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Montag, 22. Juli 2019

Kriegsverbrechen: 8000 Euro für deutsche Is Söldner (Isis) von Saudi-Arabien?

Derzeit wird diskutiert, ob Deutsche, die in Kriegsverbrechen in Syrien oder dem Irak verwickelt sind, wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden können. Doch was verschwiegen wird:

Es gibt viele Gerüchte, wer denn nun die Verbrecher in den Reihen der Is, auch bekannt als Isis, sind. Einige kursieren auch in arabischen Kreisen in Deutschland, wie das Antikriegsportal kriegsberichtersattung.com erfahren hat: Demnach gebe es das Gerücht, bislang aber keine Beweise, wonach Saudi-Arabien weltweit, auch in Deutschland, Söldner dafür bezahle, dass sie sich Is, beziehungsweise Isis anschlössen:

Angeblich versuche das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) seit Monaten für das Gerücht, wonach Saudi-Arabien angeblich Söldner dafür bezahle, dass sie in Syrien und dem Irak sich Is anschlössen, Belege zu finden. Bislang aber wohl erfolglos.

Der monatliche Lohn für deutsche Söldner, die bereit seien, in Syrien oder dem Irak in den Reihen der Is zu kämpfen, liege angeblich zwischen 7000 bis 8000 Euro. Diese Gelder würden aber nicht nur Deutschen angeboten, sondern auch Franzosen, Amerikanern oder Südamerikanern in den Slums.

Sollte dieses Gerücht zutreffen, würde deutlich, dass möglicherweise viele Anhänger von Is nicht auf Grund fanatischer islamischer Gedanken in Syrien oder dem Irak kämpfen, sondern auf Grund von Geld. Auch würde dieses die angebliche arabische Militärallianz gegen Is in einem neuen Licht erscheinen lassen, die geflogenen Militärangriffe gegen Is-Stellungen wären eine reine Kriegspropaganda zur Besänftigung der Weltmeinung.

Dass auch viele westliche Länder ein Eldorado für das Anwerben von Söldner sind, liegt auf der Hand: So ist es bekannt, dass beispielsweise in Frankreich gut 50 Prozent der muslimischen Immigranten in Pariser Vororten nahezu komplett chancenlos sind, jemals eine vernünftige Bildung zu bekommen, geschweige denn einen guten Beruf, welcher es ihnen ermöglichen würde, den Traum von der Gründung einer eigenen Familie jemals zu verwirklichen.

Doch genau dieser Traum steht im Zentrum vieler Anhänger des Islam. Eine eigene gegründete Familie wird als Ehre empfunden, als Auszeichnung und nicht, wie in Deutschland, häufig als Last, die nach Ansicht nicht weniger der eigenen berufliche Karriere im Weg stehe.

Dass Söldner weltweit gesucht und hoch bezahlt werden, ist nichts Neues. Schon im Irak-Krieg, in welchem die USA vor rund 10 Jahren innerhalb von nur drei Tagen den Irak zumindest besetzten – von „besiegen“ spricht heute niemand mehr ernsthaft – soll das U.S. Military in den Slums von Südamerika Söldner angeworben haben: also überwiegend arme Südamerikaner, für die eine monatliche Auszahlung in Höhe von 8000 bis 10000 US-Dollar im Monat sehr viel ist. So viel, dass moralische Maßstäbe über Recht und Unrecht, über barbarische Mordaktionen schnell vergessen werden.

Die Bilanz im Irak heute: Schätzungen gehen im durch die USA begonnen Krieg von über 500.000 getöteten Irakern aus. Ähnlich düster sieht der Krieg aus, welchen das westliche Kriegsbündnis NATO in Libyen unter Vorspiegelung falscher Tatsachenbehauptungen vor der UNO im Jahr 2011 begonnen hat: Schätzungen gehen heute von weit über 100.000 Toten durch den vom Westen begonnen Krieg in Libyen aus. Doch statt eines arabischer Frühlings in Libyen umspült die Bürger dort heute ewiger Winter:

Alleine während der von der Nato der Welt vorgelogenen „Flugverbotszone“ in Libyen – an welche sich alle halten sollten, nur die Nato selber nicht – kamen nach Berichten von Menschenrechts-Organisationen durch Nato-Bomben über 50.000 Menschen ums Leben. Tausende Libyer, darunter unzählige Zivilisten und junge Menschen, sollen bis heute durch die Nato-Bomben in Libyen verstümmelt und verkrüppelt sein.

