 22:40

und jesus war ein Zimmermann der sein Gelg durch seine Hände arbeit verdihnt hat.

gaben Sie die Zeile schon einmal gelesen ???
Herr Bischof

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Silas 30. Juni 2013 um 15:29

Das ist die Bescheidenheit der kath. Kirche über Jahrhunderte, während Menschen in der dritten Welt, gute Katholiken verhungern. Herr Bischof Terbatz von elst, ich ziehe meinen hut und danke Gott, dass ich ihrer verlogenen Kirche nicht angehöre. Sorry

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andy29 26. Juni 2013 um 20:19

Einfach mal Deutsch lernen!

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Dachspatz 24. Juni 2013 um 9:43

wenn man keine ahnung hat, einfach mal die klappe halten! es ist kein ausweis on intelligenz oder gar eigenständigem denkvermögen, einfach nur berichterstattung aus den medien zur grundlage der eigenen meinung zu machen. da kann man böse manipuliert werden.
schonmal darüber nachgedacht?

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R2D2 23. Juni 2013 um 23:08

Lasst doch diesen armen Schäfchen ihre Protzerei. Wenn sie dereinst in der Hölle schmoren, haben sie dann noch was, an dem sie sich aufrichten können. Sowie Frau Hoppenstedt mit ihrem Jodeldiplom!

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