Skip to main content
Donnerstag, 21. Juni 2018

Dorf-Grundschule Indien: 21 Kinder sterben an vergiftetem Schulessen

Indien weint. Grund: Auf einen Schlag sind 21 Kinder in nur einer Schule – der Gandaman Chhapra Dorf-Grundschule – an mit Pestizid vergiftetem Essen gestorben. Neben den Kindern starben auch 5 Erwachsene. Weitere 40 Kinder sind krank und schweben teils noch in Lebensgefahr. Die Eltern der betroffenen Schule „toben gegen die verantwortlichen Behörden“, schreibt das indische Nachrichtenportal aajtak.intoday.in. Die Kinder hatten zu Mittag eine Mahlzeit aus Linsen, Reis und Gemüse gegessen. Schuld an dem Tod so vieler Kinder ist möglicherweise ein verabreichtes vergiftetes Unkraut.

Derzeit teilt der indische Informationsminister Nitish Kumar mit, er sei zutiefst über die verstorbenen Kinder betrübt, man habe die örtliche Polizei informiert und mit einer Untersuchung beauftragt.

In Indien eskaliert aber die Wut über den offensichtlich massiv verantwortungslosen Umgang mit Lebensmitteln in Indien. So zündeten zornige Inder in Chhapra einen Polizeiwagen an. Kurz zuvor hatte die indische Regierung versucht die Wut der Menschen mit Entschädigungs-Ankündigungen zu zähmen – doch erfolglos. Grund: Wie schon in der Vergangenheit in ähnlichen Fällen, fallen diese Entschädigungen für die oft sehr armen Familien nicht sehr hoch aus. Die nun verstorbenen Kinder besuchten die ersten bis fünften Schulklassen in der betroffenen indischen Dorfschule.

Auch in der politischen Liga schlägt die Tragödie um die verstorbenen und vergifteten Kinder hohe Wellen. So fordern Parteien wie die LJP beispielsweise den Rücktritt von Ministerpräsident Nitish Kumar.

Derweil gibt es erste Gerüchte, wonach statt gesundem Gemüse vergiftetes Unkraut den Kindern vorgesetzt worden sei – um Geld zu sparen. Aus diesem Grunde wird nun vorerst in indischen Kinderheimen Unkraut von der Tageskarte gestrichen. In Indien ist es nicht unüblich, dass arme Familien auch Unkraut essen.



Das könnte Sie interessieren

Sonntag, 27. Mai 2018

Wegen "Loyalitätsbruch" -

Israel droht Palästinensischer Autonomiebehörde mit Verlust des Aufenthaltsrechts in Jerusalem

Vier Mitgliedern des Palästinensischen Legislativrats droht, teilte Amnesty International (AI) bereits Ende April 2018 mit, der Verlust ihres dauerhaften Aufenthaltsstatus in Jerusalem. Auf der Grundlage eines vom israelischen Parlament (Knesset) verabschiedeten Gesetzes sei das israelische Innenministerium befugt, Personen wegen mutmaßlichen „Loyalitätsbruchs“ das Aufenthaltsrecht zu entziehen. Das teilte die Menschenrechtsorganisation mit. Am 19. März habe der israelische Innenminister Arye Deri angekündigt, zwölf […]

Donnerstag, 10. Mai 2018

Morde in Kolumbien wegen Staudammprojekt -

Hugo Albeiro George Pérez neues Opfer

Kolumbien – Amnesty International (AI) weist in einer Urgent Agent darauf hin, dass in dem lateinamerikanischen Staat Kolumbien Umweltschützer massiv bedroht, eingeschüchtert, ja sogar ermordet würden. So sei ein Mitglied der Bewegung Ríos Vivos (Lebende Flüsse) am 2. Mai getötet worden. Das sei jener Tag, an welchem die Gruppe einen ganztägigen Protestmarsch gegen das Hidroituango-Staudammprojekt im Departamento Antioquia veranstaltet habe. Mitglieder der […]

Montag, 30. April 2018

Israel ermordete 39 Palästinenser: Amnesty fordert exzessive Gewalt umgehend einzustellen

Die international größte Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) fordert in einer dringlichen Presseerklärung, dass Israel seine ‚exzessive Gewalt‘ gegen Palästinenser umgehend einstellen solle. Wir zitieren aus der Presserklärung: „Während am Freitag, dem 13. April 2018 die Proteste aufs Neue begannen, erklärte Amnesty International, dass die israelischen Behörden der Anwendung von übermäßiger und tödlicher Gewalt zur Unterdrückung palästinensischer Demonstrationen im Gazastreifen ein […]

Dienstag, 20. März 2018

Israelische Besatzer verurteilen Friedensaktivist Munther Amira zu fünf Jahre Bewährung und Haft

Am 12. März 2018 verurteilte ein israelisches Militärgericht den palästinensischen Menschenrechtler Munther Amira zu sechs Monaten Haft, fünf Jahren Bewährung und einer Geldstrafe. Er wurde, wie zehntausende andere in den vergangenen Jahrzehnten, aufgrund von Anklagepunkten verurteilt, welche sich auf eine friedliche Teilnahme an Protestveranstaltungen beziehen. Der palästinensische Aktivist und Menschenrechtler Munther Amira sei am 12. März 2018 vom Militärgericht in Ofer im […]

Sonntag, 11. Februar 2018

Palästina: Israel klagt Munther Amira, einen Menschenrechtsverteidiger an

Information von Amnesty International übernommen – Der palästinensische Menschenrechtsverteidiger Munther Amira muss sich wegen friedlicher Teilnahme an Protesten vor einem israelischen Militärgericht verantworten. Weil er seine Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit wahrgenommen habe, drohe ihm eine Gefängnisstrafe. Das Verfahren solle am 21. Februar beginnen. Munther Amira sei, teilte Amnesty International in einer Urgent Action mit, am 27. Dezember 2017 von israelischen SoldatInnen […]

Freitag, 22. Dezember 2017

Raúl Castro verlängert Amtszeit bis April: „11 US-Regierungen standgehalten“

Eigentlich endet die Legislaturperiode in Kuba, einem der letzten sozialistischen Länder, Ende Februar 2018. Nun erklärte aber der Bruder von Kubas 2016 verstorbenem Staatsgründer Fidel Castro, Raúl Castro, er wolle seine zweite Amtszeit doch um zwei weitere Monate bis Ende April 2018 verlängern. Was in westlichen Medien für zahlreiche Schlagzeilen gesorgt hat, wird in Kuba kaum als Notiz wahrgenommen. Als […]


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*