Skip to main content
Dienstag, 23. April 2019

Hungerstreik Asylbewerber in München – 16 kollabiert / RAF als Vorbild

Angeblich sind bereits 19 Asylbewerber (englisch: Asylum seekers) in München während ihres Hungerstreiks kollabiert und ins Krankenhaus gebracht worden. Die meisten stammen wohl aus Pakistan und Nigeria. Rund 50 Asylbewerber versuchen mit dem Hungerstreik nach dem Vorbild der RAF (Roten Armee Fraktion) in den 1970er Jahren, eine erneute Asyl-Prüfung herbeizuführen und eine Abschiebung in ihre Ursprungsländer zu verhindern. In beiden Ländern ist die politische Situation teils katastrophal instabil. In Pakistan bringen derzeit die Amerikaner im Grenzgebiet zu Afghanistan hunderte Pakistani im Rahmen ihres Drohnenkrieges um. Zudem vergeht fast kein Tag ohen tödliche Bombenanschläge von islamischen Terrorbanden – wie den Taliban. Ähnlich sieht es in Nigeria aus. Hier wurden hunderte Christen besonders im Norden des Landes von islamistischen Terrorbanden mit Bombenanschlägen ermordet, Tausende werden verfolgt.

Die Münchner Abendzeitung berichtet, wonach sich heute Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mit Münchens Dauer-Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) zu einem Krisengipfel treffen wolle. Seehofer wird mit den Worten zitiert, er beobachte den Hungerstreik mit Sorge. Es handele sich um „eine schwierige Situation“.

Derzeit befindet sich der Bayerische Ministerpräsident Seehofer auf dem CSU-Bezirksparteitag der schwäbischen CSU in Mindelheim. Dort trifft er auch mit dem CSU-Bezirkschef Markus Ferber zusammen. Gegen 14 Uhr, berichtet die Abendzeitung, wolle sich zudem Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mit Sozialministerin Christine Haderthauer (ebenfalls beide CSU) treffen, um zu beratschlagen, wie mit den im Hungerstreik Befindlichen Asyl-Antragsstellern konstruktiv zusammengearbeitet werden könne, um eine weitere Eskalation in München zu verhindern.

Die rund 50 Asylbewerber befinden sich seit Dienstag im Hungerstreik. Allen Beteiligten auf der politischen Bühne ist klar, dass eine Eskalation des Hungerstreiks unter allen Umständen vermieden werden sollte. Dabei ist allen noch die schreckliche Situation vor Augen, als 1974 der RAF-Terroristen Holger Meins an den Folgen eines Hungerstreiks gegen seine Isolationshaft gestorben war.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*


Das könnte Sie interessieren

Montag, 25. März 2019

Israel lässt Ayman Nasser seit 30 Jahren regelmäßig im Gefängnis schmoren

Amnesty International berichtet, wonach am 10. März 2019 ein israelische Militärgericht in den besetzten palästinensischen Gebieten eine Haftverlängerung für den NGO-Mitarbeiter Ayman Nasser angeordnet habe. Die Haft gegen Ayman Nasser werde um lange weitere sechs Monate aufgestockt. Die Haft setzt eine lange Kette von vorherigen Verhaftungen des Menschenrechtlers in den vergangenen 25 Jahre fort. Amnesty moniert, dass der NGO-Mitarbeiter bereits […]

Donnerstag, 24. Januar 2019

Israel schickt Beduine Sayyah Abu Mdeighim al-Turi 10 Monate ins Gefängnis

In einer Urgent Action teilt Amnesty International (AI) mit, wonach am 25. Dezember 2018 Scheich Sayyah Abu Mdeighim al-Turi eine zehnmonatige Haftstrafe in Israel habe antreten müssen. Amnesty schreibt zu dem Gerichtsurteil, dieses sei auf Grund der Tatsache gefällt worden, da der Verurteilte seine Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit für ein Beduinendorf wahrgenommen habe. Sayyah Abu Mdeighim al-Turi büße seine Haftstrafe derzeit […]

Mittwoch, 16. Januar 2019

Prozess, Alfamir Castillo

Schüsse auf Aktivistin in Kolumbien wegen Armee-Mordvorwürfen

Am 11. Januar 2019 hätten zwei Unbekannte in der Gemeinde Pradera im Süden von Kolumbien auf das Auto der Aktivistin Alfamir Castillo geschossen. Der Täter habe von einem Motorrad aus geschossen. Das berichtet nun Amnesty International Deutschland. Das Anschlags-Opfer sei in Begleitung ihres Mannes und zweier LeibwächterInnen gewesen, welche von der „Behörde für Schutzmaßnahmen“, der „Unidad Nacional de Protección“ gestellt […]

Samstag, 08. Dezember 2018

Wegen Land

Kolumbien – Menschenrechtsverteidiger Enrique Cabezas mit Mord bedroht

Amnesty International teilt in einer Urgent Action mit, wonach Enrique Cabezas, der Leiter der „Kollektivs Afro-Kolumbianischer Gemeinschaften“ in Curvaradó im Departamento Chocó im Westen Kolumbiens bedroht werde. Auch Morddrohungen stünden im Raum. Grund: Er setze sich für die Landrechte einiger kolumbianischen Gemeinden ein. Zudem kämpfe er für das Recht der dort lebenden Menschen sich aus einem seit Jahren bestehenden bewaffneten […]