So 14.1.: Demo wegen Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts in Berlin

LLL-Wochenende 2014 – Die beiden linksalternativen politischen Verbände „Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend“ (SDAJ) und „Rosa & Karl“ rufen am Sonntag den 12. Januar 2014 zu einer Großdemonstration in Berlin zum Andenken an die beiden kommunistisch-marxistisch orientierten Arbeiterführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht auf. Im Zentrum steht auch eine Anti-Kriegspolitik, die man fördern wolle. Erwartet werden bis zu 10.000 Teilnehmer. In zahlreichen deutschen Städten stehen Sonderbusse für Teilnehmer bereit.

In einem Interview in der linksalternativen Tageszeitung „Junge Welt“ vom 11./12. Januar 2014 (Seite 2) erklärt der Bundesvorsitzende der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend, Paul Rodermund, warum die politische Bewegung rund um Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg immer noch wichtig sei.

So erklärte Paul Rodermund, der Bundesvorsitzende der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend, auf die Frage der JUNGEN WELT, was „Junge Leute“ mit den Namen Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg anfangen würden:

„Luxemburg und Liebknecht sind in Theorie und Praxis ein Vorbild für den revolutionären Kampf gegen Krieg und Armut. Sie stehen für eine sehr klare Antikriegspolitik und haben mit Streiks und Demonstrationen versucht, den Ersten Weltkrieg zu verhindern. Auch heute prägen Perspektivlosigkeit und Unsicherheit unseren Alltag.“

Des Weiteren erklärte Rodermund in der „Junge Welt“, wonach in Deutschland „die Aggressionen nach außen“ zunehme, ebenso „wie die Repression nach innen“. Auf Kritik stößt bei Rodermund, wonach Deutschland „die europäischen Streitkräfte zu einer EU-Armee“ ausbauen wolle. Des Weiteren sehe er die Ausweitung der Videoüberwachung kritisch, ebenso, dass „die Rolle von Polizei und Verfassungsschutz“ in Deutschland weiter gestärkt werden sollten.

Erst seit kurzem gilt in Hamburg beispielsweise eine in der deutschen Nachkriegsgeschichte fast noch nie dagewesene Polizei-Sondersperrzone. Hier nimmt sich ab sofort die Hamburger Polizei das Recht heraus, ganze Stadtviertel als „Gefahrengebiet“ auszurufen. Dazu gehören neben Altona (über 300.000 Einwohner), auch St. Pauli sowie das bei jungen und gut Verdienenden Hamburgern beliebte In-Viertel Sternschanze. Die Polizei begründet ihr ungewöhnliches Vorgehen damit, wonach es in diversen Hamburger Stadtteilen „wiederholten Angriffe auf Polizisten“ gegeben habe.

Hamburger Parteien und Protestgruppen kritisieren die neuen Hamburger Polizei-Sonderräume als unverhältnismäßig und mit einem demokratischen Rechtstaat als nicht vereinbar.

Zum Gedenken an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg findet am Vorabend der geplanten linksalternativen Großdemonstration in Berlin eine Auftakt-Podiumsdiskussion unter dem Motto „Warum sollten wir gedenken?!“ statt (Samstag, 11. Januar 2014 | 19:00 Uhr, Kulturfabrik Moabit, Lehrter Straße 35, 10557 Berlin).

Thema der Diskussionsrunde ist “ die Bedeutung und Zielstellung des linken emanzipatorischen Gedenkens“. An der Diskussion nehmen teil: Ralf Hoffrogge, Karsten Krampitz, Uwe (AutorInnenkollektiv Loukaniko), Kristin Witte (Rosa&Karl-​Bündnis) sowie Bernd Gehrke (AK Geschichte sozialer Bewegungen). Im Anschluss an die Diskussion startet ab 22:00 Uhr am selben Ort eine Auftaktparty zur Gedenkdemonstration an Liebknecht und Luxemburg.

Programm Demo:

Samstag 11.1.2014:

Teilnahme an der Rosa Luxemburg Konferenz unter dem Motto „Manifestation gegen imperialistische Kriege“

11 Uhr Alternative Stadtführung durch Berlin
12 Uhr Antimilitaristisches Aktiventreffen
14 Uhr Jugendpodium „Ihre Kriege auf unsere Kosten – Jugend im Visier des Militarismus“
auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz der jungen Welt
16 Uhr Café International (Austausch mit kommunistischen Jugendlichen aus Südeuropa über die Situation der Jugend in ihrem Land und den Widerstand gegen die Austeritätspolitik)
20 Uhr Verbandstreffen der SDAJ mit Kulturprogramm und Arbeiterliedern
22 Uhr LLL-Party von SDAJ & ARAB
Sonntag 12.1.2014, 10 Uhr

Jugendblock auf der Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Demonstration am Frankfurter Tor

Weitere Infos KLICKEN.

 

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