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Donnerstag, 16. Januar 2020

Hungerstreik Asylbewerber in München – 16 kollabiert / RAF als Vorbild

Angeblich sind bereits 19 Asylbewerber (englisch: Asylum seekers) in München während ihres Hungerstreiks kollabiert und ins Krankenhaus gebracht worden. Die meisten stammen wohl aus Pakistan und Nigeria. Rund 50 Asylbewerber versuchen mit dem Hungerstreik nach dem Vorbild der RAF (Roten Armee Fraktion) in den 1970er Jahren, eine erneute Asyl-Prüfung herbeizuführen und eine Abschiebung in ihre Ursprungsländer zu verhindern. In beiden Ländern ist die politische Situation teils katastrophal instabil. In Pakistan bringen derzeit die Amerikaner im Grenzgebiet zu Afghanistan hunderte Pakistani im Rahmen ihres Drohnenkrieges um. Zudem vergeht fast kein Tag ohen tödliche Bombenanschläge von islamischen Terrorbanden – wie den Taliban. Ähnlich sieht es in Nigeria aus. Hier wurden hunderte Christen besonders im Norden des Landes von islamistischen Terrorbanden mit Bombenanschlägen ermordet, Tausende werden verfolgt.

Die Münchner Abendzeitung berichtet, wonach sich heute Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mit Münchens Dauer-Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) zu einem Krisengipfel treffen wolle. Seehofer wird mit den Worten zitiert, er beobachte den Hungerstreik mit Sorge. Es handele sich um „eine schwierige Situation“.

Derzeit befindet sich der Bayerische Ministerpräsident Seehofer auf dem CSU-Bezirksparteitag der schwäbischen CSU in Mindelheim. Dort trifft er auch mit dem CSU-Bezirkschef Markus Ferber zusammen. Gegen 14 Uhr, berichtet die Abendzeitung, wolle sich zudem Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mit Sozialministerin Christine Haderthauer (ebenfalls beide CSU) treffen, um zu beratschlagen, wie mit den im Hungerstreik Befindlichen Asyl-Antragsstellern konstruktiv zusammengearbeitet werden könne, um eine weitere Eskalation in München zu verhindern.

Die rund 50 Asylbewerber befinden sich seit Dienstag im Hungerstreik. Allen Beteiligten auf der politischen Bühne ist klar, dass eine Eskalation des Hungerstreiks unter allen Umständen vermieden werden sollte. Dabei ist allen noch die schreckliche Situation vor Augen, als 1974 der RAF-Terroristen Holger Meins an den Folgen eines Hungerstreiks gegen seine Isolationshaft gestorben war.



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