Ein in Deutschland lebender Araber erklärte gegenüber kriegsberichterstattung.com das Gerücht rund um angebliche Söldner, welche angeblich das absolutistisch regierte Land Saudi-Arabien für Is anwerbe: „Es gibt hierfür bislang keine mir bekannten Belege, aber auffällig viele Gerüchte in arabischen Reihen hierfür.“

Auf die Frage, ob er Isis, kurz Is, als Verbrecher-Organisation ansehe, sagte er:

„Was heißt Verbrecher: jeder Krieg ist verbrecherisch. Als Israel im Sommer 2014 über 1.200 Zivilisten völkerrechtswidrig im Gazastreifen ermordete, sprach niemand von Verbrechen, obwohl es das war. Als vor wenigen Tagen israelische Soldaten wieder drei Kinder in Gaza einfach erschossen, sprach auch niemand von Verbrechen. Das was Is macht, ist letztlich jenes, was die USA auch machen, Israel macht, was viele machen: Andere abschlachten, um eigene Ziele zu erreichen. In Syrien wie dem Irak geht es um Milliarden-Gewinne aus dem Geschäft mit Öl und Gas. Is hat nach Meinung vieler Araber die Öl- und Gasfelder auch im Auftrag von Saudi-Arabien besetzt, verkauft das Öl billig an die Türkei und von dort wird es auf den Weltmarkt geschmissen.“

Dies sei einer der Gründe, weshalb der Ölpreis seit Monaten im freien Fall sei.

Zur Strategie Saudi-Arabiens erklärte der in Deutschland lebende Araber zudem: „Natürlich haben Saudi-Arabien und Israel, auch die Türkei, aus jeweils völlig unterschiedlichen Gründen ein Interesse daran, dass Syrien, der Irak oder Libyen dauerhaft gefallene Staaten sind und letztlich als Staatseinheiten nicht mehr funktionieren: Je mehr Chaos in anderen arabischen Ländern, desto mehr ist der Westen auf Länder wie Saudi-Arabien angewiesen, auch auf Länder wie Israel. Sie versprechen, ein angeblicher Pfeiler für die Interessen des Westens zu sein, doch letztlich geht es nur um das eigene Geld, die eigene Macht in der Region. Auch die USA profitieren von diesen arabischen Kriegen. Können die USA sich doch so weiterhin auf Jahre als angeblich unersetzliche angebliche Ordnungsmacht auf der Welt positionieren. Den Zugriff auf das Öl haben im Irak in den meisten Fällen immer noch die USA und Großbritannien – wie bald seit 100 Jahren.“

Weiter führt der in Deutschland lebende Araber aus: „Je mehr Chaos und Kriegswirren in anderen arabischen Ländern, desto mehr blickt die Welt über das Leid, welches Israel seit Jahrzehnten über die Palästinenser bringt, hinweg, desto mehr ignoriert der Westen, dass Saudi-Arabien eine brutale Diktatur ist, in der Menschen als Strafe querschnittsgelähmt werden, Hände oder Beine abgehackt werden oder Augen amputiert werden.“ Eine ähnliche Strategie verfolge nach Ansicht des in Deutschland lebenden Arabers die Türkei:

„Natürlich kann sie sich gegenüber dem Westen als islamische recht stabile Großmacht viel besser positionieren, je mehr Chaos in Syrien oder dem Irak herrscht. Man darf auch nicht vergessen, dass die Türkei einstmals die maßgebliche politische Größe in Syrien war.“

Internationale Söldner, auch aus Deutschland, würden den Gerüchten folgend, nach Ankara geflogen, dort angeblich mit Bussen abgeholt und angeblich nach Syrien gebracht, um sich dort Is anzuschließen. Die Türkei selber hat sich bislang nicht eindeutig gegen solche Gerüchte gewehrt.



Kommentare (3)


Urukagina 9. Februar 2015 um 11:14

Inhaltlich kann ich mich mit der Aussage zwar identifizieren, wehre mich aber ganz entschieden gegen die Aussage, dass JEDER käuflich sei soll. Denn das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass es KEINE Menschen gibt, die den Verlockungen des Geldes widerstehen können oder – noch schlimmer – es sowieso sinnlos ist und man es deswegen auch gar nicht versuchen braucht, weil der Menschen nun einmal abgrundtief schlecht und böse dem Wesen nach ist (also gewissermaßen eine Fehlkonstruktion des Demiurgen). Das ist sicherlich nicht so.

Antworten

DerwahreIraner 9. Februar 2015 um 3:46

Dieser Artikel hat indirekt den Nagel auf dem Kopf getroffen. Es geht den Puppenspieler um Macht, Geld und Öl. Alles dreht sich um das Geld. Jeder ist käuflich. Geld hat das Leben der Menschen manipuliert!!! Es ist nicht mehr das was es einst war, sprich die Fortpflanzung und das reine Überleben…in dem Sinne

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Offene Augen und Mund 16. Februar 2015 um 21:55

SEHR INTERESSANT !
Dieser Artikel besteht 100% aus Müll, Gülle, Dreck und Abfall. Nicht einmal ein Wort stimmt darin. Bin schon gespannt zu erfahren, wer solche Märchen schreibt.

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